WIR SIND DFF.FILM

Verleihprogramm

Eine Auswahl aus unserem Archiv-Bestand
Wir bieten 16mm und 35mm Filmkopien, sowie DVDs und DCPs für den nichtkommerziellen Verleih an.
Die angegebenen Preise verstehen sich pro Vorführung (zzgl. 7% MwSt. und Transportkosten).
* Preis ohne Vorführrechte; Details erfragen Sie bitte im Filmarchiv

Darüber hinaus stehen Ihnen noch weitere Filme zur Verfügung. Auskunft über den technischen Zustand der Kopien erhalten Sie in unserem Filmarchiv.

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Verleihprogramm (PDF, 1 MB)

DCP – Verleihangebot (PDF, 123 KB)

 

Das Verleihprogramm umfasst keine Video-Cassetten / DVD

Auswahl aktueller DCPs

 

ALRAUNEALRAUNE

BRD 1952, Regie: Arthur Maria Rabenalt, Länge: 92 Minuten
Darsteller: Hildegard Knef, Erich von Stroheim, Karlheinz Böhm

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Dem Wissenschaftler ten Brinken gelingt die künstliche Befruchtung einer Prostituierten mit dem Samen eines Mörders. So erblickt Alraune das Licht der Welt – eine betörende Frau von destruktiver Gefühllosigkeit, die alle Männer, die ihr zu nahe kommen, in den Ruin treibt, bis sie sich in Frank verliebt, ten Brinkens Neffen.
Die Neuverfilmung des 1911 erschienenen Romans Alraune. Die Geschichte eines lebenden Wesens von Hanns Heinz Ewers ist in der düsteren Bildwirkung durchaus beeindruckend. Erich von Stroheim als Mediziner sowie Hildegard Knef als verführerische Titelheldin geben ein exzellentes Hauptdarstellerduo, neben denen sich Karlheinz Böhm als Frank in seiner ersten Hauptrolle beweisen konnte.

DER FUßGÄNGERDER FUßGÄNGER

BRD/CH 1972/73, Regie: Maximilian Schell, Länge: 100 Minuten
Darsteller: Gustav Rudolf Sellner, Ruth Hausmeister, Maximilian Schell, Manuel Sellner

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Durch einen Boulevardjournalisten wird aufgedeckt, dass der Großindustrielle Giese während des Dritten Reichs ein furchtbares Verbrechen begangen hat. Aus verschiedenen Perspektiven beschreibt der Film, wie sich die einzelnen Charaktere auf den bevorstehenden Prozess vorbereiten.
Gustav Rudolf Sellner wurde beim Deutscher Filmpreis 1974 als Bester Darsteller mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet. In seiner Funktion als Produzent erhielt Maximilian Schell für den Besten programmfüllenden Spielfilm den Wanderpreis Goldene Schale. Auch internationale Erfolge konnten verzeichnet werden, so gewann DER FUßGÄNGER 1974 den Golden Globe und erhielt bei der Oscarverleihung 1974 eine Nominierung als Bester fremdsprachiger Film.

DER WESTEN LEUCHTET!DER WESTEN LEUCHTET!

BRD 1981/82, Regie: Niklaus Schilling, Länge: 108 Minuten
Darsteller: Armin Mueller-Stahl, Beatrice Kessler, Melanie Tressler, Mathias Eysen

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Auf der Suche nach einem Doppelagenten trifft der Stasi-Agent Harald Liebe in München auf die attraktive Dagmar Ostfeld. Liebe ist fasziniert von Dagmar und dem westlichen Luxus und will mit ihr durchbrennen. Doch dann kommt sie bei einem Autounfall ums Leben und der bundesdeutsche Verfassungsschutz ist hinter Harald Liebe her. Unaufdringlich und leise zeichnet der Film das Abbild einer Wohlstandsgesellschaft, hinter deren Oberfläche sich vielschichtige Zusammenhänge eines durch Zeichen und Symbole eingeengten Alltags offenbaren. DER WESTEN LEUCHTET! Ist der zweite Teil der Deutschland-Trilogie von Niklaus Schilling, die mit DER WILLI-BUSCH-REPORT und DEUTSCHFIEBER ihren Start- und Endpunkt fand. Der Film wurde als Wettbewerbsbeitrag des World Film Festivals von Montreal 1982 uraufgeführt. Der Kameramann Wolfgang Dickmann erhielt 1982 den Deutschen Filmpreis in Silber.

ROSEN BLÜHEN AUF DEM HEIDEGRABROSEN BLÜHEN AUF DEM HEIDEGRAB

BRD 1952, Regie: Hans Heinz König, 82 Minuten
Darsteller: Ruth Niehaus, Hermann Schomberg, Armin Dahlen, Gisela von Collande

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Dorothee wird hartnäckig von dem Bauern Dietrich Eschmann umworben, der sie zunehmend bedrängt und schließlich in der Nähe eines Moors vergewaltigt. Bereits in der Vergangenheit hatte sich an just derselben Stelle ein ähnliches Verbrechen ereignet: Ein schwedischer Offizier verging sich an Wilhelmina, Dorothees Vorfahrin. Dorothee ist von der an ihr verübten Gewalttat dermaßen verstört, dass sie es Wilhelmina gleichtun will und ihren Vergewaltiger ins Moor lockt, um dort mit ihm den Tod zu finden.
Die junge BRD mit all ihren Neurosen und Alltagssorgen findet sich hier verdichtet in einer Erzählung von Rückkehrern und Wiedergängern, von Verdammnis und Gnade. Ein Heide- Heimatfilm, so düster, dass er zum Ende hin die Schwelle überschreitet ins Reich des Schauerkinos.

