Großes Kino, kleines Kino

Gastspiel des Arsenal Filmateliers für alle ab 5 Jahren

Die Filmreihe „Großes Kino, kleines Kino“ lädt ein zu einer Reise durch die Welt des experimentellen Films. Sie präsentiert die Vielfalt des Kinos und überrascht mit Filmen, die – mal in Schwarz-Weiß, mal in Farbe, mal mit, mal ohne Ton – andere Sicht- und Hörweisen eröffnen. Außerdem können die Besucher/innen selbst kreativ werden und mit Farben, Klängen, mit Licht und Schatten, mit Kamera und Filmstreifen experimentieren. Gestaltet wird das Familienprogramm vom Arsenal Filmatelier. Im Jahr 2019 sind vier Gastspiele des Arsenal – Institut für Film und Videokunst (Berlin) in Frankfurt zu erleben. Sie sind Teil des Projektes „MiniFilmclub bundesweit!“ zur Weiterentwicklung des MiniFilmclubs für Vorschulkinder, eines Filmbildungsformats, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Zum Auftakt der Gastspielreihe des Arsenal Filmateliers erleben Familien am 17. März im Kino des DFF mit dem Kurzfilmprogramm Happy Ghosts – Fröhlicher Spuk eine Geisterstunde der anderen Art.

Weitere Termine der Gastspielreihe:
15. September (mit Ute Aurand und Robert Beavers)
17. November (mit Haim Peretz und Anna Faroqhi)

Großes Kino, kleines Kino: Happy Ghosts – fröhlicher Spuk

SPOOK SPORT (US 1939, R: Mary Ellen Bute)

SPOOK SPORT (US 1939, R: Mary Ellen Bute)

Geisterstunde mal anders: Wenn in SPOOK SPORT (US 1939, R: Mary Ellen Bute) die Uhr zur Geisterstunde schlägt, führen bunte Geister einen fröhlichen Balletttanz auf. Auch am helllichten Tag spukt es hier und da: In AH! LA BARBE (Der lästige Bart, F 1905, R: Segundo de Chomón) treibt ein Spiegel seinen Schabernack, in der Geschichte vom Stuhl, A CHAIRY TALE (CA 1957, R: Norman McLaren, Claude Jutra), wehrt sich ein Stuhl gegen die Annäherungsversuche eines Mannes. Es entsteht eine tänzerische Choreografie. Auch Hexen treiben ihr Unwesen bei Tag: In BEWITCHED MATCHES (Behexte Zündhölzer, US 1913, R: Émile Cohl) werden Zündhölzer von einer Hexe zum Leben erweckt. Wie von Geisterhand bewegt, führen die Hölzchen ein kleines Schauspiel auf. Im schablonenkolorierten Film MME CROQUEMITAINE (Die böse Hexe, F 1909, R: Georges Denola) werden Kinder in Riesengemüse verwandelt. Im Anschluss an das Filmprogramm sind alle Kinder eingeladen, Geisterfiguren zu gestalten und umherspuken zu lassen.

Sonntag, 17.03.2019
15:00 Uhr

Moderation: Stefanie Schlüter (Berlin)

Großes Kino, kleines Kino: Was klingt, kratzt, raschelt da im Film?

DWIGHTIANA (US 1959, R: Marie Menken)

DWIGHTIANA (US 1959, R: Marie Menken)

Was klingt, kratzt, raschelt da im Film? Seit das erste Mal im Jahr 1895 Filme gezeigt wurden, wurden dazu Klänge und Musik gespielt. Unterschiedlichste Klänge, Musiken und Geräusche werden dabei auf der Tonspur zusammengesetzt. Bevor wir selbst mit Klängen und Geräuschen experimentieren und gemeinsam Ideen für einen Soundtrack zu dem Film DWIGHTIANA von Marie Menken (US 1959) erfinden und live spielen, entdecken wir, was in sechs Kurzfilmen zu sehen und zu hören ist. So zeigt SUSAN THROUGH CORN (US 1974, R: Kathleen Laughlin) einen Gang im Maisfeld und in EARLY ABSTRACTIONS (Ausschnitt, US 1933–56, R: Harry Smith) sehen wir Formen und Bewegungen von Licht. In Segundo de Chomóns LES PAPILLONS JAPONAIS (FR 1908) erleben wir eine Zaubershow und in Joyce Wielands SAILBOAT (CA 1968) hören wir das Meer. In TANZ DER FARBEN (DE 1939, R: Hans Fischinger) bewegen sich bunte Punkte, Linien und Flächen im Rhythmus der Musik.

Sonntag, 19.05.2019
15:00 Uhr

Moderation: Eunice Martins

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