Jerry Lewis

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Jerry Lewis, geboren 1926 in Newark, trat schon in seiner Jugend als Komiker auf, bevor er sich 1946 mit dem Sänger Dean Martin zusammentat. Innerhalb von drei Jahren brachten sie es zum erfolgreichsten Komikerduo der USA. Von 1949 bis zur Trennung des Teams 1956 spielten sie in 16 Filmen zusammen. Danach setzte Lewis seine Karriere solo fort und übernahm zunehmend selbst die Regie. Während die US-amerikanische Kritik ihn lange als Grimassenschneider abtat, wurde er seit der zweiten Hälfte der 1950er Jahre in Frankreich als ernstzunehmender Komiker und Filmemacher entdeckt. Seine Kinoerfahrungen systematisierte er 1971 im Buch The Total Film-Maker. Lewis starb am 20. August 2017 im Alter von 91 Jahren. Mehrere Filme der Reihe sind als seltene Technicolor-Farbdruckkopien zu sehen.

THE NUTTY PROFESSOR  Der verrückte Professor

USA 1963. R: Jerry Lewis
D: Jerry Lewis, Stella Stevens, Del Moore. 107 Min. DCP. OF

In seiner Variation des Dr.-Jekyll-&-Mr.-Hyde-Stoffs spielt Jerry Lewis den schrulligen Chemie-Professor Julius Kelp, der weder von seinen Studierenden noch von seinen Kolleg/innen ernst genommen wird. Als er sich in seine Studentin Stella verliebt, verhilft ihm eine von ihm entdeckte Droge zum Erfolg als attraktiver, aber auch angeberischer Macho Buddy Love. Die Droge hat allerdings immer nur eine zeitlich begrenzte Wirkung … Die Figur des Buddy Love lässt sich als Parodie auf Dean Martin lesen.

Donnerstag, 14.12.2017
18:00 Uhr

Freitag, 15.12.2017
20:30 Uhr

THE LADIES MAN  Ich bin noch zu haben

USA 1961. R: Jerry Lewis
D: Jerry Lewis, Helen Traubel, Kathleen Freeman. 96 Min. 35mm. OF

Herbert Heebert, von seiner Jugendliebe verlassen und von Angst vor den Frauen erfüllt, wird Hausbursche in einer Pension für alleinstehende junge Damen, welche von Miss Wellenmelon geleitet wird. Aus dieser Grundsituation entwickelt Lewis eine Folge surrealer Begegnungen mit den Hausbewohnerinnen. Besonders beeindruckend ist das Filmset des Pensionats, das wie ein riesiges, aufgeschnittenes Puppenhaus funktioniert; Jean-Luc Godard und Jean-Pierre Gorin haben 1972 diese Idee direkt für ihren Film TOUT VA BIEN übernommen.

Sonntag, 17.12.2017
18:00 Uhr

Aus der Sammlung des Österreichischen Filmmuseums

THE DISORDERLY ORDERLY  Der Tölpel vom Dienst

USA 1964. R: Frank Tashlin
D: Jerry Lewis, Glenda Farrell, Susan Oliver. 90 Min. 35mm. OF

Mit Frank Tashlin als Regisseur hat Jerry Lewis insgesamt acht Filme gedreht, und Tashlins Stil, cartoonartige, surreale visuelle Gags einzusetzen, hat Lewis‘ eigene Filme stark beeinflusst. THE DISORDERLY ORDERLY war ihre letzte gemeinsame Arbeit. Lewis spielt hier einen Krankenpfleger in einer Privatklinik, welcher sich nicht vom Geschick seiner Patienten distanzieren kann und mit ihnen leidet. Besonders beeindruckend ist auch in diesem Film, wie die Ding- und Apparatewelt immer wieder ein Eigenleben entfaltet.

