SCHULKINOWOCHEN 2015

die abenteuer der giraffe zarafada

Die SchulKinoWochen Hessen (9. bis 20. März 2015) präsentieren auch in diesem Jahr spannende Filme für Kinder und Jugendliche im Kino des Deutschen Filmmuseums!

Ticket-Reservierung unter: 069/961 220 681

PANZERKREUZER POTEMKIN

UdSSR 1925. R: Sergej M. Eisenstein. 75 Min. Historienfilm, (Anti-)Kriegsfilm
FSK 12, empfohlen von 16 Jahren an

"Panzerkreuzer Potemkin" SU 1925

Russland im Jahr 1905: Revolutionäre Aufstände sind im russischen Kaiserreich an der Tagesordnung – auch in der Hafenstadt Odessa brauen sich Unruhen zusammen. Unter den Matrosen des Panzerkreuzers „Fürst Potemkin“ herrscht wegen verdorbener Verpflegung eine explosive Stimmung, die in einen Aufstand gegen die zaristischen Offiziere umschlägt. Die Bevölkerung eilt am Hafen zusammen, um sich mit den meuternden Matrosen zu solidarisieren. Doch plötzlich wird die Menge von anstürmenden zaristischen Truppen gewaltsam auseinander getrieben und beschossen. Es folgt die wohl berühmteste Szene der Filmgeschichte: die Potemkinsche Treppe. Als Auftragsarbeit zum 20-jährigen Jubiläum der Geschehnisse von 1905 stellte Eisenstein der revolutionären Bewegung mit dem PANZERKREUZER POTEMKIN die ästhetische Revolution des Films zur Seite. Dank seiner wegbereitenden Kamera- und Montagetechnik hat das Meisterwerk bis heute nichts von seiner Wirkungskraft verloren.

Montag, 09.03.2015
09:00

Mit Filmgespräch (Auftaktveranstaltung)

BITTE KARTEN RESERVIEREN UNTER: 069/961 220 681

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DIE ABENTEUER DER KLEINEN GIRAFFE ZARAFA

Frankreich, Belgien 2011. R: Rémi Bezançon, Jean-Christophe Lie
78 Min. Animationsfilm. FSK o.A., empfohlen von 7 Jahren an

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In einem kleinen Dorf im Herzen Afrikas lauschen die Kinder gebannt den Geschichten eines alten, weisen Mannes. Er erzählt von den Abenteuern des Jungen Maki, der einst auf der Flucht vor einem Sklavenhändler Freundschaft mit der Baby-Giraffe Zarafa schloss. Doch Zarafa gerät in die Fänge eines Handlangers des ägyptischen Paschas, der sie dem König von Frankreich als Geschenk schicken will und sich im Gegenzug Hilfe gegen die einrückenden Türken erhofft. Während Zarafa spektakulär per Heißluftballon über das Mittelmeer und durch die Schneestürme der Alpen nach Paris verfrachtet wird, weicht Maki nicht von ihrer Seite. Aber die Zeit vergeht; Zarafas Hals wird lang und länger … Schließlich muss Maki sich von ihr trennen und an die eigene Zukunft denken. Der leise erzählte Abenteuerfilm, der Spannung, Emotionalität und beeindruckende Naturszenarien verbindet, sensibilisiert für Natur- und Artenschutz sowie für Freiheit als wichtigstes Gut im Leben.

Dienstag, 10.03.2015
08:30 Uhr

Dienstag, 17.03.2015
09:00 Uhr

BITTE KARTEN RESERVIEREN UNTER: 069/961 220 681

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JACK

Deutschland 2014. R: Edward Berger
98 Min. Abenteuer, Drama. FSK 6, empfohlen von 14 Jahren an