VIELE KAMEN VORBEIVIELE KAMEN VORBEI

BRD 1955/56, Regie: Peter Pewas, 80 Minuten
Darsteller: Harald Maresch, Frances Martin, Christian Doermer, Heinz W. Schimmelpfennig

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Solange sie sich erinnern können, sind Sabine und Jochen zusammen in die Ferien gefahren. Jetzt, da beide 15 sind, verbieten die Eltern eine weitere gemeinsame Reise. Während Jochen sich alleine aufmacht, reißt Sabine von zuhause aus und folgt ihrem Freund per Anhalter. Sabine gerät in die Gewalt eines Sexualverbrechers, der schon mehrere Menschen ermordet hat.
VIELE KAMEN VORBEI ist formal einer der interessantesten deutschen Nachkriegsfilme mit Einstellungen von bizarrer Schönheit und suggestiver Aussagekraft. In harten Schnitten und raffinierten Überblendungen werden mitreißende Assoziationen gegeben. Die bedrängende Atmosphäre des Geschehens überträgt sich dabei mit fast quälender Intensität auf den Zuschauer.
1956 wurde VIELE KAMEN VORBEI beim Deutschen Filmpreis mit dem Filmband in Silber für die Beste Musik ausgezeichnet und der Regisseur Peter Pewas erhielt 1984 das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.

STADT OHNE MITLEIDSTADT OHNE MITLEID

BRD/USA/CH 1960/61, Regie: Gottfried Reinhardt, Länge: 105 Minuten
Darsteller: Kirk Douglas, Barbara Rütting, Christine Kaufmann, Hans Nielsen

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In einer bayerischen Kleinstadt wird in den 60er Jahren ein 16-jähriges Mädchen von vier betrunkenen amerikanischen Soldaten brutal vergewaltigt. Die aufgebrachten Einwohner fordern die Todesstrafe. Während der Gerichtsverhandlung setzt Major Steve Garrett, der Verteidiger der Soldaten, dem Opfer in einem nervenaufreibenden Kreuzverhör derart zu, dass es zusammenbricht. Das gedemütigte Mädchen zieht tragische Konsequenzen… Kirk Douglas und Christine Kaufmann brillieren in dem packenden Justizdrama um den Konflikt zwischen Paragraphen-Treue und humaner Rechtsprechung. STADT OHNE MITLEID wurde 1962 mit dem Golden Globe für den besten Titelsong ausgezeichnet und für den Oscar® nominiert. Im gleichen Jahr erhielt Christine Kaufmann für ihre Rolle der Karin Steinhof den Golden Globe Award als Beste Nachwuchsdarstellerin.
Die Kino-Verleihrechte sind beim DIF lizenziert, es existiert keine digitale Verleihkopie. Zur Herstellung des DCP sind die Ausgangsmaterialien zu digitalisieren sowie Bild und Ton nachzubearbeiten.

DER TRAUM VON LIESCHEN MÜLLERDER TRAUM VON LIESCHEN MÜLLER

BRD 1961, Regie: Helmut Käutner, Länge: 92 Minuten
Darsteller: Sonja Ziemann, Martin Held, Cornelia Froboess, Helmut Griem, Peter Weck

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Die kleine Bankangestellte Lieschen Müller träumt davon, als Liz Müller Besitzerin der Bank zu sein, in der sie arbeitet. Die Personen in ihrem Umfeld werden dabei kurzerhand zu Protagonisten dieser Traumwelt, in der Lieschen reich und berühmt ist und zu den „oberen Zehntausend“ gehört. Als Musical angelegt, in dem zahlreiche Lieder die Handlung unterstützen, fungiert der Film als eine Satire auf die Schnulzenseligkeit der Deutschen zur Zeit des Wirtschaftswunders.
Regie führte mit Helmut Käutner einer der einflussreichsten Filmregisseure des deutschen Kinos. Nicht zuletzt die Tatsache, dass die musikalischen Arrangements von Michel Legrand stammen, hebt den Film aus der zeitgenössischen Filmproduktion heraus.

DER KLOSTERJÄGERDER KLOSTERJÄGER

D 1920, Regie: Peter Ostermayr, Länge: 70 Minuten
Darsteller: Viktor Gehring, Fritz Greiner, Thea Steinbrecher, Toni Wittels, Carl Dalmonico

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Peter Ostermayr gründete 1918 mit der Münchner Lichtspielkunst AG (M.L.K. bzw. Emelka) das erste Großatelier Süddeutschlands in Geiselgasteig (Grünwald). Ostermayr hatte sich die Exklusivrechte zur Verfilmung von Ganghofers populären Romanen gesichert und verfilmte im Laufe seiner Karriere 30 Titel – unter ihnen DER KLOSTERJÄGER. Für die Filmlaufbahn von Peter Ostermayr nehmen diese „Ganghofer-Verfilmungen“ eine Art „Schlüsselfunktion“ ein und machen ihn zum Erfinder des Heimatfilms. Heimatfilme werden bis zum heutigen Tage weitgehend als „Ganghofer-Filme“ wahrgenommen. Ludwig Ganghofer wird – und dies insbesondere durch Peter Ostermayr – zum Synonym für diese gesamte Filmgattung.

WERBENDE FILME AUS DEM FILMARCHIV DES DIF

MELODIE DER WELLEN (D 1931, Regie: Hans Fischerkoesen)
PERLEN (D 1936, Regie: Wolfgang Kaskeline)
THÜRINGEN DAS GRÜNE HERZ DEUTSCHLANDS (D 1940, Regie: Carl Hartmann)
FRÜHLING IN DEN VOGESEN (D 1942, Regie: Heinz-Hermann Schwerdtfeger)
MÄRKISCHE FAHRT (D 1942, Regie: Kurt Rupli)

THÜRINGEN DAS GRÜNE HERZ DEUTSCHLANDS (D 1940, Regie: Carl Hartmann)

