Ingmar Bergman & Liv Ullmann

Am 14. Juli wäre Ingmar Bergman 100 Jahre alt geworden. Als „Besten Regisseur aller Zeiten“ ehrten ihn 1997 die Filmfestspiele in Cannes. Und in der Tat: Die Werke des schwedischen Filmemachers gelten fast allesamt als Klassiker der Filmgeschichte. Das Kino des Deutschen Filmmuseums feiert Bergman, der 1976 den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt erhielt, mit einer umfangreichen Monatsreihe im Zeichen der Zusammenarbeit mit der großen Schauspielerin und seiner Muse: Liv Ullmann. Die heute 79-jährige Norwegerin ist anlässlich der Filmreihe am Mittwoch, 20. Juni, persönlich zu Gast . Zu sehen sind die gemeinsamen Filme, darunter auch eine Regiearbeit Ullmanns; zudem der teils in Frankfurt gedrehte DER ROSENGARTEN.

PERSONA


Schweden 1966. R: Ingmar Bergman
D: Liv Ullmann, Bibi Andersson, Margaretha Krook. 85 Min. 35mm. OmeU

Nachdem die Schauspielerin Elisabet Vogler (Liv Ullmann) mitten in einer Theateraufführung zu sprechen aufgehört hat, kümmert sich die junge Krankenschwester Alma um sie. Zur Erholung fahren die beiden Frauen in das Sommerhaus der behandelnden Ärztin. Doch während Elisabet stumm bleibt, offenbart ihr Alma umso mehr intime Details aus ihrem Leben. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Anziehungskraft, die allmählich in symbiotische Abhängigkeit übergeht. Für die Zeitschrift Cahiers du cinéma ist PERSONA der schönste Film Bergmans, ein Film, in dem das Kino über sich selbst nachdenke.

Mittwoch, 06.06.2018
20:30 Uhr

Sonntag, 10.06.2018
18:00 Uhr

VARGTIMMEN Die Stunde des Wolfs

Schweden 1968. R: Ingmar Bergman
D: Liv Ullmann, Max von Sydow, Ingrid Thulin. 90 Min. DCP. OmeU

Alma (Liv Ullmann) erinnert sich an die Zeit mit ihrem Ehemann, dem Maler Johan, der auf mysteriöse Weise von der kaum besiedelten Insel verschwand. In den Rückblenden leidet Johan unter Wahnvorstellungen, die er in Skizzen festhält. Auch seine alte Liebe Veronika lässt ihn nicht los. Bei einem Abendessen kommt es zum Eklat.

Freitag, 08.06.2018
18:00 Uhr

Samstag, 09.06.2018
20:30 Uhr

SKAMMEN Schande

Schweden 1968. R: Ingmar Bergman
D: Liv Ullmann, Max von Sydow, Sigge Fürst. 103 Min. 35mm. OmeU

Auf dem Festland herrscht Bürgerkrieg. Die Musiker Eva und Jan Rosenberg haben sich auf eine scheinbar sichere Insel zurückgezogen. Plötzlich fallen Bomben, feindliche Truppen marschieren ein. Liebe, Träume, Hoffnung – alles vernichtet der hier nicht näher bestimmte Krieg, der sich 1968 auf Vietnam bezieht.

Dienstag, 12.06.2018
20:30 Uhr

Donnerstag, 14.06.2018
18:00 Uhr

EN PASSION Passion


Schweden 1969. R: Ingmar Bergman
D: Liv Ullmann, Bibi Andersson, Max von Sydow. 101 Min. 35mm. OmeU

Film in Farbe

In der Einsamkeit einer Schäreninsel finden Anna und Andreas zusammen. Doch eine frühere Liebe und ein traumatischer Unfall in der Vergangenheit trüben die neue Beziehung. Verfremdungseffekte wie Interviews mit den Schauspieler/innen oder zeitpolitische Bilderreihen sich in diese Geschichte über Liebe, Leid und Selbstverachtung.

Mittwoch, 13.06.2018
20:30 Uhr

Freitag, 22.06.2018
18:00 Uhr

Liv Ullmann zu Gast im Deutschen Filmmuseum


Die berühmte norwegische Schauspielerin und Filmemacherin Liv Ullmann, der mit PERSONA 1966 der internationale Durchbruch gelang, ist anlässlich der Filmreihe zu Bergmans 100. Geburtstag zu Gast im Deutschen Filmmuseum. Im Foyer-Gespräch mit Direktorin Ellen Harrington am 20. Juni gibt sie Einblicke in ihre Karriere und die Arbeit an der Seite von Ingmar Bergman. Für den Abend ihres Besuchs hat sich Liv Ullmann zwei Filme gewünscht: HÖSTSONATEN (Herbstsonate, FR/ BRD/SE/GB 1978) zeigt sie an der Seite von Ingrid Bergman und wurde 1979 mit dem Golden Globe als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. TROLÖSA (Die Treulosen, SE/IT/DE/FI/NO 2000) ist eine eigene Regiear beit Ullmanns, Ingmar Bergman schrieb das Drehbuch.

