IN MEMORIAM: THEO ANGELOPOULOS

II: I SKON I TOU CHRONOU The Dust of Time / Header

Das Deutsche Filmmuseum gedenkt des großen Regisseurs Theo Angelopoulos, der vor wenigen Wochen während der Dreharbeiten zu einem Film über die griechische Schuldenkrise starb. Mit Meisterwerken wie O THIASOS (Die Wanderschauspieler, 1975) TAXIDI STA KITHIRA (Die Reise nach Kythera, 1984), O MELLISOKOMOS (Der Bienenzüchter, 1986) und TO VLEMMA TOU ODYSSEA (Der Blick des Odysseus, 1995) schuf er ein einzigartiges poetisches Oeuvre und griff immer wieder die Geschichte Griechenlands sowie die wichtigen gesellschaftlichen Ereignisse des zwanzigsten Jahrhunderts auf. Unverwechselbar waren seine Landschafts-Tableaus, die 360-Grad-Schwenks und Plansequenzen, in denen er Reisen durch Raum und Zeit unternahm und dadurch verschiedene historische Epochen innerhalb einer Einstellung miteinander verband. In Gedenken an ihn zeigen wir seinen letzten Film.

II: I SKON I TOU CHRONOU The Dust of Time

Griechenland/Italien/Deutschland/Russland 2009. R: Theo Angelopoulos. D: Willem Dafoe, Bruno Ganz, Michel Piccoli. 125 Min. Engl. OmU

Ein US-amerikanischer Regisseur griechischer Herkunft dreht einen Film über die Geschichte seiner Familie. Im Fokus steht die Liebe von Eleni und Spyro, die eng mit den historischen Ereignissen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verknüpft ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg voneinander getrennt, beginnt für das Paar eine Odyssee über drei Kontinente, bis sie Jahre später wieder zueinander finden. I SKONTI TOU CHRONOU ist der zweite Teil der „Trilogie des Exils“, der „die Geschichte von Griechen in der Fremde ergründet. Das abwesende Griechenland; das sich aus der Leere und der Erinnerung erhebt, bildet den Kern, den Ursprung des Films“, so Theo Angelopoulos.

Donnerstag, 08.03.2012 20:30 Uhr

 

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