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Mit seinen zehn Jahren trägt Jack schon viel Verantwortung: Er schmeißt den Haushalt, kocht für seinen sechsjährigen Bruder Manuel und läuft allein durch Berlin. Die beiden Jungs leben bei ihrer Mutter Sanna, die ihre Kinder liebt, jedoch viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Sie ist noch sehr jung, will tanzen und feiern und endlich den Mann finden, der es ernst mit ihr meint. Als Jack nach einem Vorfall ins Heim kommt und Sanna ihn am letzten Schultag vor den Sommerferien nicht wie verabredet abholt, holt er Manuel ab und macht sich mit ihm auf die Suche nach ihrer Mutter. Ohne Halt und über mehrere Tage ziehen die beiden durch die Großstadt, wobei niemandem aufzufallen scheint, dass sie ganz alleine sind. Hauptgegenstand des Films ist die Gefühlswelt von Jack, an die der Regisseur durch lange Plansequenzen, den Verzicht auf schnelle Montage und Totalen so nah wie möglich – und gleichzeitig beobachtend – herantritt.


Dienstag, 10.03.2015
11:00 Uhr

BITTE KARTEN RESERVIEREN UNTER: 069/961 220 681

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LUCAS PRÄSENTIERT:

Bei den SchulKinoWochen zeigt LUCAS den preisgekrönten niederländischen Film BOUWDORP/BAUMHAUSKÖNIGE. Die Fachjury lobte die dynamische Bildgestaltung, die tolle Leistung der Schauspieler und ein brillantes Drehbuch, das originell und zeitlos zugleich sei. „Dieser Film zeigt die Schwierigkeiten und die Schönheit von Freundschaft“, hieß es in der Laudatio.

BAUMHAUSKÖNIGE

Niederlande 2013. R: Margien Rogaar
87 Min. Abenteuerfilm. OmeU + dt. Einsprache. FSK o.A., empfohlen von 9 Jahren an

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Jeden Sommer nehmen die besten Freunde Ziggy und Bas am Abenteuercamp „Bouwdorp“ teil. Die Mannschaft, die aus Altholz den höchsten Turm baut, gewinnt den Wettbewerb. Die zwei Jungs sind in den letzten Jahren immer die Sieger gewesen, dementsprechend ist die Vorfreude groß. Aber diesmal ist alles anders: Nach den Sommerferien werden die beiden auf unterschiedliche Schulen gehen, noch dazu sind sie im Camp zum ersten Mal nicht im gleichen Team. Bas hat coole neue Kumpel und distanziert sich immer mehr von dem sensiblen Ziggy. Doch als der Wettbewerb beginnt, entwickelt Ziggy eine für ihn selbst ungeahnte Durchsetzungskraft. Es geht schließlich nicht nur um den Sieg, sondern auch darum, die Freundschaft zu retten. In einer imposanten Baumhauskulisse inszeniert Margien Rogaar die mitreißende Geschichte zweier Freunde, die erst zu Feinden werden müssen, um wieder zueinander zu finden.

Mittwoch, 11.03.2015
08:30 Uhr

BITTE KARTEN RESERVIEREN UNTER: 069/961 220 681

FOR NO EYES ONLY

Deutschland 2013. R: Tali Barde
97 Min. Jugend-Thriller. FSK 12, empfohlen von 14 Jahren an

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Während der 16-jährige Informatik-Nerd Sam nach einem bösen Foul beim Hockeytraining durch sein eingegipstes Bein an den Computer gefesselt ist, stößt er unverhofft auf eine Hack-Software, mit der er seine Mitschüler unbemerkt über deren Webcams ausspionieren kann. Unter den Ausgespähten legt Aaron, der Neue der Klasse, ein verstörendes Verhalten an den Tag. Als dann auch noch dessen Vater verschwindet, wächst bei Sam und seiner Komplizin und geheimen Flamme Livia nicht nur die Neugier, sondern auch ein schlimmer Verdacht. Sie können jedoch nicht die Polizei zu Rate ziehen, denn ihre Recherchen sind illegal. So begeben sie sich eigenständig immer tiefer in ein gefährliches, voyeuristisches Abenteuer. Das No-Budget-Filmdebüt des Jungregisseurs Tali Barde ist ein hochaktueller Thriller und zugleich eine moderne Adaption von Hitchcocks Klassiker DAS FENSTER ZUM HOF von, über und für die Generation Internet. In einer Zeit, in der anonyme Identitäten entstehen und persönliche Daten das neue Tauschgut sind, stellt der Film die hochbrisante Frage nach Privatsphäre in Zeiten von Facebook und Google.