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Nach dem Ersten Weltkrieg trat der Werbefilm seinen Siegeszug in den Kinos an. Er wurde zu einem Kreativlaboratorium für Künstler wie Hans Fischerkoesen oder Wolfgang Kaskeline, die die gestalterischen Möglichkeiten im Umgang mit diesem relativ neuen Medium ausloteten. Fischerkoesens eigener unverwechselbarer Stil wurde zu einer Marke für flotte Zeichentrick-Werbefilme, die Alltagssituationen schildern, und sich mit surrealen Elementen, pfiffigen Pointen und gereimten Texten voller Sprachwitz stilistisch an Wilhelm Busch anlehnten, weswegen er auch oft „der deutsche Walt Disney“ genannt wurde. MELODIE DER WELLEN ist ein kurzer Animationsfilm, der mittels einer rot-blau leuchtenden Zweifarben-Sequenz für Telefunken Radioröhren wirbt.
Wolfgang Kaskeline kam über die Malerei zum Trickfilm, stellte jahrelang für die Werbefilmabteilung der UFA abstrakte Farbkurzfilme her und zählte Anfang der 1930er Jahre zu den ersten Werbe-Tricktonfilmern Europas. Die Stilmittel des abstrakten Films setzte Kaskeline auch bei dem für die Epoche Color-Film AG produzierten Sekt-Werbefilm PERLEN ein. In leuchtendem Gasparcolor wird darin Exotismus pur zelebriert – inklusive malaysischen Perlentauchern und Perlen-weinenden Südsee-Schönheiten.
Eine weitere Ausprägung der Filmwerbung fand sich in den Landschaftswerbefilmen, die in den 1940er Jahren im Rahmen der UFA-Kulturfilmproduktion entstanden. Im Frühsommer 1939 begann die UFA mit der Produktion von Werbe- und Kulturfilmen nach dem Agfacolor- Verfahren. Mit leuchtenden Farben sollte von der Realität des Alltags abgelenkt und die Schönheit des Reisens im eigenen Land propagiert werden.
THÜRINGEN DAS GRÜNE HERZ DEUTSCHLANDS unterscheidet sich dabei von dem Großteil der späteren Landschaftsfilme durch seinen explizit touristischen Werbeauftrag. Im Film reist eine Touristengruppe in einem Reisebus durch Thüringen und fungiert dabei als roter Faden für eine rasche Abfolge diverser Stadt- und Landschaftsbilder, während derer unter anderem Reiseprospekte vor der Kamera ausgebreitet werden und mit Skilaufszenen für eine Reise nach Thüringen, auch in der Wintersaison, geworben wird.
Neben dem touristischen Aspekt des Reisens findet sich zunehmend die Darstellung von Brauchtum im Vordergrund. So werden in FRÜHLING IN DEN VOGESEN nicht nur das Landschaftsbild der Vogesen und diverser Elsässer Orte gezeigt. Heinz-Hermann Schwerdtfeger wendet sich zudem der Beschreibung von Besonderheiten der Land- und Forstwirtschaft, Weinanbau, sowie Handwerk und Kultur zu und liefert damit ein ebenso historisch wie zeitgeschichtlich relevantes Kolorit überlieferten Brauchtums.
In diesen Zusammenhang läßt sich auch MÄRKISCHE FAHRT einordnen. Der Film zeigt neben märkischen Landschaften auch einige Ansichten der noch unzerstörten Städte Potsdam und Berlin, inklusive einer Einstellung vom Berliner Schloß. Der Filmkommentar wird von Wilhelm Borchert gesprochen, der im ersten deutschen Nachkriegsfilm DIE MÖRDER SIND UNTER UNS die Hauptrolle gespielt hat.

 

DER ZAUBERBERGDER ZAUBERBERG

BRD/F/I/A 1981/82, Regie: Hans W. Geißendörfer, Länge: 153 Minuten
Darsteller: Christoph Eichhorn, Marie-France Pisier, Alexander Radszun, Hans-Christian Blech

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Der Hamburger Patriziersohn Hans Castorp besucht 1907 seinen lungenkranken Vetter in einem mondänen Sanatorium in dem schweizerischen Bergdorf Davos. Dort verfällt der junge Mann zunehmend der morbiden Faszination des Ortes. Obwohl er nicht wirklich krank ist, bleibt er schließlich sieben Jahre lang – bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs. Hans W. Geißendörfer hat mit riesigem Budget und internationalen Stars eine werkgetreue Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Thomas Mann geschaffen, die heute zu den Klassikern deutscher Literaturverfilmungen zählt. In seinem mitreißenden, bis in die Nebenrollen hervorragend besetzten Film DER ZAUBERBERG betont Geißendörfer das Skurrile und Makabre der literarischen Vorlage. In dem besonders kunstvoll fotografierten Film ist zudem die Handschrift des jüngst verstorbenen Michael Ballhaus zu erkennen, der als einer der bedeutendsten Kameraleute des deutschen und internationalen Films galt. DER ZAUBERBERG gewann 1982 als abendfüllender Spielfilm den Deutschen Filmpreis: Filmband in Gold sowie das Filmband in Silber für das beste Szenenbild und Franz Seitz erhielt für den Film bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises 1983 den Produzentenpreis.

DER BRAVE SÜNDERDER BRAVE SÜNDER

D 1931, Regie: Fritz Kortner, Länge: 108 Minuten
Darsteller: Max Pallenberg, Heinz Rühmann, Dolly Haas, Josefine Dora, Ekkehard Arendt

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DER BRAVE SÜNDER entstand aus der erfolgreichen Zusammenarbeit von Filmschaffenden ihrer Zeit: Es ist das Regiedebüt des Schauspielers Fritz Kortner, der einzige Tonfilm des damaligen Bühnenstars Max Pallenberg und der einzige Film, zu dem Alfred Polgar das Drehbuch schrieb. Fritz Kortner zählte in der Weimarer Zeit zu den bekanntesten Theater und Filmschauspielern Deutschlands. Max Pallenberg wurde 1914 von Max Reinhard für das Deutsche Theater in Berlin entdeckt, wo er seinen künstlerischen Durchbruch feierte. Alfred Polgars Lebens- und Schaffensmittelpunkt war die untergehende Weimarer Republik, wo ihn Carl von Ossietzkys „Weltbühne“ und das Berliner „Tagebuch“ zu ihren prominentesten Beiträgern zählten. Alle drei Künstler emigrierten kurze Zeit später mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten.
DER BRAVE SÜNDER basiert auf dem Theaterstück „Die Defraudanten“ von Alfred Polgar und erzählt die Geschichte des biederen Angestellten Pichler, der durch eine Reihe von Zufällen eine ihm anvertraute Geldsumme verliert und dennoch als Held endet. Polgar und Kortner haben nicht einfach ein Lustspiel gemacht, sie lieben ihre Figuren, die am Rande der Tragödie dem Schicksal beherzt entgegengehen und dem Zuschauer immer wieder ein Lachen entlocken.

