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KLASSIKER & RARITÄTEN

William Shakespeare

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William Shakespeare, dessen Todestag sich im April zum 400. Mal gejährt hat, ist nicht nur einer der größten Dichter englischer Sprache, sondern auch einer der meistverfilmten. Drei bedeutende Schauspieler gibt es, die schon in jungen Jahren mit Shakespeare-Rollen und -Inszenierungen auf der Bühne Erfolge feierten und die dann später als Filmregisseure Shakespeare-Stücke adaptierten – mit sich selbst in der Hauptrolle: Laurence Olivier (1907-1989), Orson Welles (1915-1985) und Kenneth Branagh (geb. 1960). Von allen dreien ist im Juni ein Film zu sehen.

RICHARD III

Großbritannien 1955. R: Laurence Olivier. D: Laurence Olivier,
John Gielgud, Ralph Richardson. 155 Min. Blu-ray. OF

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RICHARD III war Laurence Oliviers dritte Shakespeare- Verfilmung, nach dem an die Filme Michael Powells erinnernden HENRY V (GB 1945) und seinem als Film noir inszenierten HAMLET (GB 1948). Filmisch von diesen der am wenigsten ambitionierte, besticht er umso mehr durch seine Werktreue – selbst die Änderungen sind noch ganz im Geiste Shakespeares – und die Darstellung Oliviers in der Titelrolle, auf die hier, dem Stück angemessen, alles konzentriert ist.

Dienstag, 07.06.
18:00 Uhr

OTHELLO

USA 1952. R: Orson Welles. D: Orson Welles, Micheál MacLiammóir,
Suzanne Cloutier. 92 Min. Blu-ray. OF

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Orson Welles hatte schon als Teenager Shakespeare gespielt, und seine Liebe zu dem Dichter hielt sein Leben lang an. OTHELLO war nach MACBETH (US 1948) sein zweiter Shakespeare-Film und entstand über einen Zeitraum von drei Jahren in Italien und Marokko. Finanzielle Schwierigkeiten zwangen Welles dazu, die Dreharbeiten immer wieder zu unterbrechen und zwischenzeitlich als Darsteller in anderen Filmen zu arbeiten. Dem fertigen Werk sieht man das nicht an; es besticht vor allem durch seine aufregende visuelle Gestaltung.

Dienstag, 21.06.
18:00 Uhr

LOVE’S LABOUR’S LOST Verlorene Liebesmüh‘

Großbritannien/USA/Frankreich 2000. R: Kenneth Branagh
D: Kenneth Branagh, Natascha McElhone. 95 Min. 35mm. OmU

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Kenneth Branagh war in den 1980er Jahren das, was Laurence Olivier um 1930 war: der Shakespeare-Darsteller Englands. Konsequenterweise debütierte er als Filmregisseur mit HENRY V (GB 1989) und blieb Shakespeare auch in anderen Filmen treu. LOVE’S LABOUR’S LOST ist eine ungewöhnliche Adaption der gleichnamigen Komödie: Die Handlung ist, stark gekürzt, in die 1930er Jahre verlegt und mit Gesangs- und Tanznummern im Stil der Hollywood-Musicals jener Zeit angereichert.

Dienstag, 28.06.
18:00 Uhr

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