Foyer-Gespräch und Filmabend am Mittwoch, 20. Juni 2018

Ticketpreise:
Foyer-Gespräch: 7 Euro Kombiticket Film + Gespräch: 11 Euro, Kombiticket 2 Filme + Gespräch: 15 Euro, Reservierungen müssen bis Sonntag, 17. Juni, 20 Uhr abgeholt werden.

HÖSTSONATEN Herbstsonate

Frankreich/BRD/Schweden/Großbritannien 1978. R: Ingmar Bergman
D: Liv Ullmann, Ingrid Bergman, Lena Nyman. 99 Min. 35mm. OmeU


Als ihr Freund stirbt, unterbricht die Konzertpianistin Charlotte ihre Karriere im Ausland und kehrt nach Schweden zurück. Dort leben ihre Tochter Eva (Liv Ullmann) und Ehemann Viktor mit ihrer epilepsiekranken Schwester Helena in einem großen Pfarrhaus. Doch Charlotte, die Krankheiten verabscheut, erfährt erst vor Ort davon – Eva hatte ihr vieles verschwiegen. Eines Nachts kommt es zur Auseinandersetzung zwischen Mutter und Tochter. HÖSTSONATEN ist der letzte Kinofilm der Schauspielerin Ingrid Bergman, ausgezeichnet mit dem Golden Globe 1979 als Bester fremdsprachiger Film.

Einführung: Liv Ullmann

Mittwoch, 20.06.2018
18:00 Uhr

Freitag, 29.06.2018
18:00 Uhr
Einführung am 20.06 2018:
Liv Ullmann

Foyer-Gespräch mit Liv Ullmann

Ellen Harrington (Direktorin des Deutschen Filmmuseums) spricht mit Liv Ullmann über ihre Karriere und die Zusammenarbeit mit Ingmar Bergman. Gespräch in englischer Sprache.

Mittwoch, 20.06.2018
20:00 – 21:00 Uhr

TROLÖSA Die Treulosen

Schweden/Italien/Deutschland/Finnland/Norwegen 2000. R: Liv Ullmann.
D: Lena Endre, Erland Josephson. 155 Min. 35mm. OmeU

Bergman (gespielt von dessen Stammschauspieler Erland Josephson) lauscht Papagenos Auftrittslied aus der Zauberflöte, als eine weibliche Figur hinter ihm erscheint. Die beiden einigen sich, dass die Frau Marianne Vogler heißen, verheiratet und höchst attraktiv sein soll. Bergman und Marianne wollen gemeinsam spielen und beginnen zu fantasieren. Es entspinnt sich eine amour fou mit desaströsen Konsequenzen für alle Beteiligten. Wie so viele Ingmar-Bergman-Filme geht TROLÖSA, nach einem
Drehbuch des Regisseurs, auf dessen eigene Erlebnisse zurück. Der Film ist Liv Ullmanns vierte Regiearbeit.

Mittwoch, 20.06.2018
21:15 Uhr

VISKNINGAR OCH ROP Schreie und Flüstern

Schweden 1972. R: Ingmar Bergman.
D: Liv Ullmann, Harriet Andersson, Kari Sylwan, Ingrid Thulin. 91 Min. 35mm. OmeU

Schweden, Ende des 19. Jahrhunderts. Karin und Maria kehren auf den elterlichen Landsitz zurück, um sich von ihrer krebskranken Schwester Agnes zu verabschieden. Doch die Familienangehörigen sind vor allem auf ihre eigenen Ängste und Enttäuschungen fixiert. Trost und Liebe können sie der Schwester nicht schenken. Bergmans Drama setzt motivische Schwerpunkte auf die Themen Vergänglichkeit und Tod. Mit prägnanten Nahaufnahmen und einer ausgefeilten Farbdramaturgie rund um die zentrale Farbe Rot leuchtet er das Seelenleben seiner Protagonistinnen aus.