DIE BEKENNTNISSE DES HOCHSTAPLERS FELIX KRULL

DIE BEKENNTNISSE DES HOCHSTAPLERS FELIX KRULL

BRD 1957, Regie: Kurt Hoffmann, Länge: 107 Minuten
Darsteller: Horst Buchholz, Liselotte Pulver, Ingrid Andree, Susi Nicoletti, Paul Dahlke

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Kurt Hoffmann verfilmte 1957 den Roman von Thomas Mann, der die Karriere eines ehrgeizigen Taugenichts schildert. Geist, Witz, Charme und Ironie stecken in allen Szenen. Großen Anteil daran hatte dabei die Mitarbeit der Mann-Tochter Erika am Drehbuch, die den unvollendet gebliebenen Schelmenroman bis zu einem Schluss der Geschichte weiterdichtete und sogar in einer Nebenrolle zu sehen ist. Die Titelrolle besetzte Hoffmann mit Horst Buchholz, dessen internationale Karriere mit diesem Film begann.
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull wurde beim Deutschen Filmpreis 1957 mit dem Filmband in Gold als Bester abendfüllender Spielfilm ausgezeichnet und Horst Buchholz erhielt für seine darstellerische Leistung 1958 den Bambi.

DEUTSCHFIEBER. DER 2. TEIL DES WILLI-BUSCH-REPORT

DEUTSCHFIEBER. DER 2. TEIL DES WILLI-BUSCH-REPORT

BRD 1991/92, Regie: Niklaus Schilling, Länge: 125 Minuten
Darsteller: Tilo Prückner, Christiane Paul, Heike Schroetter, Dorothea Moritz

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Im kleinen Grenzstädtchen Friedheim wird Willi Busch durch die Wiedervereinigung aus seinem Ruhestand aufgeschreckt. Eine uneheliche Tochter aus der DDR, seine Schwester und eine ehemalige Geliebte kehren überraschend nach Friedheim zurück. Gemeinsam lassen die Frauen die von Willi einst herausgegebene „Werra-Post“ wieder aufleben – doch diesmal müssen die Schlagzeilen nicht erfunden werden: Willi Busch will es noch einmal wissen und lässt sich als Präsidentschaftskandidat für eine freie „Werra-Republik“ aufstellen.
Zwölf Jahre nach Der Willi-Busch-Report inszenierte Niklaus Schilling eine irrwitzige Farce zur gerade vollzogenen deutschen Einheit. Für Deutschfieber entdeckte er die damals erst 17-jährige Christiane Paul und gab ihr ihre erste Hauptrolle, der eine erfolgreiche Karriere im deutschen Film folgen sollte.

DER GREIFER

DER GREIFER

D/GB 1930, Regie: Richard Eichberg, Länge: 87 Minuten
Darsteller: Hans Albers, Charlotte Susa, Margot Walter, Harry Hardt

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Scotland-Yard-Sergeant Harry Cross, genannt Der Greifer, jagt Messer-Jack, der mit seinen Verbrechen London in Angst und Schrecken versetzt. Temporeicher, spannend inszenierter Kriminalfilm der klassischen Ufa-Zeit. Der erste Tonfilm mit Hans Albers als Hauptdarsteller und zahlreichen Revue- und Schlagereinlagen.
In den 1920er/1930er Jahren war Richard Eichberg eine zentrale Figur des deutschen Genrekinos. Seine Sensations-Melodramen, Historien- und Abenteuerfilme, Kriminal- und Spionagefilme, aber auch seine Operetten- und Varietéfilme hatten internationales Niveau. Hans Albers war in der Stummfilmzeit überwiegend in Nebenrollen besetzt, wo er vor allem zwielichtige Charaktere spielte. Erst mit dem Tonfilm wurde er zum Heldendarsteller, wofür der Kriminalfilm Der Greifer ein frühes Beispiel ist.

DAS HAUS IN MONTEVIDEO

DAS HAUS IN MONTEVIDEO

BRD 1963, Regie: Helmut Käutner, Länge: 123 Minuten
Darsteller: Heinz Rühmann, Ruth Leuwerik, Paul Dahlke, Hanne Wieder, Viktor de Kowa

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Das Haus in Montevideo ist die aufwendige Neuverfilmung der Curt-Goetz-Komödie durch Helmut Käutner. Darin wird ein tugendstrenger Vater von zwölf Kindern durch das Testament seiner wegen eines Fehltritts verstoßenen Schwester von moralischen Konflikten bedrängt. Regie führte mit Helmut Käutner einer der einflussreichsten Filmregisseure des deutschen Kinos. Ruth Leuwerik, die Anfang 2016 verstarb, ist hier in einer ihrer letzten Rollen zu sehen, bevor sie sich von der Leinwand zurückzog und nur noch gelegentlich in Fernsehproduktionen auftrat.

DER KAMPF UMS MATTERHORN

DER KAMPF UMS MATTERHORN

D 1928, Regie: Mario Bonnard, Nunzio Malasomma, Länge: 82 Minuten
Darsteller: Luis Trenker, Marcella Albani, Clifford McLaglen, Alexandra Schmidt, Peter Voss

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DER KAMPF UMS MATTERHORN ist ein Bergsteigerdrama nach dem Roman von Carl Haensel. Die Drehbuchbearbeitung erfolgte durch einen Pionier des deutschen Bergfilms: Dr. Arnold Fanck. Die Bergszenen wurden nicht im Atelier nachgestellt, sondern vor Ort am Matterhorn gedreht. Deren atemberaubende Realistik machte den Film zu einer Sensation. 1934 kam eine Tonfassung des Films zum Neueinsatz. Digitalisiert und rekonstruiert wurde die Stummfilmfassung von 1928.

