Science-Fiction vor & nach „2001“

2001
Begleitend zur Sonderausstellung sind sowohl Filme, die Kubricks Werk 2001: A SPACE ODYSSEY beeinflusst haben, als auch von ihm beeinflusste Filme zu sehen.

DESTINATION MOON  Endstation Mond

USA 1950. R: Irving Pichel
D: John Archer, Warner Anderson, Tom Powers. 91 Min. 35mm. OF

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Irving Pichel, der in der McCarthy-Ära auf der Hollywood-Blacklist stand, inszenierte 1950 den ersten bemannten Mondflug der USA. Mit seinem hohen Grad an Authentizität und technischem Anspruch schuf er ein Pionierwerk des modernen Science-Fiction-Films. Kubricks 2001: A SPACE ODYSSEY knüpfte später an einige visionäre Aspekte des farbenprächtigen Raumfahrtabenteuers an. Der dokumentarische Vorfilm UNIVERSE beeinflusste maßgeblich Kubricks Effektarbeit, und Off-Erzähler Douglas Rain wurde zur Stimme von HAL.

Vorfilm: UNIVERSE Der Himmel über uns (Kanada 1960. R: Roman Kroitor, Colin Low. 29 Min. 35mm. OF)

Dienstag, 01.05.2018
18:00 Uhr

Mittwoch, 02.05.2018
21:00 Uhr

Originale Technicolor Farbdruck-Kopie

FORBIDDEN PLANET  Alarm im Weltall

USA 1956. R: Fred McLeod Wilcox
D: Walter Pidgeon, Anne Francis, Leslie Nielsen. 98 Min. 35mm. OF

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Auf der Spur ihrer Vorgängermission landet ein Team um Weltraumkapitän Adams (Leslie Nielsen) auf dem Planeten Altair-4. Dort treffen sie auf die einzigen Überlebenden, einen Wissenschaftler, seine Tochter und ihren Roboter. FORBIDDEN PLANET ist mit liebevollen Animationen auf dem damals neuesten Stand der Technik einer der bis dato teuersten Filme des Genres und basiert lose auf William Shakespeares The Tempest. Er gilt als einer der einflussreichsten Science-Fiction-Filme der 1950er und inspirierte unter anderem STAR TREK und STAR WARS.

Freitag, 04.05.2018
18:00 Uhr

Sonntag, 06.05.2018
20:30 Uhr

IKARIE XB 1

Tschechoslowakei 1963. R: Jindřich Polák
D: Zdeněk Štěpánek, Radovan Lukavský, František Smolík. 88 Min. 35mm. OmeU

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Einer der Science-Fiction-Filme, die Stanley Kubrick besonders beeindruckt haben sollen, war IKARIE XB 1: In dieser Stanisław-Lem-Adaption reist eine internationale Weltraumcrew im Jahr 2163 auf der Suche nach außerirdischem Leben zum Stern Alpha Centauri. Der Film findet dabei sowohl Bilder für die Eintönigkeit der Weltraumreise als auch für psychologische Konflikte innerhalb des Teams. Kubrick, der besonders vom visuellen Stil und der Ernsthaftigkeit des Stoffes überzeugt war, ließ sich, angefangen vom Design des Raumschiffs und seiner hexagonalen Korridore hin zu den Raumanzügen der Besatzung, von Poláks Film inspirieren.

Mittwoch, 09.05.2018
18:00 Uhr

Samstag, 12.05.2018
20:30 Uhr

THX 1138

USA 1971. R: George Lucas
D: Robert Duvall, Donald Pleasence, Maggie McOmie. 88 Min. 35mm. OF

THX

In einer vollcomputerisierten unterirdischen Stadt ungefähr im 25. Jahrhundert stehen die Menschen unter ständigem Medikamenteneinfluss und totaler Kontrolle. Das Individuum THX 1138 ist die als „Glück“ ausgegebenen kybernetischen Zwänge leid und versucht, der absoluten Ordnung zu entfliehen. George Lucas‘ Erstlingsfilm ist ein komplexer und vielschichtiger Science-Fiction-Entwurf und zugleich eine Auseinandersetzung mit den Gefahren eines technokratischen, ganz auf maximale Funktionalität ausgerichteten Überwachungsstaates.

