KINO UND COUCH: ULTIMO TANGO A PARIGI

Ultimo tango a Parigi

Erotisch-sexuelles Begehren scheint im Kino in unendlichen Variationen ständig präsent. Doch ausdrücklich benannt wird es eher selten, obwohl das Kino wie kaum ein anderes Medium die Welt der sexuellen Wünsche, Sehnsüchte und Begierden in ästhetischer Form sichtbar macht. Am Donnerstag, 23. August, setzt das Kino des Deutschen Filmmuseums in Kooperation mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut die Reihe zu den verschiedenen kulturellen Spielarten des Begehrens fort: Immer am vierten Donnerstag im Monat gibt es dort bis September einen Film zum Thema zu sehen. An die Filmvorführungen schließt sich jeweils ein Kommentar aus psychoanalytischer und filmwissenschaftlicher Perspektive sowie ein Gespräch mit dem Publikum an.

ULTIMO TANGO A PARIGI Der letzte Tango in Paris

Italien/Frankreich 1972. R: Bernardo Bertolucci.
D: Marlon Brando, Maria Schneider, Jean-Pierre Léaud. 124 Min. 35mm. OmU

Bei der Besichtigung einer freistehenden Mietwohnung begegnen sich der alternde Amerikaner Paul und die junge Französin Jeanne. Kaum drei Minuten nach ihrem ersten Wortwechsel haben sie Sex auf dem Fußboden des dunkel-tristen Apartments. Am nächsten Tag wird Paul neuer Mieter. Er vereinbart mit Jeanne, sich künftig in der Wohnung zu treffen und dabei das Alltagsleben vor der Tür zu lassen. Den Zuschauer weiht Regisseur Bernardo Bertolucci in die Geheimnisse der beiden Protagonisten ein: Nach dem Selbstmord seiner Ehefrau ist Paul entsetzlich einsam und Jeanne leidet unter der schwierigen Beziehung mit dem oberflächlichen Tom.

Psychoanalytischer Kommentar:
Claudia Burghardt- Mußmann

Filmwissenschaftlicher Kommentar:
Christiane von Wahlert

Donnerstag, 23.08.2012
20:00 Uhr


 

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