Die Abenteuer des Prinzen Achmed

DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED

D 1923 / 26
Regie Lotte Reiniger
Länge 66 Min

 

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Das atemberaubend schöne Märchen nach Motiven aus Tausendundeine Nacht ist der erste abendfüllende Animationsfilm der Filmgeschichte. Seine Poesie und seine bezaubernden Figuren machen ihn noch immer zu einem Erlebnis. Der Film richtet sich an ein junges Publikum und begeistert bis heute Kinder und Jugendliche. Der animierte Scherenschnittfilm, an dem Lotte Reiniger drei Jahre gearbeitet hat, findet sich auf Platz 73 der 100 wichtigsten deutschen Filme des Deutschen Kinemathekverbunds sowie in der Liste der filmhistorisch wertvollen Filme.

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DANTON

D 1930/31, Regie: Hans Behrendt, Länge: 86 Minuten
Darsteller: Fritz Kortner, Gustaf Gründgens, Gustav von Wangenheim

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Während der Französischen Revolution entbrennt ein Streit um die Frage, was mit dem entmachteten König Louis XVI geschehen soll. Es setzen sich die radikalen Kräfte um Danton (gespielt von Fritz Kortner) durch, aber der Konflikt mit seinem Gegenspieler Robespierre (Gustaf Gründgens) findet ein drastisches Ende. König und Danton werden hingerichtet. Georg Büchners Danton in der Verfilmung von Hans Behrendt zu Anfang der Tonfilmzeit ist ein Bekenntnis zur Republik und gegen die Diktatur. Mit Fritz Kortner und Gustaf Gründgens ist der Film hochrangig besetzt.

FÜNF MILLIONEN SUCHEN EINEN ERBEN

FÜNF MILLIONEN SUCHEN EINEN ERBEN

D 1937/1938, Regie: Carl Boese, Länge: 85 Minuten
Darsteller: Heinz Rühmann, Leni Marenbach, Vera von Langen, Oskar Sima

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Carl Boese war einer der produktivsten Stumm- und Tonfilmregisseure des deutschen Films. FÜNF MILLIONEN SUCHEN EINEN ERBEN ist eine Verwechslungskomödie mit Heinz Rühmann in einer Doppelrolle. In dem vorliegenden Lustspiel singt Heinz Rühmann den von Lothar Brühne komponierten Schlager „Ich brech’ die Herzen der stolzesten Frau’n“, der zum Evergreen wurde. Rühmann erweist sich bei der Interpretation als begnadeter Komiker. Das Imponiergehabe des Textes wird durch die kleinwüchsige Figur und die scheinbar linkischen Bewegungen Rühmanns bei dessen Bühnendarbietung konterkariert. Der Film ist ein Beispiel für die Komödien, die zu Beginn eines Krieges im nationalsozialistischen Deutschland für Stimmung sorgten.

EIN MÄDCHEN AUS FLANDERN

EIN MÄDCHEN AUS FLANDERN

BRD 1955/56, Regie: Helmut Käutner, Länge: 108 Minuten
Darsteller: Nicole Berger, Maximilian Schell, Viktor de Kowa, Friedrich Domin

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Während des Ersten Weltkrieges lernt ein deutscher Soldat in Flandern eine Waise kennen. Ihre Liebe überwindet alle Vorurteile und wird zum Symbol der Verständigung. EIN MÄDCHEN AUS FLANDERN entstand – mit Außenaufnahmen in Flandern – nach der Novelle „Engele von Loewen“ von Carl Zuckmayer; dieser lobte an dem Film besonders die atmosphärischen Zwischentöne, die Art, wie es Käutner gelungen sei, die besondere Zeitstimmung einzufangen. In EIN MÄDCHEN AUS FLANDERN spielte Maximilian Schell seine erste Hauptrolle.

DAS WIRTSHAUS IM SPESSART

DAS WIRTSHAUS IM SPESSART

BRD 1957, Regie: Kurt Hoffmann, Länge: 99 Minuten
Darsteller: Liselotte Pulver, Carlos Thompson, Günter Lüders, Rudolf Vogel, Ina Peters

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DAS WIRTSHAUS IM SPESSART ist eine deutsche Filmkomödie von Kurt Hoffmann, frei nach der gleichnamigen Vorlage „Das Wirtshaus im Spessart“ von Wilhelm Hauff aus dem Jahre 1827. Ein reizend bunter, genußvoll gruseliger und heiter musikalischer Film, der sich vor allem in seinem parodistischen ersten Teil weit über sonstige deutsche Produktionen der Zeit hinausschwingt.

ROSEN FÜR DEN STAATSANWALT

ROSEN FÜR DEN STAATSANWALT

BRD 1959, Regie: Wolfgang Staudte, 98 Minuten
Darsteller: Martin Held, Ingrid van Bergen, Walter Giller, Camilla Spira, Werner Peters

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Wolfgang Staudte war einer der ganz wenigen Regisseure, die in den 1950er Jahren entgegen den kollektiven Verdrängungsversuchen Belege dafür sammelten, wie sehr Deutschland im Wirtschaftswunder noch von den Folgen des Krieges und durch konspiratives Verschweigen geprägt war. ROSEN FÜR DEN STAATSANWALT war eine filmische Reaktion auf zeitgenössische gesellschaftliche Zustände. Angeregt wurde die Idee zu dem Film durch den realen Fall eines Kriegsgerichtsrates, der eine ungerechte Todesstrafe verhängt hatte und es unbeschadet in der Bundesrepublik innerhalb weniger Jahre zum Präsidenten eines Senats am Oberlandesgericht in Celle gebracht hatte.

