IN MEMORIAM WERNER SCHROETER

WERNER SCHROETER

2010 verstarb einer der Großen des „Neuen deutschen Films“, Werner Schroeter (7.4.1945 – 12.4.2010), an den wir mit zwei Filmen erinnern. Ein Jahr vorher war er noch zweimal zu Gast im Filmmuseum: um seinen neuesten und leider letzten Film NUIT DE CHIEN vorzustellen. Ein andermal präsentierte er zusammen mit Isabelle Huppert ihre gemeinsame Arbeit MALINA. In der Reihe Restaurierungen zeigt unser Kino sein Werk DER TOD DER MARIA MALIBRAN. Elfi Mikesch, die bei mehreren Filmen von Werner Schroeter die Kamera geführt hat, begann während seiner Krebserkrankung 2006 einen Film über den großen Regisseur, der bei der diesjährigen Berlinale uraufgeführt wurde und nun erstmals in Frankfurt gezeigt wird.

MONDO LUX – DIE BILDERWELTEN DES WERNER SCHROETER

Deutschland 2011. R: Elfi Mikesch. Dokumentarfilm. 93 Min. HDCam.

MONDO LUX – DIE BILDERWELTEN DES WERNER SCHROETER

Werner Schroeter arbeitet in der Kunsthalle Düsseldorf gerade an SCHÖNHEIT DER SCHATTEN, einer musikalischen Inszenierung zu Robert Schumann und Heinrich Heine, als er von seiner Krebserkrankung erfährt. Elfi Mikesch war eng in seine Welten eingebunden und gewährt in MONDO LUX – DIE BILDERWELTEN DES WERNER SCHROETER einen intimen Einblick in die Arbeit des Regisseurs in den verbleibenden vier Jahren bis zu seinem Tod. Schroeter ist wie eh voller Schaffensdrang und leidenschaftlicher Beziehung für Kino, Theater, Oper und Fotografie. Biographische Zusammenhänge werden dabei ebenso deutlich wie die Verbindung zu den Menschen, mit denen er gearbeitet und gelebt hat – mit denen er befreundet war.

Donnerstag, 22.09.
20:30 Uhr

Werner Schroeter

Werner Schroeter

Elfi Mikesch

Elfi Mikesch

DER TOD DER MARIA MALIBRAN

BRD 1972. R: Werner Schroeter. D: Magdalena Montezuma, Christine Kaufmann.
104 Min. 35 mm.

JOHANNAS TRAUM

BRD 1975. R: Werner Schroeter.
30 Min. 35 mm.

Der Tod der Maria Malibran

DER TOD DER MARIA MALIBRAN ist einer der frühen und schönsten Filme Werner Schroeters. Maria Malibran war eine gefeierte Opernsängerin, die 1836 mit nur 28 Jahren starb. Schroeter erzählt nicht etwa ihre Lebensgeschichte, sondern stellt in Tableaux von zueinander in Beziehung gesetzten Gesichtern Ekstase und Leidenschaft dar. Unterlegt sind diese Impressionen mit Musik von Brahms bis Caterina Valente, von Mozart bis Marlene Dietrich. Der zweite Film des Abends, JOHANNAS TRAUM, wurde aus nicht verwendetem Material des Malibran-Films montiert. Er visualisiert die Vorstellungswelt der Jeanne d’Arc während ihres Prozesses in Rouen. Die 16 mm-Originale wurden digital restauriert und auf 35 mm aufgeblasen. Beide Filme sind Teil eines Projekts, alle Schroeter-Filme zu erhalten.

Dienstag, 27.09.
18:00 Uhr

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