Samstag, 23.06.2018
20:30 Uhr

THE ROSE GARDEN Der Rosengarten

USA/BRD/Österreich 1989. R: Fons Rademakers
D: Liv Ullmann, Maximilian Schell, Peter Fonda. 112 Min. 35mm. DF

Film in Farbe

1989 stand Liv Ullmann mit Maximilian Schell für mehrere Szenen von THE ROSE GARDEN im Deutschen Filmmuseum vor der Kamera – zentral inszeniert ist das Büro des damaligen Direktors Walter Schobert und der Blick auf die Frankfurter Skyline. THE ROSE GARDEN basiert auf einer wahren Geschichte: Der alternde Aaron Reichenbach schlägt auf dem Flughafen einen Mann nieder, den er als KZ-Kommandanten wiedererkannt hat. Kurz vor Kriegsende hatte dieser 20 Kinder ermorden lassen. Reichenbach wird angeklagt und nimmt sich vor, die Schuld des Alt-Nazis nachzuweisen. Doch der Prozess verläuft anders als erhofft

Sonntag, 24.06.2018
12:00 Uhr

ANSIKTE MOT ANSIKTE Von Angesicht zu Angesicht

Schweden 1976. R: Ingmar Bergman
D: Liv Ullmann, Erland Josephson, Aino Taube. 135 Min. Digital. OmU (Fassungsänderung, dt. statt engl. Untertitel!)

Film in Farbe

Die scheinbar lebensfrohe Psychiaterin Jenny vertritt während der Sommermonate einen Oberarzt in ihrer Klinik. Da ihr Mann und ihre Tochter unterwegs sind, zieht Jenny vorübergehend zu ihren Großeltern. Dort hat sie eine Art Vision, die ihren baldigen Zusammenbruch ankündigt. Bei einer Party lernt sie den Gynäkologen Tomas kennen, der fortan Arzt und Stütze in ihrer angsterfüllten Welt wird. ANSIKTE MOT ANSIKTE ist eine Parforceleistung der Schauspielerin Liv Ullmann und brachte ihr eine Oscar®-Nominierung ein. Der Film gewann 1976 einen Golden Globe als bester fremdsprachiger Film.

Sonntag, 24.06.2018
18:00 Uhr

THE SERPENT’S EGG Das Schlangenei

USA/BRD 1977. R: Ingmar Bergman. D: Liv Ullmann, David Carradine,
Gert Fröbe. 119 Min. DCP. Englische OF

Im verarmten Berlin herrscht 1923 die Inflation. Der arbeitslose jüdische Trapezkünstler und Trinker Abel Rosenberg findet eines Tages seinen Bruder Max mit einem Kopfschuss tot in der Wohnung. Gemeinsam mit Max’ Witwe Manuela (Liv Ullmann) stößt er auf eine abgründige Gewaltserie. Kommissar Bauer (Gert Fröbe) nimmt die Untersuchung auf.

Mittwoch, 27.06.2018
20:30 Uhr

SARABAND Sarabande

SE/DK/NO/IT/FI/DE/AU 2003. R: Ingmar Bergman
D: Liv Ullmann, Erland Josephson. 110 Min. Digital. OmeU

Bachs namensgebende Cello-Suiten begleiten Ingmar Bergmans letztes Kinowerk SARABAND. Wie in SZENEN EINER EHE steht erneut das Paar Liv Ullmann / Erland Josephson im Mittelpunkt, das sich nach 30-jähriger Trennung wieder trifft. In zehn Kapiteln fasst Bergman alle wesentlichen Motive seines Œuvres anhand der Geschichte von Marianne und Johan ein letztes Mal zusammen.

Donnerstag, 28.06.2018
18:00 Uhr

SCENER UR ETT ÄKTENSKAP Szenen einer Ehe

Schweden 1973. R: Ingmar Bergman. D: Liv Ullmann, Erland Josephson,

Bibi Andersson. 302 Min. DCP. OmeU (sechsteilige Fernsehserie)

Die Ehe des Dozenten Johan und der Scheidungsanwältin Marianne (Liv Ullmann) steht im Mittelpunkt dieser sechsteiligen Fernsehserie, die bei ihrer Erstausstrahlung 1973 international Furore machte. Kammerspielartige Szenen beleuchten die wechselhafte Beziehung der beiden bis zur Scheidung. Zu sehen ist die originale sechsteilige Fernsehfassung.

Samstag, 30.06.2018
16:30 Uhr: Episode 1-3 (146 Min.), 19:00 Uhr: Pause, 19:30 Uhr: Episode 4-6 (156 Min.)

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