Donnerstag, 12.03.2015
11:00 Uhr

Filmgespräch mit Tali Barde (Regisseur und Darsteller)

BITTE KARTEN RESERVIEREN UNTER: 069/961 220 681

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KURZFILMPROGRAMM Mauerblüten

Ca. 60 Min. Empfohlen von 13 Jahren an

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Das Kurzfilmprogramm MAUERBLÜTEN widmet sich den Ereignissen zwischen Mauerbau und Mauerfall und wirft einen komplexen Blick auf die Zeit des Kalten Krieges. Eine Beobachtung des Mauerbaus aus dem Jahre 1965, ein Porträt der DDR-Jugend Anfang der 1980er Jahre und eine turbulente Dokumentation vom Tag der Deutschen Einheit gehören u.a. zum Programm von interfilm Berlin.

BERLIN BERLIN
Deutschland 1989. R: Hartmut Jahn. 4:30 Min. Experimentalfilm
Audiovisuelle Collage aus Bildern von J.F. Kennedy über Ernst Reuter bis zum Mauerfall. Das Lied der Gropiuslerchen war nach der Wende ein Sommerhit in West-Berlin.

DIE KLÄRUNG EINES SACHVERHALTS
Deutschland 2008. R: Sören Hüper, Christian Prettin. 20:00 Min. Deutsch mit englischen Untertiteln.
Karl-Marx-Stadt 1985: Im Rahmen einer 24-stündigen Befragung versucht ein Stasi-Offizier den Ingenieur
Schulz von seinem Ausreisewunsch abzubringen und zieht dabei alle Register.

DER TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT
Deutschland 1990. R: Heide Breitel. 6:00 Min. Dokumentarfilm
Ein turbulentes Dokument vom Tag der Deutschen Einheit 1990: Der Filmemacherin gelang es, sich mit ihrer Kamera am Reichstag in der ersten Reihe der Prominenz zu positionieren.

DIE AUSSICHT
Deutschland 1965. R: Kurt Krigar. 10:00 Min. Dokumentarfilm
1965: eine Anwohnerin der Bernauer Straße blickt aus dem Fenster – Berliner Mauer, Maschendraht, Gebäudereste. Sie erzählt, wie sie die Spaltung der Stadt erlebte. Bundesfilmpreis 1966.

EINMAL IN DER WOCHE SCHREIN
DDR, 1982. R: Günther Jordan. 17:00 Min. Kinderfilm, Dokumentarfilm
„… und einmal ganz ich selber sein“. 1982 – Jugendliche am Helmholtzplatz. Bei Schmalzstulle und
Clubcola sind sie unter sich. Der Film war in der DDR jahrelang verboten.

MENSCHENHANDEL STAATSGRENZE NORD
DDR, 1976. R: Ministerium der Staatssicherheit der DDR/BstU. 14:00 Min. Deutsch mit englischen Untertiteln
Schulungsfilm der Stasi mit auffälliger Musikdramaturgie, der „Schleusungsaktionen“ zu rekonstruieren versucht. Wo traf man sich? Was für Flucht- und Versteckmöglichkeiten gab es?

Freitag, 13.03.2015
08:30 Uhr

Mit Filmgespräch

BITTE KARTEN RESERVIEREN UNTER: 069/961 220 681

IM LABYRINTH DES SCHWEIGENS

Deutschland 2014. R: Giulio Ricciarelli. 123 Min. Historie, Drama
FSK 12, empfohlen von 14 Jahren an