DAS UNHEIL

DAS UNHEIL

BRD/F 1970/71, Regie: Peter Fleischmann, Länge: 110 Minuten
Darsteller: Vitus Zeplichal, Reinhard Kolldehoff, Helga Riedel-Hassenstein, Silke Kulik

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Der Pfarrerssohn Hille wächst zu Beginn der 1970er Jahre in einer deutschen Kleinstadt auf, in der sich nach Darstellung der Autoren Fleischmann und Walser alle elenden Seiten bundesrepublikanischer Wirklichkeit verdichten und die so zum Zentrum des „Unheils“ wird: Hilles Vater organisiert ein Treffen schlesischer Heimatvertriebener, sein Lehrer drillt ihn mit autoritären Methoden zum Abitur und ein örtlicher Chemiefabrikant vergiftet im wörtlichen Sinne die Luft zum Atmen. Die Politsatire mit Dialogen von Martin Walser nahm ein Vierteljahrhundert nach dem Ende von Krieg und NS-Herrschaft das deutsche Kleinbürgertum unter die Lupe und prophezeite in düsteren Bildern, dass diese Gesellschaft dabei ist, sich selbst zu zerstören.

DER WILLI-BUSCH-REPORT

DER WILLI-BUSCH-REPORT

BRD 1979, Regie: Niklaus Schilling, Länge: 120 Min.
Darsteller: Tilo Prückner, Dorothea Moritz, Kornelia Boje, Karin Frey, Jenny Thelen

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DER WILLI-BUSCH-REPORT beschreibt den Kampf eines Provinz-Journalisten an der Grenze zur DDR um den Fortbestand seiner sterbenden Zeitung. Die von ihm provozierten Sensationen nehmen ein unkontrollierbares Eigenleben an, dem ihr Urheber nicht gewachsen ist. Eine vielschichtige Tragikomödie, klug entworfen und souverän inszeniert, mit präziser Information über die damalige Wirklichkeit an der deutsch-deutschen Grenze.

Frühe Farbfilme aus dem Filmarchiv des DIF

Frühe Farbfilme aus dem Filmarchiv des DIF

Komödie: RACHE IST SÜSS (DE 1914/15, Neue Polyscope Film Gesellschaft)
Passionsspiel: DAS LEBEN JESUS (Regie: Ferdinand Zecca, Lucien Noguet, D/F 1902)
Filmtechnik: DEMO-FILM FÜR SIRIUS FARBVERFAHREN (DE ca. 1930, Sirius Farben-Film)

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Frühe Filme waren nicht nur schwarz-weiß, sondern wurden mittels unterschiedlicher technischer Verfahren farbig eingefärbt. In der Überlieferung der Filme ging diese Farbe häufig verloren. Im Archiv des Deutschen Filminstituts befinden sich frühe, viragierte Filme, deren Trägermaterial aus Nitrozellulose besteht.

Der Sirus Farben-Film ist ein Zweifarbenfilm mit der Besonderheit, dass für das Farbverfahren die Fotoemulsionen auf beiden Seiten des Trägermaterials aufgetragen wurde, und diese nach Belichtung des Film in den Farben rot und grün getont wurden. Das Ergebnis war ein beidseitig beschichtetes, zweifarbiges Positiv. Die Sirius Farben-Film versuchte, sich als deutsches Äquivalent zum amerikanischen Technicolor zu etablieren, konnte im Spielfilmbereich aber nicht Fuß fassen.
Nur wenige Produktionen der Sirius Farben-Film können anhand eines Zensureintrages nachgewiesen werden. Darunter waren Bunte Bilder aus Bayern und Kärnten (D 1929) und Rheinfahrt (D 1930). Für den Demo-Film für das Sirius Farbverfahren wurden unter anderem offensichtlich Ausschnitte aus diesen beiden Filmen verwendet.

DER HAUPTMANN VON KÖPENICK

D 1931, Regie Richard Oswald, Länge 82 Min.
Darsteller: Max Adalbert, Käthe Haack, Max Gülstorff

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Dies ist die erste Verfilmung von Carl Zuckmayers im gleichen Jahr uraufgeführten Theaterstücks Der Hauptmann von Köpenick. Der Regisseur Richard Oswald entwickelt darin eine ganze Reihe von überraschenden Regieeinfällen, die den satirischen und humanistischen Grundgestus des Films – heute noch so unmittelbar berührend wie damals – anschaulich verdeutlichen. Der Hauptmann von Köpenick gilt als Klassiker des gesellschaftskritischen Films der Weimarer Republik. Die Adaption von Carl Zuckmayers Drama mit Max Adalbert in seiner besten (tragischen) Rolle wurde Oswalds letzter bedeutender Film.
Der Hauptmann von Köpenick ist die erste und wichtigste Verfilmung des Stücks von Carl Zuckmayer, zugleich handelt es sich um einen bedeutsamen Film der Weimarer Republik.

Nachts, wenn der Teufel kam

NACHTS, WENN DER TEUFEL KAM

BRD 1957, Regie Robert Siodmak, Länge 104 Min.
Darsteller: Mario Adorf, Claus Holm, Annemarie Düringer, Hannes Messemer

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Einer der wichtigsten deutschen Nachkriegsfilme, basierend auf einem authentischen Kriminalfall der Nazizeit, der Willkürherrschaft, Gewalt und Verbrechen thematisiert.
Robert Siodmaks beste Regiearbeit nach seiner Rückkehr aus der Emigration, mit einem überragenden, sehr jungen Mario Adorf, wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem  Filmband in Gold für die beste Regie, für die besten Haupt- und Nebendarsteller, das beste Drehbuch und die beste Filmarchitektur. Es folgten ein Bambi und eine Nominierung für den Oscar als bester ausländischer Film.
Beim Deutschen Filmpreis 1958 erhielt der Film acht Filmbänder in Gold, u.a. für die beste Regie und den besten männlichen Hauptdarsteller.

Monpti

MONPTI

BRD 1957, Regie Helmut Käutner, Länge 101 Min
Darsteller: Romy Schneider, Horst Buchholz

 

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Helmut Käutner, einer der wichtigsten Regisseure des deutschen Films von den 1940er bis in die 1960er Jahre, inszenierte dieses Melodram mit Romy Schneider und Horst Buchholz z.T. an Originalschauplätzen in Paris. Den beiden jungen Schauspielern gibt er darin Gelegenheit, gegen ihr allzu früh gefestigtes Rollenschema anzuspielen in einer Geschichte voller poetischer wie tragischer Momente. Ein Ausnahme-Film für die 1950er-Jahre.

