STEPHEN DALDRY

gefaehrliche begegnung

Stephen Daldry, geboren 1961 im britischen Dorset, entdeckte schon in jungen Jahren sein Interesse am Theater. Nach einem Englisch-Studium und einer Ausbildung zum Clown führte er auf zahlreichen Bühnen Regie und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Laurence Olivier Theatre Award. Parallel zu seiner Theaterkarriere begann er mit dem Filmemachen. Nach dem Kurzfilm EIGHT (1998) über einen achtjährigen Fußballfan drehte er BILLY ELLIOT – I WILL DANCE, der ein internationaler Erfolg wurde. 2012 war er Regisseur der Eröffnungs- und Abschlussfeier der Olympischen Spiele in London. Für EXTREMELY LOUD & INCREDIBLY CLOSE erhielt er bei der Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises den Internationalen Literaturfilmpreis.

BILLY ELLIOT Billy Elliot – I will dance

Großbritannien 2000. R: Stephen Daldry
D: Jamie Bell, Julie Walters. 110 Min. 35mm. OmU

Stephen Daldrys weltweit erfolgreiches, vielfach ausgezeichnetes Spielfilmdebüt erzählt von dem elfjährigen Billy Elliot, der mit seinem verwitweten Vater Jackie und seinen Geschwistern in einer Arbeitersiedlung lebt. Während um die Familie herum der Minenarbeiterstreik der Jahre 1984/85 tobt, will Jackie seinen Sohn zum Boxsport animieren. In der Turnhalle ist es aber vielmehr der Ballettkurs, der Billy fasziniert. Heimlich besucht er die Ballettstunden, und sein Trainer erkennt die besondere Begabung des Jungen, die sich auch gegen den Widerstand seiner Familie durchsetzt.

Freitag, 14.12.2012
18:00 Uhr

Samstag, 15.12.2012
20:30 Uhr

EXTREMELY LOUD & INCREDIBLY CLOSE

Extrem laut und unglaublich nah USA 2011. R: Stephen Daldry
D: Tom Hanks, Sandra Bullock. 129 Min. DCP. OmU

Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 verliert der elfjährige Oskar seinen Vater Thomas. Aus der Perspektive des Jungen spürt der Film einem kollektiven Trauma nach. Der Film erhielt den Internationalen Literaturfilmpreis beim Hessischen Film- und Kinopreis 2012 mit der Begründung: „Jonathan Safran Foers Roman scheint in seiner Vielschichtigkeit und erzählerischen Dichte als kaum verfilmbar. Stephen Daldry ist es gelungen, durch seine sehr eigene Lesart und durch Reduktion keine klassische Literaturadaption zu inszenieren, sondern ein ganz eigenes Meisterwerk zu schaffen.“

Freitag, 21.12.2012
18:00 Uhr

Sonntag, 23.12.2012
21:00 Uhr

THE HOURS The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit

USA 2002. R: Stephen Daldry
D: Nicole Kidman, Julianne Moore, Meryl Streep. 114 Min. 35mm. OF

Stephen Daldry verwebt in vielschichtiger Parallelmontage das Schicksal dreier Frauen. Im Zentrum steht die Schriftstellerin Virginia Woolf, die 1923 die Arbeit an ihrem Roman „Mrs. Dalloway“ beginnt, der einen Tag im Leben der fiktiven High-Society-Lady Clarissa Dalloway beschreibt. Im Kalifornien des Jahres 1951 liest die unglücklich verheiratete Hausfrau Laura Brown das Buch, das sie ermutigt, ihr Leben zu verändern. In der Gegenwart steht Clarissa Vaughan, die eine Geburtstagsparty für einen an Aids erkrankten Freund ausrichtet, für eine moderne Version der Mrs. Dalloway.

Dienstag, 25.12.2012
20:30 Uhr

Samstag, 29.12.2012
20:30 Uhr

THE READER Der Vorleser

USA/DE/GB 2008. R: Stephen Daldry
D: Kate Winslet, David Kross, Ralph Fiennes. 124 Min. 35mm. OmU

Der 15-jährige Michael Berg beginnt im Jahre 1958 eine Affäre mit der 21 Jahre älteren Straßenbahnschaffnerin Hanna Schmitz. In ihrer Wohnung führt sie ihn in die Liebe ein, und er liest ihr aus der Weltliteratur vor. Jahre später erfährt er, dass Hanna während des Zweiten Weltkrieges als KZ-Aufseherin für den Tod von mehr als 300 jüdischen Frauen verantwortlich war. Der Film nach der Romanvorlage Bernhard Schlinks findet eine objektive, doch in ihrer Eindringlichkeit wirksame filmische Sprache zur Darstellung des moralischen Konflikts der Hauptfigur. Sein dritter Film brachte Stephen Daldry die dritte Oscar®-Nominierung ein.

Mittwoch, 26.12.2012
20:30 Uhr

Sonntag, 30.12.2012
20:30 Uhr

Newsletter abonnieren!
© 2017 Deutsches Filminstitut, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main