XAVIER DOLAN

i killed my mother

Seit seinem Debütfilm I KILLED MY MOTHER (CA 2009) ist Xavier Dolan der Shooting-Star der Arthouse-Szene. Seine ersten drei Filme feierten bei den Filmfestspielen in Cannes ihre Premiere. Für seinen fünften Film erhielt er 2014 dort den Preis der Jury, den er sich mit Altmeister Jean-Luc Godard teilte. Zu diesem Zeitpunkt war Xavier Dolan 25 Jahre alt. Dolan ist nicht nur Regisseur, er schreibt Drehbücher, produziert Filme, spielt in seinen Filmen oft Hauptrollen und ist nebenbei ein gefragter Synchronsprecher. Dolan will mit seinen Filmen beim Publikum Emotionen erzeugen, stellt Menschen in Krisensituationen in den Mittelpunkt und überrascht immer wieder mit extravaganten Stilmitteln. In dieser Reihe sind seine fünf Langfilme zu sehen.

I KILLED MY MOTHER

Kanada 2009. R: Xavier Dolan
D: Anne Dorval, Xavier Dolan, Francois Arnaud. 100 Min. 35mm OmU

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Mit seinem Regiedebüt, das er im Alter von 20 Jahren in Cannes vorstellte, erwarb sich Xavier Dolan den Ruf eines Wunderkindes. I KILLED MY MOTHER ist gespickt mit visuellen Finessen und Zitaten. Der Film handelt von dem 16-jährigen Hubert, der zusammen mit seiner Mutter in Quebec lebt. Die Beziehung ist derart kompliziert und hasserfüllt, dass Hubert in der Schule vor versammelter Klasse den Tod seiner Mutter verkündet. Gleichzeitig erlebt er mit Antonin seine erste Liebesbeziehung. Zu seinem Entsetzen schickt seine Mutter ihn wegen seiner anhaltenden Rebellion ausgerechnet jetzt auf ein Internat.

Dienstag, 02.06.2015
20:30 Uhr

Donnerstag, 11.06.2015
18:00 Uhr

LAURENCE ANYWAYS

Kanada/Frankreich 2012. R: Xavier Dolan
D: Melvil Poupaud, Suzanne Clément, Nathalie Baye. 168 Min. DCP. OmU

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Mitte der 1980er Jahre in Montreal: Der Literaturlehrer Laurence und seine Freundin Fred, eine extrovertierte Regie-Assistentin, leben zusammen ein Bohème-Leben und genießen ihre Liebe. Als Laurence an seinem 30. Geburtstag offenbart, dass er sich seit jeher als Frau gefühlt hat und von nun an als Frau leben möchte, bricht für Fred eine Welt zusammen und das Paar muss sich der Frage stellen, ob seine Liebe noch Bestand hat. Wie in den beiden vorhergehenden Filmen von Xavier Dolan stehen die Emotionen im Vordergrund, ästhetisch begleitet von schriller Retro-Deko und einem Musik-Rausch von New-Romantic-Pop bis Beethoven.

Donnerstag, 04.06.2015
17:30 Uhr

Dienstag, 09.06.2015
20:15 Uhr

LES AMOURS IMAGINAIRES Herzensbrecher

Kanada 2010. R: Xavier Dolan
D: Monia Chokri, Niels Schneider, Xavier Dolan. 101 Min. 35mm. OmU

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Auch der zweite Film Xavier Dolans kommt frech und stilbewusst daher, als komödiantische Dreiecksbeziehung über die Liebe und das Verliebtsein. Francis und Mary sind beste Freunde, bis ihnen eines Nachts Nick, gespielt von Xavier Dolan, begegnet, der gerade vom Land nach Montreal gezogen ist. Ohne es zugeben zu wollen, verfallen beide dem blondgelockten Jüngling und tun alles, um ihm zu gefallen. Nick hält sich herausfordernd bedeckt und spielt mit der Sehnsucht seiner beiden Bewunderer. Bald stehen diese am Abgrund eines Liebesduells, das droht, ihre Freundschaft zu zerstören.

Freitag, 12.06.2015
20:30 Uhr

Sonntag, 14.06.2015
17:00 Uhr

TOM À LA FERME Sag nicht, wer Du bist

Kananda/Frankreich 2013
D: Lise Roy, Pierre-Yves Cardinal, Xavier Dolan. 103 Min. DCP. OmU

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Der junge Tom aus Montreal fährt aufs Land, um am Begräbnis seines verunglückten Lovers teilzunehmen. Als er auf dem einsamen Hof der Familie eintrifft, wird er von niemandem erwartet. Die Mutter Agathe weiß noch nicht einmal, dass ihr Sohn schwul war. Und der ältere Bruder Francis macht ihm schnell klar, dass das so bleiben muss. Überrumpelt gibt der von Xavier Dolan gespielte Tom nach – und lässt sich auf den unberechenbaren Heißsporn ein, der eine ganz eigene Anziehungskraft auf ihn ausübt.

Donnerstag, 18.06.2015
18:00 Uhr

Freitag, 26.06.2015
20:30 Uhr

MOMMY

Kanada 2014. R: Xavier Dolan
D: Antoine-Olivier Pilon, Anne Dorval, Suzanne Clément, Patrick Huard. 139 Min. DCP OmU

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In MOMMY versucht die alleinerziehende Witwe Diane Després ihrem hyperaktiven, an ADHS leidenden und zu Gewaltausbrüchen neigenden Sohn Steve einen Halt zu geben. Eigentlich hatte sie ihn aus Überforderung in ein Heim abgegeben, doch sie holt ihn nun wieder zurück, da niemand sonst mit ihm fertig wird. Unterstützung erhält sie von der Nachbarin Kyla, einer Lehrerin, die unter einem traumatisch bedingten Sprachfehler leidet. Gemeinsam versuchen sie, das Leben zu meistern.

Dienstag, 23.06.2015
20:30 Uhr

Sonntag, 28.06.2015
18:00 Uhr

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