Liebe 47

LIEBE 47

BRD 1948/49, Regie Wolfgang Liebeneiner, Länge 110 Min
Darsteller: Karl John, Hilde Krahl

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Liebe 47 ist die Verfilmung des Bühnenstücks Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchert, einem der erfolgreichsten Autoren der unmittelbaren Nachkriegszeit. Zwei Monate vor Gründung der Bundesrepublik uraufgeführt, ist Liebe 47 einer der letzten „Trümmerfilme“. Drehort waren die Filmateliers auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens von Göttingen, Produzent die Göttinger Filmaufbau GmbH, die mit britischer Lizenz arbeitete. Borchert verarbeitet in seiner Literaturvorlage die Folgen des Zweiten Weltkrieges: die Probleme der Kriegsheimkehrer, die herrschende Hungersnot und Armut und den Trümmeralltag. Der Film greift diese Themen auf, ist realistisch gestaltet, endet aber versöhnlich.

Der Verlorene

DER VERLORENE

BRD 1950/51, Regie Peter Lorre, 1950/51, Länge 98 Min
Darsteller: Peter Lorre, Karl John

 

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Der renommierte Serumsforscher Dr. Rothe begeht eine Verzweiflungstat, als er bemerkt, dass seine Frau ihn ausspioniert. Da er aber für die Nazis kriegswichtige Arbeiten erledigt, wird die Tat von seinem jungen Kollegen Hoesch vertuscht. Rothe leidet fortan unter Zwangsvorstellungen und wird zum getriebenen Mörder.
Peter Lorres grandioses Regiedebüt erhielt eine lobende Anerkennung des Deutschen Filmpreises 1951 und wurde als erster Langfilm mit dem Prädikat der FBW „Wertvoll“ ausgezeichnet. Heute zählt Der Verlorene zu den 100 wichtigsten deutschen Filmen.

Rheingold

RHEINGOLD

BRD 1977/78, Regie Niklaus Schilling, Länge 91 Min
Darsteller: Elke Haltaufderheide, Gunther Malzacher, Rüdiger Kirchstein

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Der gebürtige Schweizer Niklaus Schilling kam 1965 nach München und arbeitete im Umfeld des Neuen Deutschen Films mit den Mitgliedern der sogenannten Münchner Gruppe (Lemke, Thome, Zihlmann, Spils und Straub) zusammen. Der Grenzgänger Schilling drehte 1971 mit Nachtschatten seinen ersten eigenen Film, alle seine Filme sind den Lebensbedingungen und dem geographischen Raum, der Vergangenheit und der Gegenwart der Bundesrepublik verpflichtet.
In Rheingold spielt Niklaus Schilling hintersinnig mit den Erzählformen des Melodrams und beschwört zugleich die Mythen und Mysterien deutscher Vergangenheit. Im Trans-Europa-Express “Rheingold” entdeckt ein Diplomat, dass seine Frau ein Verhältnis mit ihrem Jugendfreund hat, der als Kellner im Zug arbeitet. Im Affekt sticht der Ehemann auf sie ein und flüchtet beim nächsten Halt. Später versucht er, mit einem Taxi den Zug wieder zu erreichen, während die schwer verletzte Frau dem Ziel ihrer Reise entgegenfährt: dem Tod.
1978 wurde Rheingold mit dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet, der Kameramann Ernst Wild erhielt das Filmband in Gold.

Hochbahnkatastrophe

DIE HOCHBAHNKATASTROPHE

D 1921, Regie Valy Arnheim, Länge 78 Min
Darsteller: Jack Fox, Adalbert Lenz

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Das DIF restaurierte bereits 2011 den Film aus der deutschen Harry-Hill-Serie, ein Juwel des Detektivfilms der zwanziger Jahre. Das öffentliche Transportsystem einer Großstadt wird durch Anschläge bedroht, doch eine unerschrockene junge Frau unterstützt den Detektiv bei seinem Vorgehen gegen Verbrechen und Terror. Der Film besticht durch sensationelle Stunts sowie durch seine komischen Momente. Auch fasziniert, wie das Medium Film von den Übeltätern als Methode der Kommunikation missbraucht wird.

Das Testament des Dr. Mabuse

DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE

D 1932/33, Regie Fritz Lang, Länge 122 Min
Darsteller: Rudolf Klein-Rogge, Otto Wernicke, Gustav Diessl, Camilla Spira

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Die letzte Arbeit Langs vor seiner Emigration ist als Kriminalfilm inszeniert, gilt aber als eine meisterhafte Parabel auf den Machtmissbrauch. Der wahnsinnige Verbrecher Dr. Mabuse ist mittlerweile in einer Nervenheilanstalt untergebracht, dennoch ist seine kriminelle Energie ungebrochen. Mittels übersinnlicher Fähigkeiten manipuliert er Menschen in seiner Umgebung und sorgt selbst über seinen Tod hinaus für Angst und Chaos.

Der Film wurde aufgrund seiner regimekritischen Haltung 1933 von den Nationalsozialisten verboten. Fritz Lang selbst sagte über seinen Film, dass die Darstellung der allgemeinen Verunsicherung sowie die gesellschaftliche Instabilität durchaus als Parallele zu der Situation der Weimarer Republik zu verstehen ist. Der Klassiker des deutschen Films knüpft mit seiner Lichtsetzung eindrucksvoll an den filmischen Expressionismus an.

