Filmarchiv

„Sammeln, Bewahren, Präsentieren“ – so lauten kurz gefasst die Aufgaben eines Filmarchivs. Dieses Leistungsspektrum bieten wir in großzügigen Räumlichkeiten in Wiesbaden-Biebrich. Das Filmarchiv verfügt über rund 20.000 Filmkopien, darunter Spiel- und Dokumentarfilme, sowie Kurz- und Werbefilme. Der Bestand umfasst Positiv- wie Negativmaterial, das in gekühlten und klimatisierten Lagern nach konservatorischen Standards untergebracht ist. Durch Umkopierungen und Neuerwerbungen wird der Filmkopienstock Jahr für Jahr erhalten und kontinuierlich ausgebaut. Wir ergänzen und erweitern unseren Bestand auch durch Kopien, die von internationalen Partnerarchiven an uns abgegeben werden, sowie durch Annahme von Nach- bzw. Vorlässen Filmschaffender oder deutschen Filmverleihern. Professionellen wie auch nicht-professionellen Filmschaffenden bieten wir die Möglichkeit ihre Materialien einzulagern oder zu hinterlegen.

Sammlungsschwerpunkt unseres Archivs ist der deutsche Film: vom Stummfilm über die herausragenden Tonfilme vor 1945 hin zu Werken des Neuen Deutschen Films und des Experimentalfilms. Avantgardefilme und Animationsfilme sind bei uns seit jeher ein zentraler Sammlungsbestand. So befinden sich z.B. fast sämtliche Werke Lotte Reinigers oder auch Oskar Fischingers im Archiv. Darüber hinaus halten wir den gesamten Stock der Werbefilm-Produktionsfirma Insel Film, Marktführerin in diesem Sektor seit Beginn der 1950er Jahre bis in die frühen 1990er Jahre. Zum Erhalt der medienkulturellen Vielfalt und aus soziologischem Interesse hat auch der oftmals vernachlässigte Amateurfilm seinen Platz in unserem Filmarchiv.

Durch eigene Restaurierungsarbeiten machen wir immer wieder auf uns aufmerksam. In oftmals aufwändigen Projekten werden Filmkopien hergestellt, die denen der Uraufführungsfassung entsprechen – ob durch Ergänzungen fehlender Sequenzen oder Viragierung von Filmkopien nach neuesten Erkenntnissen der Filmforschung. Von den Restaurierungen des Filmarchivs wie Lotte Reinigers abendfüllendem Animationsfilm DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED, D 1924-26 (Restaurierungsbericht) und Svend Gades HAMLET, D 1920, mit Asta Nielsen in der Hauptrolle, sind jeweils mehrere Verleihkopien verfügbar.

Wir befassen uns darüber hinaus mit der Lösung der Probleme, die sich Filmarchiven mit ihren analogen Beständen durch den Übergang ins digitale Zeitalter ergeben. Sowohl die Umwandlung historischer in aktuelle Vorführformate als auch die Langzeitsicherung sind für den Erhalt des Filmerbes von höchster Relevanz.

 

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Kontakt

Michael Schurig
Tel.: +49 (0)611 9700 012
Fax: +49 (0)611 9700 015
schurig(at)deutsches-filminstitut.de

Anke Mebold (Restaurierung)
Tel.: +49 (0)611 9700 016
Fax: +49 (0)611 9700 015
mebold(at)deutsches-filminstitut.de

Verleih

Das Filmarchiv bietet 16mm und 35mm Filmkopien für den nicht-kommerziellen Verleih an. Alle weitere Informationen zu unseren Konditionen finden Sie in der Sektion “Filmverleih”.

Sichtung an Schneidetischen

Die Bestände stehen jederzeit auch Wissenschaftlern, Studenten sowie Privatpersonen in unserem Filmarchiv zur Verfügung. Nach einer telefonischen Voranmeldung können die Filme an den Schneidetischen gegen folgende Nutzungsgebühren gesichtet werden:

  • Kommerzielle Sichtung : € 30,– / pro angefangene Stunde
  • Private Sichtung : € 15,– / pro angefangene Stunde
  • Wissenschaftliche Sichtung : € 10,– / pro angefangene Stunde
  • Studierende unter Vorlage eines gültigen Ausweises : € 5,– / pro angefangene Stunde

Weblinks


© 2012 Deutsches Filminstitut, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt/M., Tel.: 069 96 12 20 0