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Cinéfête – Das französische Schulfilmfestival

Cinéfête 19

Kinosaal statt Klassenzimmer heißt es beim französischen Schulfilmfestival Cinéfête. Klassen aller Jahrgangsstufen sehen preisgekrönte und ausgewählte französische Filme im Original mit Untertiteln.

Vom 8.11. bis 14.11.2018 ist Cinéfête wieder in Frankfurt am Main zu Gast. Organisiert vom Deutschen Filminstitut – DIF e.V., findet es im Kino des Deutschen Filmmuseums, dem CineStar Metropolis und dem FilmForum Höchst statt.

Die Veranstaltung steht auch in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft des Gesandten für Kultur der französischen Botschaft und des Hessischen Kultusministers. Der Besuch einer Kinovorstellung ist als Unterrichtszeit anerkannt.

Für Schüler beträgt der Preis pro Karte 4 €; Lehrkräfte haben freien Eintritt.

 

Programmübersicht

Hier finden Sie das Programm für das Kino des Deutschen Filmmuseums und das CineStar Metropolis.

Das Programm für das Filmforum Höchst wird demnächst hier zu finden sein.

 

Reservierung

Bitte verwenden Sie zur Anmeldung unbedingt das Anmeldeformular.
Ihre Anmeldung nehmen wir gerne ab dem 1. Oktober bis 2. November entgegen (sofern noch Plätze verfügbar sind, auch darüber hinaus).

 

Filmauswahl Cinéfête 19

Das französische Schulfilmfestival bietet die Gelegenheit, sieben Filme aus Frankreich im Original mit deutschen Untertiteln zu entdecken. Schülerinnen und Schüler werden an die französische Sprache und Kultur herangeführt und nehmen so Teil am gegenseitigen Dialog. Die ausgewählten Filme zeichnen sich insbesondere durch eine Mischung aus pädagogischem Anspruch, altersgerechter Unterhaltung sowie künstlerischem Wert aus.

 

CHERCHEZ LA FEMME Voll Verschleiert
Frankreich 2017. R: Sou Abadi. 85 Min. FSK: 6.
Schulklasse: Sekundarstufe I 9. – 10. Klasse, Sekundarstufe II 11. – 13. Klasse

CHERCHEZ LA FEMME Voll Verschleiert

In der unterhaltsamen und flotten Verwechslungskomödie gerät die Pariser Studentin Leila mit ihrem Bruder Mahmoud aneinander. Nach einem Urlaub in der Heimat möchte dieser einen konservativen Lebensweg einschlagen und über seine Familie bestimmen. Darunter leidet nicht nur Leila, sondern auch ihr Partner Armand, der ab sofort Besuchsverbot hat. Die Lösung kommt in Form des Schleiers – Armand gibt sich als verhüllte Scheherazade aus und gibt vor, Leila Sprache und Kultur des Orients beizubringen. Ein guter Plan, jedoch konnte keiner damit rechnen, dass Mahmoud ein Auge auf die mysteriöse Schöne wirft und sie sogar zur Braut machen will.
Mit „Voll Verschleiert“ entschärft die im Iran geborene Französin Sou Abadi gesellschaftlich schwierige Themen wie Religion, Radikalismus und Geschlechterrollen und beweist, dass sich mit einem leichten Augenzwinkern über alles besser reden lässt.

 

DEMAIN ET TOUS LES AUTRES JOURS Tomorrow and Thereafter
Frankreich 2017. R: Noémie Lvovsky. 91 Min.
Schulklasse: Sekundarstufe I  5. – 10. Klasse

 DEMAIN ET TOUS LES AUTRES JOURS Tomorrow and Thereafter

Für Mathilde ist kein Tag wie der Andere. Die 9-Jährige lebt bei ihrer Mutter, doch diese leidet an einer psychischen Erkrankung und kann sich nicht immer um ihre Tochter kümmern. Die guten und schlechten Tage formen die außergewöhnliche Mutter-Tochter-Beziehung und lassen Mathilde sehr früh lernen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen. Gleichzeitig ärgert sie sich über ihre Situation und wünscht sich, eine „normale“ Familie zu haben. In schwierigen Zeiten kann Mathilde sich auf ihr Haustier verlassen, eine gesprächige Eule, die mit dem Mädchen nicht nur Abenteuer unternimmt, sondern sich auch als vertrauensvoller Zuhörer erweist.
Irgendwo zwischen Märchen, Drama und Abenteuer befindet sich „Demain et tous les autres jours“. Universelle Themen wie die Dynamik einer Eltern-Kind-Beziehung verbindet der Film mit einer herzlichen Ode an die zügellose Fantasie der Kindheit.

 

KISS AND CRY
Frankreich 2017. R: Chloé Mahieu, Lila Pinell. 78 Min.
Schulklasse: Sekundarstufe I 7. – 10. Klasse

KISS AND CRY

Ein ganz normales Leben führt die fünfzehnjährige Sarah nicht: vor und nach der Schule bereitet sich die Eiskunstläuferin auf die Wettbewerbe des Wochenendes vor. Ihre Familie unterstützt sie, die eigene Mutter ist ihr Coach und das Familienleben dreht sich um ihre Karriere. Diesem von außen aufgesetzten Druck standzuhalten, diesen streng geregelten Alltag zu akzeptieren, das fällt einem mit 10 bestimmt leichter als mitten in der Pubertät. Wie wird sich die zwischen Ambition, Freiheitsdrang und Emanzipationswillen gerissene Sarah selbst behaupten?
Dieser dokumentarisch anmutende Film veranschaulicht auf sehr persönliche Weise die inneren Konflikte der Adoleszenz und die einhergehende Suche nach sich selbst, die jede/n Schüler/in anspricht.