Vorfilm: Electronic Labyrinth: THX 1138 4EB (USA 1967. R: George Lucas 15 Min. Digital. OF)

Freitag, 11.05.2018
18:00 Uhr

Mittwoch, 16.05.2018
20:30 Uhr

SILENT RUNNING  Lautlos im Weltraum

USA 1972. R: Douglas Trumbull
D: Bruce Dern, Cliff Potts, Ron Rifkin. 89 Min. 35mm. OF mit schwed. UT

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SILENT RUNNING markierte das Regie-Debüt von Douglas Trumbull, der zuvor als special effects supervisor von 2001: A SPACE ODYSSEY (UK/US 1968, R: Stanley Kubrick) Bekanntheit erlangt hatte. Die Handlung des Films ist – augenzwinkernd – im Jahr 2001 angesiedelt: Auf der Erde ist sämtliche Flora und Fauna ausgestorben. Letzte Überreste werden in mehreren Raumschiffen konserviert und vom Botaniker Freeman Lowell betreut. Als der Befehl zur Vernichtung der Biotope gegeben wird, setzt Lowell alles daran, dies zu verhindern. Ideen, die in der Zusammenarbeit mit Kubrick entstanden waren, verband Trumbull hier mit ökologischen Themen der Zeit.

Freitag, 18.05.2018
18:00 Uhr

Montag, 21.05.2018
20:30 Uhr

DARK STAR

USA 1974. R: John Carpenter
D: Dan O’Bannon, Cal Kuniholm, Brian Narelle. 83 Min. 35mm. DF

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Seit 20 Jahren ist die Crew der Dark Star im All unterwegs, um instabile Planeten in zu kolonisierenden Sonnensystemen zu sprengen. Nach all den Jahren der Beengung, Routine und Langeweile hat sich Lethargie breitgemacht – bis es zu einem folgenschweren Unfall kommt. Als Studienarbeit mit geringstem Budget realisiert und nachträglich zum Kino-Debüt ausgearbeitet, ist DARK STAR das Produkt der Zusammenarbeit von Genre- Altmeister John Carpenter und Dan O’Bannon, dem späteren Drehbuchautor von ALIEN. Seinen Kultstatus hat der Film vor allem durch seine vielen narrativen und visuellen Anspielungen auf Kubricks 2001 erlangt.

Samstag, 19.05.2018
20:30 Uhr

Samstag, 26.05.2018
22:30 Uhr

SIGNALE – EIN WELTRAUMABENTEUER

DDR/PL 1970. R: Gottfried Kolditz
D: Piotr Pawlowski, Evgenij Žarikov, Gojko Mitić. 90 Min. 35mm

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Mitte des 21. Jahrhunderts startet eine Mission ins Weltall, um ein verschollenes Raumschiff zu suchen. Einer von zwei Genre-Filmen aus der DDR, die unmittelbar nach 2001: A SPACE ODYSSEY entstanden und sichtlich von Kubricks Film beeinflusst wurden. Besondere Sorgfalt galt den Trickaufnahmen, amüsant sind einige inhaltliche Schlenker.

Sonntag, 20.05.2018
20:30 Uhr

MOON

Großbritannien 2009. R: Duncan Jones
D: Sam Rockwell, Dominique McElligott. 97 Min. Blu-ray. OmU

moon

Ein einsamer Arbeiter ist für einen Energiekonzern auf dem Mond stationiert. Sein einziger direkter „Sozialkontakt“ ist ein Computerassistent (eine Referenz an HAL) und seine psychische Verfassung verschlechtert sich zusehends. In der Tradition „intelligenter“ Science Fiction wie SOLARIS und 2001: A SPACE ODYSSEY thematisiert Jones anspielungsreich philosophische Fragen.

Donnerstag, 24.05.2018
18:00 Uhr

Freitag, 25.05.2018
20:30 Uhr

CONTACT

USA 1997. R: Robert Zemeckis
D: Jodie Foster, Matthew McConaughey, James Woods. 150 Min. 35mm. OmU

contact

Einer jungen Astrophysikerin gelingt es, eine Nachricht von dem entfernten Stern Wega zu empfangen und zu entschlüsseln: der Bauplan eines Raumschiffes, das einen Menschen zur Wega befördern könnte. Der eher philosophische Ansatz von CONTACT hebt sich von den Effekt-Spektakeln ab, die das Science-Fiction-Genre in den 1990ern dominierten.

Sonntag, 27.05.2018
20:30 Uhr

Mittwoch, 30.05.2018
20:30 Uhr

 

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