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Deutschland 1958: Während das Land sich am „Wirtschaftswunder“ erfreut und die meisten Deutschen vom Holocaust nichts wissen wollen, stößt der junge Staatsanwalt Johann Radmann auf den Fall eines Auschwitz-Überlebenden, der in einem Lehrer seinen ehemaligen SS-Aufseher erkennt. Je mehr sich Radmann in den Fall vertieft, desto dichter wird das Geflecht von Verdrängung und Verleugnung. Doch die Justiz verweigert zunächst die Annahme der Anzeige. Erst mit dem Rückhalt des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer, und gegen sich wiederholende gesellschaftliche und politische Widerstände, beginnen 1963 die ersten Auschwitz-Prozesse in Frankfurt. Im Zentrum des emotional aufreibenden Spielfilmdebuts von Giulio Ricciarelli, das historische Tatsachen mit fiktiver Handlung vermischt, steht nicht der juristische Prozess, sondern das Innenleben der Protagonisten. Besonders in Sequenzen, in denen Menschen still die Wahrheit erkennen, vermittelt der Film Geschichte nicht nur lehrreich, sondern auch lebendig intensiv.

Freitag, 13.03.2015
10:30

BITTE KARTEN RESERVIEREN UNTER: 069/961 220 681

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TROMMELBAUCH

Niederlande 2010. R: Arne Toonen
85 Min. Literaturverfilmung, Komödie. FSK o.A., empfohlen von 6 Jahren an

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Dick Trommel lebt mit seinen Eltern in Dicksleben. Dort sind alle Menschen dick, sie essen für ihr Leben gern und sie sind glücklich dabei. Einmal jährlich findet ein großer Jugendwettbewerb statt, den Dick regelmäßig gewinnt, denn er kann mit einem Sprung vom Dreimeterbrett fast das ganze Wasser aus dem Schwimmbecken spritzen. Dick und seine Eltern werden zu Außenseitern, als sie nach Dünnhausen ziehen. In diesem Ort sind alle Menschen dünn, sie betreiben zu jeder Tageszeit Fitnesstraining. Sogar während des Schulunterrichts müssen die Kinder in die Pedalen treten. Als die Trommels versuchen sich anzupassen, droht die Familie zu zerbrechen. Die farbenfrohe Filmsatire fordert augenzwinkernd die vorurteilsfreie Wertschätzung von Menschen, die sich auf Druck gesellschaftlicher Schönheitsnormen und Denkweisen in einer Außenseiterposition wiederfinden.

Montag, 16.03.2015
11:00 Uhr

BITTE KARTEN RESERVIEREN UNTER: 069/961 220 681

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LAUF JUNGE LAUF

Deutschland, Frankreich 2013. R: Pepe Danquart. 108 Min. Drama, Literaturverfilmung
FSK 12, empfohlen von 12 Jahren an

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Kurz bevor er losrennt, schärft sein Vater ihm ein: „Vergiss, wie du heißt, vergiss alles, was du weißt. Aber vergiss nie, dass du Jude bist.“ Srulik ist acht Jahre alt, als er 1942 aus dem Warschauer Ghetto flüchtet. Drei Jahre lang lebt er versteckt in den Wäldern der Umgebung und trotzt selbst dem eisigen Wintern, indem er von anderen Flüchtlingskindern das Überleben lernt. Gejagt von deutschen Soldaten und polnischen Kopfgeldjägern bleibt Srulik bald allein zurück, bis er eines Tages erschöpft vor Magdas Tür zusammenbricht. Die polnische Bäuerin päppelt den Jungen auf und legt ihm nahe, sich als Katholik auszugeben. Sie lehrt ihn christliche Rituale, wie das „Vaterunser”, denn bei Madga kann er nicht lange bleiben. Nach vielen tragischen Wendungen findet er ein neues Zuhause bei einer katholischen Familie. Doch nach Kriegsende stellt sich die Frage nach seiner Identität erneut. LAUF JUNGE LAUF basiert auf der Lebensgeschichte des Holocaust-Überlebenden Yoram Fridman, die durch den gleichnamigen Roman von Uri Orlev bekannt wurde. Spannend ist die differenzierte Sicht des Films auf die polnische Bevölkerung und die Partisanen, die nicht frei von Antisemitismus waren. Der Film bietet daher eine Auseinandersetzung mit Mut und Zivilcourage an.

Freitag, 20.03.2015
9:00 Uhr

BITTE KARTEN RESERVIEREN UNTER: 069/961 220 681

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