Hamlet

HAMLET

D 1920, Regie Svend Gade, Heinz Schall, Länge 110 Min
Darsteller: Asta Nielsen, Mathilde Brandt, Eduard von Winterstein

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Der erste Film, den der Weltstar Asta Nielsen mit ihrer eigenen Produktionsfirma 1920 drehte, war eine Neuinterpretation des Shakespeare-Stücks Hamlet. Die Handlung lehnt sich zwar eng an das bekannte Stück an, machte aber aus dem dänischen Thronfolger ein Mädchen, das zeit ihres Lebens verbergen muss, dass sie kein Knabe ist. Aus dem Drama um Mord, Rache, Liebe und Freundschaft wird auch ein Stück um Geschlechteridentität, und die androgyne Nielsen zur Idealbesetzung der Rolle des Dänenprinzen. Eine für das Herstellungsjahr seltene Einfärbung des Films mit zwei historischen Farbverfahren (tinting und toning) unterstützt seine Wirkung. Zudem wurde der Film mit zwei Kameras gedreht.
Erst seit der analogen Restaurierung des Hamlet durch das DIF steht dieser Film in seiner originalen Färbung und in der Fassung, die 1920 Premiere hatte, wieder zur Verfügung und ist nun auch als DCP erhältlich.

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins

AUF DER REEPERBAHN NACHTS UM HALB EINS

BRD 1954, Regie Wolfgang Liebeneiner
Darsteller: Hans Albers, Heinz Rühmann, Fita Benkhoff, Gustav Knuth

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Zwei der populärsten deutschen Schauspieler der 1940er und 1950er Jahre, Hans Albers und Heinz Rühmann, sind die Hauptdarsteller in diesem Klassiker des bundesdeutschen Nachkriegsfilms um Seebären und Reeperbahn-Romantik.

Des Teufels General

DES TEUFELS GENERAL

BRD 1954/55, Regie Helmut Käutner, Länge 117 Min
Darsteller: Curd Jürgens, Victor de Kowa, Marianne Koch.

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Nach dem Bühnenstück von Carl Zuckmayer erzählt der Film die Geschichte des Luftwaffengenerals Harras, der von der Nazi-Diktatur in den Freitod getrieben wird. Mit der Inszenierung von Helmut Käutner avancierte Curd Jürgens zum Weltstar und wurde bei den  Filmfestspielen in Venedig als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Die Sünderin

DIE SÜNDERIN

BRD 1950, Regie Willy Forst, Länge 87 Min
Darsteller: Hildegard Knef, Gustav Fröhlich.

 

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Hildegard Knef, gerade aus den USA nach Deutschland zurück gekehrt, provozierte in dem Melodram DIE SÜNDERIN durch eine eher unbedeutende Nacktszene einen der größten Skandale im Nachkriegsdeutschland.

Die Geierwally

DIE GEIERWALLY

BRD 1955, Regie Franz Cap (Frantisek Cáp), Länge 91 Min. Darsteller: Barbara Rütting, Franz Pfaudler

 

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Der Film des Regisseurs Franz Cap ist die dritte Verfilmung des Bergbauernromans von Wilhelmine von Hillern. Der Heimatfilm erzählt die Geschichte einer eigenwilligen Hoferbin, die allen Widerständen zum Trotz ihre Liebesheirat mit einem Jäger durchsetzt.

Die Leuchte Asiens

DIE LEUCHTE ASIENS

D/IND 1925
Regie Franz Osten
Länge 100 Min

 

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Der opulent ausgestattete und sorgfältig inszenierte Stummfilm erzählt die Geschichte des Religionsstifters und indischen Prinzen Gotma, der mit seinem höfischen Leben bricht und als Bettler auf Wanderschaft nach geistiger Erleuchtung sucht.

Der Schatz

DER SCHATZ

D 1923 / 25, Regie G.W Pabst, Länge 76 Min
Darsteller: Albert Steinrück, Werner Krauss.

 

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Der Film ist das unvergessliche Regiedebüt von Georg Wilhelm Pabst und gilt als das letzte große Werk des deutschen Filmexpressionismus. Der Film zeigt die verhängnisvolle Synthese zwischen Geld, Gier und Macht, ein Thema, das Pabst auch in seinen späteren Filmen beschäftigt.

Unheimliche Geschichten

UNHEIMLICHE GESCHICHTEN

D 1919, Regie Richard Oswald, Länge 110 Min
Darsteller: Anita Berber, Reinhold Schünzel, Conrad Veidt.

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Die Gruselgeschichten des frühen Kinos von Richard Oswald beeindrucken mit effektvollen Spannungsbögen. Die fünf Episoden des Films sind in eine Rahmenhandlung eingebettet: Tod, Teufel und Dirne steigen aus Gemälden und lesen sich zur Nachtunterhaltung die unheimlichen Geschichten vor. Es sind alptraumhaft-poetische als auch zutiefst traurige Geschichten, in denen die Vorleser immer wieder selbst auftreten.

TONBILDER AUS DEM ARCHIV DES DEUTSCHEN FILMINSTITUTS
Die Sammlung Neumayer Teil II (19 Titel)

D 1907 – 09, verschiedene Produzenten, ca. 67 Minuten.

LOHENGRIN Wenn ich im Kampf fuer dich siege_Elsa gazes heavenwards

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Bereits im Rahmen der Digitalisierungsoffensive 2013 wurden 14 sogenannten Tonbilder aus dem Filmarchiv des DIF erfolgreich bearbeitet. Es sind kurze, einaktige Filme aus den Anfangsjahren des Kinos zwischen 1903 und 1914. Sie wurden hergestellt, indem eine zuvor separat besprochen bzw. vorzugsweise besungene Grammophonplatte für die nachträgliche Aufnahme der Bilder mit einer Kamera synchron abspielte. Die so entstandenen Filme wurden mit einem Projektor, der ebenfalls synchron zu einem Schallplattenspieler lief, abgespielt. Die Filme hatten einen recht homogenen Inhalt: Tänze, Opernarien, Varietészenen. Von den in hoher Stückzahl hergestellten Filmen sind nur wenige Originalmaterialien erhalten. Das Filmarchiv des DIF besitzt neben den bisher bearbeiteten Titeln noch weitere, heute sehr seltene Filme im originalen Nitrozellulosematerial

TONBILDER AUS DEM ARCHIV DES DEUTSCHEN FILMINSTITUTS
Die Sammlung Neumayer Teil I  (14 Titel)

D 1907 – 09, verschiedene Produzenten, ca. 50 Min

RIGOLETTO Quartett

 

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