KINO & COUCH

WE NEED TO TALK ABOUT KEVIN

we need to talk about kevin

Mutterbeziehungen und Mutterbilder spielen in filmischen Darstellungen oftmals eine zentrale Rolle. Bedürfnisse und Sehnsüchte, schwer zu lösende Bindungen und dramatische Abgrenzungen bilden ein schier undurchdringliches Geflecht. Sigmund Freud sah in der Mutter die erste Verführerin des Kindes, der die primäre Liebe ebenso gilt wie abgrundtiefer Hass. In der Reihe Kino und Couch zeigt das Deutsche Filmmuseum zusammen mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut ausgewählte Filme, die den Geheimnissen der Mütter nachspüren. An die Vorführung schließt sich ein Dialog aus psychoanalytischer und filmwissenschaftlicher Perspektive sowie eine Diskussion mit dem Publikum an.

 

WE NEED TO TALK ABOUT KEVIN

USA/GB 2011. R: Lynne Ramsay.
D: Tilda Swinton, Ezra Miller, John C. Reilly. 112 Min. 35mm. OmU

We Need to Talk About Kevin 06

Die Geschichte über eine gescheiterte Mutter-Sohn- Beziehung wird konsequent aus der Sicht der Hauptfigur Eva erzählt, die Tilda Swinton brillant verkörpert. Schon kurz nach der Geburt ihres Sohnes Kevin scheint sie mit der Verantwortung überfordert und registriert erstaunt das Fehlen jeglicher Zuneigung dem Sohn gegenüber. Mit den Jahren bildet sich eine immer größere Distanz, die sich in Furcht verwandelt, als Eva die Neigung Kevins zu Gewalt, etwa gegenüber seiner kleinen Schwester, entdeckt. Alles läuft auf eine Tragödie zu, die Regisseurin Lynne Ramsay erst nach und nach in ihrem ganzen Ausmaß entschlüsselt.

 

Donnerstag, 19.09.2013
20 Uhr

Filmwissenschaftlicher Kommentar:
Werner Schneider- Quindeau
Psychoanalytischer Kommentar:
Jörg Scharff

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