KLASSIKER & RARITÄTEN

Diese feste Programmreihe zeigt neben künstlerisch bedeutenden Klassikern fast vergessene Meisterwerke und Raritäten. Angelehnt an unseren Japan-Schwerpunkt zum 150-jährigen Jubiläum der deutsch-japanischen Beziehungen präsentieren wir im November Filme, die sich mit japanischen Themen beschäftigen oder in Japan gedreht wurden. Auch ist der Schauspieler Sessue Hayakawa in drei Produktionen zu sehen, der in einer Vielzahl amerikanischer und europäischer Filme mitwirkte und als Gesicht des Japaners im westlichen Kino gilt.

DIE TOCHTER DES SAMURAI

DE/JP 1937. R: Dr. Arnold Fanck
D: Setsuko Hara, Ruth Eweler, Sessue Hayakawa. 120 Min. 35 mm. DF

DIE TOCHTER DES SAMURAI

Auf Einladung des japanischen Kulturministeriums drehte Arnold Fanck die erste deutsch-japanische Koproduktion überhaupt – kurz nach Unterzeichnung des Anti-Komintern-Paktes zwischen den beiden Ländern. In Deutschland mit seinen Bergfilmen bekannt geworden, gelang es dem auch dokumentarisch erfahrenen Regisseur, gerade in der Ausstattung einen Eindruck von der japanischen Kultur zu vermitteln. Erzählt wird von dem jungen Teruo, der nach Jahren in Deutschland in die Heimat zurückkehrt. Dort wird er von seinem Adoptivvater zu einer Heirat mit Matsuko gezwungen, wogegen sich Teruo wegen seiner europäischen Erziehung auflehnt.

Dienstag 01.11.2011
18:00 Uhr

Vorfilm:
JAPANS HEILIGER VULKAN

DE 1941. R: Dr. Arnold Fanck

HOUSE OF BAMBOO

US 1955. R: Samuel Fuller.
D: Robert Ryan, Robert Stack, Shirley Yamaguchi, Sessue Hayakawa. 102 Min. 35 mm. OF

Ein von amerikanischen Soldaten und der japanischen Polizei bewachter Militärzug wird auf der Strecke zwischen Tokio und Kyoto überfallen. Die Räuber töten einen amerikanischen Sergeanten und stehlen die gesamte Waffenladung des Zuges. Captain Hanson und auf japanischer Seite Polizeiinspektor Kita (Sessue Hayakawa) nehmen die Ermittlungen auf und stoßen bald auf eine von US-Amerikanern dominierte Unterweltbande. Im ersten amerikanischen in Japan gedrehten Film überträgt Samuel Fuller Film noir-Grundsätze in Cinemascope eingefangene exotische Hintergründe.

Dienstag 08.11.2011
18:00 Uhr

THE GEISHA BOY

US 1958. R: Frank Tashlin
D: Jerry Lewis, Marie McDonald, Sessue Hayakawa. 98 Min. 35 mm. OF

Der Magier „The Great Wooley“ soll eigentlich die in Japan stationierten GIs unterhalten. Doch durch seine Tollpatschigkeit blamiert er bei der Ankunft auf dem Flughafen den eigentlichen Star, eine berühmte Schauspielerin: Er zerreißt ihr das Kleid, stößt sie die Treppen hinunter und rollt sie schließlich in einen Teppich. Immerhin bringt er das japanische Waisenkind Mitsuo zum Lachen, das seit dem Tod seiner Eltern nicht mehr gelacht hat. Seine Tante möchte sich bei Wooley bedanken, und so entwickelt sich eine enge Freundschaft zwischen ihm und dem Jungen. Der Film spielt mit dem Zusammentreffen zweier Kulturkreise und besticht durch seine augenzwinkernde Komik.

Dienstag 15.11.2011
18:00 Uhr

THE YAKUZA

US 1975. R: Sydney Pollack
D: Robert Mitchum, Takakura Ken. 112 Min. 35 mm. OF

Das Drehbuch von Paul Schrader und seinem Bruder Leonard, der selbst mehrere Jahre in Japan lebte und dabei Erfahrungen mit Yakuza-Organisationen machte, wurde zu einer damals für ein Erstlingsdrehbuch unerreicht hohen Summe von Universal gekauft. Nachdem zunächst Robert Aldrich und Martin Scorsese für die Regie im Gespräch waren, drehte schließlich Sydney Pollack den Film, der für seine anspruchsvolle Handlung und die fundierte Darstellung der japanischen Unterwelt gerühmt wird: Der pensionierte Kriminalbeamte Harry Kilmer wird von einem ehemaligen Freund gebeten, ihm zu helfen. Dessen Tochter wurde von einem Yakuza-Boss entführt, und Harry Kilmer soll sie durch seine Kontakte in die japanische Unterwelt befreien.

Dienstag 22.11.2011
18:00 Uhr

LETTERS FROM IWO JIMA

US 2006. R: Clint Eastwood
D: Ken Watanabe, Kazunari Ninomiya. 141 Min. 35 mm. OmU

Im Jahr 1944 bereiten sich japanische Truppen unter Generalleutnant Kuribayashi auf den bevorstehenden Angriff US-amerikanischer Truppen vor. Kuribayashi war ehemals japanischer Militärattaché in den USA und schwankt zwischen Bewunderung für die amerikanische Kultur, was ihn von allen anderen ranghohen Offizieren unterscheidet, und seinem Bekenntnis zur unbedingten Pflichterfüllung. Geschwächt durch Krankheiten und Lebensmittelknappheit müssen die japanischen Truppen schließlich dem US-Angriff standhalten. Kurz nach FLAGS OF OUR FATHERS (2006) entstanden, schildert Clint Eastwood eine der wichtigsten Schlachten des 2. Weltkrieges sowie ihre Vorgeschichte aus japanischer Perspektiv. Er stützt sich dabei unter anderem auf die überlieferten Berichte des Leutnants Kuribayashi.

Dienstag 29.11.2011
18:00 Uhr

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