FRAU ARCHITEKT – Januar 2018

Die Ausstellung „FRAU ARCHITEKT. Seit mehr als 100 Jahren Frauen im Architektenberuf“ porträtiert 22 Architektinnen, die sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts in die Moderne aufmachten und einen Beruf eroberten, der ihnen weitgehend verschlossen war. Auch wenn sich seitdem viel getan hat, ist die Architektur bis heute männlich geprägt und die wenigsten Architektinnen schaffen den Sprung in die erste Reihe. Wie steht es mit der Architektin im Film? Welche Rolle(n) nimmt sie ein? Ganz unterschiedliche Filmbeiträge rücken Architektinnen in den Fokus, erzählen ihre Geschichten, machen sie sichtbar. Vor jedem Film dieser Reihe stellt ein Vorfilm jeweils eine weitere Architektin vor.

Vorfilme
Regie: Sophia Edschmid Kamera: Phillip Kehm, Ton: Holger Priedemuth. Je ca. 10 Min.

In Kooperation mit:
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EILEEN GRAY  Einladung zur Reise

Deutschland 2006. R: Jörg Bundschuh. Dokumentarfilm. 60 Min. DigiBeta

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Die Designerin und Architektin Eileen Gray (1878 – 1976) war mit ihren Entwürfen ihrer Zeit weit voraus. Bekannt für ihren berühmten Beistelltisch aus Glas und Stahl, das Lota-Sofa und die stehende Neonlampe, ist nur wenig über ihre Person an die Öffentlichkeit gedrungen. Erstmals widmet sich in einem Film Regisseur Jörg Bundschuh dem Leben und Werk Grays. Diese stammte aus einer irisch-schottischen Adelsfamilie und führte in Paris ein unabhängiges Leben abseits der Konventionen. Mit ihrem Domizil E1027 schuf sie eines der berühmtesten Privathäuser des 20. Jahrhunderts.

Vorfilm: Anna Heringer, 2. Vorfilm: DIE FRANKFURTER KÜCHE (DE 1927, 8 Min.)

Dienstag, 02.01.2018
18:00 Uhr

UNSER KURZES LEBEN

DDR 1980. R: Lothar Warneke
D: Simone Frost, Hermann Beyer, Gottfried Richter. 116 Min. 35mm

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Die junge, frisch geschiedene Architektin Franziska Linkerhand entschließt sich, in der Provinz ihre Ideale von sozial orientiertem Städtebau zu verwirklichen. Im neuen Kollektiv gerät sie mit dessen Leiter aneinander, der vor den wirtschaftlichen Zwängen bereits kapituliert hat. Sie verliebt sich in den Kipperfahrer Trojanovicz. Aber wie im Beruf macht Franziska auch im Privatleben keine Kompromisse. Die Verfilmung des teils autobiographischen Romans „Franziska Linkerhand“ von Brigitte Reimann liefert ein illusionsloses Bild der DDR der 60er und 70er Jahre und zeigt eine freimütige, radikale Frau.

Vorfilm: Susanne Hofmann

Dienstag, 09.01.2018
18:00 Uhr

SAUERBRUCH HUTTON ARCHITEKTEN

Deutschland 2013. R: Harun Farocki. Dokumentarfilm. 73 Min. Digital

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Das international erfolgreiche Architekturbüro von Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton ist bekannt für ökologisch effiziente Bauten mit prägnanten Farbakzenten bei der Fassadengestaltung. Etwa 60 Personen arbeiten in dem Berliner Büro an bis zu 20 Projekten parallel – von einem Wettbewerb um den Bau mehrerer Hochhäuser in Frankreich bis hin zu Tür- und Fensterklinken für ein Museum. Jede Idee wird vor der weiteren Bearbeitung immer wieder abgewogen, hinterfragt. Harun Farocki begleitet in seinem Film über mehrere Monate Gespräche zu sechs Projekten in verschiedenen Phasen – vom Konzeptentwurf bis zur Abnahme durch die Bauherren.

Vorfilm: Marie-Theras Deutsch

Dienstag, 16.01.2018
18:00 Uhr

DIDI CONTRACTOR – MARRYING THE EARTH TO THE BUILDING

Schweiz/Deutschland 2016. R: Steffi Giaracuni
Dokumentarfilm. 80 Min. DCP. Engl., dt, hindi OmU

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Der Dokumentarfilm nähert sich mit poetischer Sprache der Künstlerin und Architektin Didi Contractor. Am Fuße des Himalaya, im Nordwesten Indiens, realisiert sie seit zwanzig Jahren mit Leidenschaft ihre architektonischen Visionen, die nicht immer zu den Vorstellungen ihrer Auftraggeber passen. Ihre Häuser verbinden traditionelle und moderne Architektur. Sie gleichen Installationen, Skulpturen, Kunstwerken aus Lehm, Bambus, Schiefer und Flussstein – errichtet in Anerkennung an ihre natürliche Umgebung. Menschen, die in Didi Contractors realisierten Visionen leben, beschreiben ihre Erfahrungen mit ihren Häusern.

Vorfilm: Ingeborg Kuhler

Dienstag, 23.01.2018
18:00 Uhr

Zu Gast:
Britta Kasten, Bahman Kormi (Produzenten)

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EXHIBITION

Großbritannien 2013. R: Joanna Hogg
D: Viv Albertine, Liam Gillick. 104 Min. DCP. OmU

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Ein großstädtisches Kammerspiel mit drei Darstellern: Ein Künstlerehepaar um die Sechzig und das Designerhaus H House in London (Entwurf und Bau 1969: James Melvin, Neugestaltung 1995: Sauerbruch Hutton) stehen im Mittelpunkt des Filmes. Die Ehe des Paares ist geprägt von Gewohnheit und Abgrenzung. Jeder arbeitet an seinen Projekten und die Kommunikation erfolgt über die Haussprechanlage. Er hat plötzlich das Gefühl, schon zu lange an einem Ort zu leben und drängt sie, das Haus zu verkaufen. In der Auseinandersetzung darüber gerät die gesamte Beziehung in eine Krise. Kann ein Neuanfang gelingen?

Vorfilm: Dullin Grund

Dienstag, 30.01.2018
18:00 Uhr

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