Dienstag, 19.12.2017
20:30 Uhr

Samstag, 23.12.2017
20:30 Uhr

CINDERFELLA  Aschenblödel

USA 1960. R: Frank Tashlin
D: Jerry Lewis, Ed Wynn, Judith Anderson. 91 Min. 35mm. OF

Eine Variation des Aschenputtel-Märchens: Jerry Lewis spielt einen armen Stiefsohn, der von seiner Familie für Hilfsarbeiten im Haus ausgenutzt wird. Eine männliche Fee befreit ihn für einen Abend von den Demütigungen und verwandelt ihn in einen Prinzen. Da das Ganze in den 1950er Jahren in den USA angesiedelt ist, ergibt sich die Gelegenheit für eine Reihe satirischer Seitenhiebe auf die US-Gesellschaft. Konterkariert von sentimentalen Einschüben und ergänzt um einige Lewis-Gesangseinlagen, war CINDERFELLA der Weihnachtsfilm des Studios für das Jahr 1960.

Freitag, 22.12.2017
20:30 Uhr

Montag, 25.12.2017
20:30 Uhr

WHICH WAY TO THE FRONT?  Wo, bitte, geht’s zur Front?

USA 1970. R: Jerry Lewis
D: Jerry Lewis, John Wood, Jan Murray. 96 Min. 35mm. OF

Als ein Milliardär 1943 bei der Musterung als untauglich abgelehnt wird, stellt er eine kleine Privatarmee auf, um gegen Hitler zu kämpfen. Er landet mit seiner Truppe in Italien und nimmt dort dank seiner verblüffenden Ähnlichkeit die Rolle des deutschen Feldmarschalls Kesselring ein (der richtige Kesselring wird natürlich auch von Jerry Lewis gespielt). WHICH WAY TO THE FRONT? ist nicht zuletzt Lewis‘ Hommage an Charlie Chaplin und dessen GREAT DICTATOR von 1940. Leider konnte der Film bei seinem Erscheinen weder an den Kinokassen noch bei der Kritik punkten – zu Unrecht!

Dienstag, 26.12.2017
20:30 Uhr

Mittwoch, 27.12.2017
18:00 Uhr

DER CLOWN

Deutschland 2016. R: Eric Friedler
Dokumentarfilm. 115 Min. Blu-ray

1972 inszenierte Jerry Lewis in Frankreich und Schweden seinen Film THE DAY THE CLOWN CRIED über den wegen einer Hitler-Parodie im KZ inhaftierten Clown Helmut. Als dieser gezwungen wird, jüdische Kinder in die Gaskammer zu bringen, entscheidet er sich dazu, sie in den Tod zu begleiten. Der Film wurde niemals veröffentlicht. Eric Friedler trieb Schauspieler/innen und Crewmitglieder auf, die ihm Auskunft über das legendenumrankte Projekt gaben, brachte einige Szenen aus dem Film zutage und bewog sogar Jerry Lewis nach Jahrzehnten des Schweigens zu einem Interview über sein Werk.

Donnerstag, 28.12.2017
18:00 Uhr

THE KING OF COMEDY  King of Comedy

USA 1983. R: Martin Scorsese
D: Robert De Niro, Jerry Lewis, Diahnne Abbott. 109 Min. 35mm. OmU

Rupert Pupkin ist ein großer Bewunderer des Fernseh-Entertainers Jerry Langford und glaubt fest an sein eigenes Talent als Comedian. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, sein Idol von seinen Fähigkeiten zu überzeugen, entführt er Langford kurzerhand, um auf diese Weise einen eigenen Fernseh-Liveauftritt zu erpressen. Scorsese zeichnet in THE KING OF COMEDY ein scharf pointiertes Bild des US-amerikanischen Fernseh-Unterhaltungsgeschäfts. Bemerkenswert, wie Jerry Lewis hier seine Rolle als TV-Komiker vollkommen ernst spielt.

Freitag, 29.12.2017
20:30 Uhr

Samstag, 30.12.2017
20:30 Uhr

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