 

LE GRAND MÉCHANT RENARD ET AUTRES CONTES Der Kleine Fuchs Und Seine Freunde – Das Große Kinoabenteuer
Frankreich/Belgien 2017. R: Patrick Imbert, Benjamin Renner. 80 Min. FSK 0.
Schulklasse: Grundschule 1. – 4. Klasse

LE GRAND MÉCHANT RENARD ET AUTRES CONTES Der Kleine Fuchs Und Seine Freunde - Das Große Kinoabenteuer

Auf dem Hof Val Fleuri ist bei den Tieren keine Langeweile zu spüren. Hier wird es in drei Episoden bewiesen. In der ersten wird ein Schwein von einem faulen Storch damit beauftragt, ein Baby nach Avignon auszuliefern. In der zweiten stiehlt ein Fuchs Eier und soll dann die drei Küken im Wald selbst erziehen, während der Wolf auf sie hungrig lauert und die Henne ihre gnadenlose Rache plant. Zum Finale sind eine Ente und ein Hase davon überzeugt, dass die den Weihnachtsmann getötet haben, und fühlen sich deshalb verpflichtet, das Weihnachtsfest zu retten.
„Der kleine Fuchs und seine Freunde – Das große Kinoabenteuer“ ist animierter Spaß für die jungen Filmfreund*innen, basierend auf der langen, beliebten französisch-belgischen Comic-Tradition, die Klassiker wie „Asterix“ oder „Lucky Luke“ hervorbrachte.

 

PATIENTS Lieber Leben
Frankreich 2016. R: Mehdi Idir, Fabien Marsaud. 112 Min. FSK: 6.
Schulklasse: Sekundarstufe I 7. – 10. Klasse, Sekundarstufe II 11. – 13. Klasse

PATIENTS Lieber Leben

Was tun, wenn nichts mehr geht? Noch vor wenigen Tagen führte Paul ein ganz normales Leben, jetzt ist der junge Sportler Patient in einer Reha-Klinik. Ein Unfall hat ihn vom Kopf abwärts gelähmt, seine Chancen auf Heilung sind unklar. „Lieber leben“ begleitet seinen Protagonisten bei der Suche nach einem neuen Einstieg, nachdem alles auf Null gesetzt wurde. Dabei bekommt er jede Menge Hilfe, von Therapeuten, Familie und neuen wie alten Freunden. Schnell merkt Paul, wie man selbst die schwierigste Zeit positiv drehen kann: Gemeinsamkeit, Austausch, eine Portion Alltagshumor und vielleicht sogar etwas Flirten.
Es ist eine große Stärke des französischen Kinos, sich komplizierten Themen mit Witz und Feingefühl anzunähern, hier erzählt Co-Regisseur Fabien Marsaud aus seiner eigenen Vergangenheit und macht sie zu einer authentischen und unterhaltsamen Geschichte.

 

UN SAC DE BILLES Ein Sack voll Murmeln
Frankreich/Kanada/Tschechien 2017. R: Christian Duguay. 113 Min. FSK: 12.
Schulklasse: Sekundarstufe I 7. – 10. Klasse, Sekundarstufe II 11. – 13. Klasse

UN SAC DE BILLES Ein Sack voll Murmeln

In der deutsch besetzten Hauptstadt fürchtet die Familie des jüdischen Friseurs Roman Joffo um ihr Leben. Um von den Nazis nicht entdeckt zu werden, teilen die Familienmitglieder sich auf, verleugnen ihr Judentum und flüchten aus Paris. Der Film folgt den beiden jüngsten Brüdern Joseph und Maurice auf ihrer Reise. In mehreren Etappen und über mehrere Jahre durchqueren die Brüder das Land, stets begleitet von der Angst, entdeckt zu werden und der Hoffnung, ihre Familie lebendig wiederzusehen.
Emigration und Flucht sind wichtige und bewegende Themen in der heutigen Gesellschaft. „Ein Sack voll Murmeln“ erzählt die zeitlose Geschichte einer Vertreibung aus Sicht der Vertriebenen. Eine historische Lehrstunde, basierend auf dem autobiographischen Roman von Joseph Joffo und inszeniert als dramatisches Abenteuer.

 

À VOIX HAUTE – LA FORCE DE LA PAROLE
Frankreich 2016. R: Stéphane de Freitas, Ladj Ly. 99 Min. Dokumentarfilm.
Schulklasse: Sekundarstufe II 11. – 13. Klasse, Sekundarstufe I 10. Klasse

À VOIX HAUTE - LA FORCE DE LA PAROLE

Wie kann man vor einem großen Publikum sprechen, wenn man sich von vorn herein gesellschaftlich ausgeschlossen fühlt? „À voix haute“ zeigt, wie Student*innen eines Pariser Banlieues auf den Rhetorikwettbewerb Eloquentia vorbereitet werden. Darunter auch Jugendliche, die auf Grund von Herkunft oder Vergangenheit zunächst wenig Perspektiven hatten. Im Zuge des Trainings wachsen sie als Gruppe zusammen und merken, dass sie mit dem Einsatz von Sprache und Rhetorik aktiv ihre eigene Zukunft gestalten und Worte als Instrumente ihrer Integration nutzen können.
Die Tradition der öffentlichen Debatte wird an französischen Schulen wenig gefördert. Der Film zeigt, wie Jugendliche aus den Banlieues mit Hilfe von Sprache und Kommunikation den Kampf gegen die Ausgrenzung gewinnen können.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von

AG Kino

Die Veranstaltungen im CineStar Metropolis finden mit freundlicher Unterstützung der SAALBAU GmbH statt.

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