BLUES MARCH

Wagner&'Me
Kaum eine Epoche der Zeitgeschichte scheint so gut erforscht wie der Zweite Weltkrieg – doch es gibt immer noch beachtliche weiße Flecken im Geschichtsbewusstsein. Dazu gehört etwa der Umgang der kriegsteilnehmenden Nationen mit Kolonialbürgern. Doch auch ein Blick auf die Armee-Hierarchie vermag in der Intensität überraschende Ergebnisse für Geschichtsinteressierte hervorzubringen. In Kooperation mit der Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg – Ein vergessenes Kapitel der Geschichte“ (noch bis zum 7. April im Historischen Museum Frankfurt zu sehen) zeigt BLUES MARCH die Geschichte des weltberühmten Jazzsängers Jon Hendricks, Mitbegründer des legendären Trios Lambert, Hendricks & Ross, der mit zahlreichen Jazzlegenden sang und von Musikgrößen wie den Beatles oder den Rolling Stones als Vorbild angeführt wird. Hendricks enthüllt in BLUES MARCH zum ersten Mal seine Geschichte als ‚negro soldier’ und Deserteur der US-Army im Zweiten Weltkrieg in Europa. Zudem thematisiert er damit die Geschichte der Rassentrennung und -diskriminierung in der US-Armee. Afroamerikanische Soldaten galten für große Teile des US-Generalstabs als minderwertig, sollten aber gegen den Rassismus der Nazis kämpfen.

BLUES MARCH

BLUES MARCH. SOLDAT JON HENDRICKS
Deutschland 2009. R: Malte Rauch
Dokumentarfilm. 82 Min. DCP. OmU mit dt. Kommentar

Jon Hendricks im Birdland 2007

Regisseur Malte Rauch begleitete Hendricks an die Orte seiner Vergangenheit. BLUES MARCH zeichnet dabei auch die Entwicklung des Jazz von der damals verbotenen und verachteten sogenannten ‚Negermusik’ zum heute strahlenden und anerkannten Teil (nicht nur) der US-amerikanischen Kultur nach.

Donnerstag, 07.03.2013
20:30 Uhr

 

Zu Gast:
Regisseur Malte Rauch und
Eva Voosen

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