AFRICA ALIVE 2018

Das 24. Africa-Alive-Festival rückt den afrikanischen Kontinent mit einem breiten Spektrum an Dokumentar- und Spielfilmen in den Fokus. Neben aktuellen Filmen im Deutschen Filmmuseum und im Filmforum Höchst lädt das begleitende Programm zu Konzerten, Lesungen, Podiumsdiskussionen und Kinderprogrammen ein.

Vor welchen Herausforderungen stehen afrikanische Länder heute, und inwieweit kann die Rückbesinnung auf soziale und kulturelle Traditionen zu Lösungen beitragen? Mit seinem Schwerpunkthema »AFRO UTOPIA« greift das Festival die Fragen des viel diskutierten Essays »Afrotopia « von Autor Felwine Sarr auf. Das Filmprogramm und die Podiumsdiskussion mit Felwine Sarr erkunden Beispiele für Entwicklungsmöglichkeiten, die aus Afrika selbst kommen.

Zur Eröffnung präsentiert Regisseur Sylvestre Amoussou L´ORAGE AFRICAIN – UN CONTINENT SOUS L´INFLUENCE (BJ/FR 2016). Sein Film thematisiert den Einfluss europäischer Konzerne in Afrika am Beispiel eines fiktiven Landes, dessen Präsident seine Gold- und Diamantenminen verstaatlicht. Ebenfalls begrüßt das Festival die Regisseurin Rahmatou Keita (Niger) mit ihrem Film ZIN´NAARIYÂ! – THE WEDDING RING (NE/BF/FR 2016).

Eine Werkschau ist dem mauretanischen Regisseur Med Hondo gewidmet, der neben Ousmane Sembene zur Gründungsgeneration des afrikanischen Kinos zählt. Der in Frankreich lebende Med Hondo setzte sich intensiv mit dem Exil, kolonialem Denken und Rassismus auseinander.

Vor zehn Jahren verstarb der damalige Frankfurter Integrationsdezernent Jean Claude Diallo. Africa Alive zeigt in Anwesenheit des Regisseurs Malte Rauch FRANKFURT – CONAKRY (1986), den beide zusammen drehten, als Diallo in seine Heimat Guinea zurückkehrte. Als weitere Frankfurter Regisseurin wird Julia Peters ihren Film SING IT LOUD (2017) über Evangelische Chormusik in Tansania vorstellen.

Mehr Informationen zum Festival unter
africa-alive-festival.de

Gefördert mit Mitteln der HessenFilm und Medien GmbH


Mit freundlicher Unterstützung von

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L’ORAGE AFRICAIN – UN CONTINENT SOUS INFLUENCE
Afrikanisches Gewitter – ein Kontinent unter Einfluss

Benin/Frankreich 2017. R: Sylvestre Amoussou. D: Sylvestre Amoussou,
Philippe Caroit, Sandrine Bulteau, Eriq Ebouaney. 89 Min. DCP. OmeU

Der Präsident des fiktiven afrikanischen Landes Tangara verstaatlicht die von ausländischen Unternehmen betriebenen Goldminen, um den Ausverkauf seines Landes zu stoppen. Doch die Konzernherren sehen nicht tatenlos zu. Nach dem Erfolg von AFRIQUE PARADIS das preisgekrönte satirische Lehrstück von Sylvestre Amoussou.

Mittwoch, 31.01.2018
20:15 Uhr
Umtrunk:

19:00 Uhr

Zu Gast:
Sylvestre Amoussou

Mitschnitt der Veranstaltung



WEST INDIES OU LES NÈGRES MARONS DE LA LIBERTÉ
West Indies: The Fugitive Slaves of Liberty

Frankreich/Mauretanien 1979. R: Med Hondo. D: Cyril Aventurin,
Fernand Berset, Roland Bertin, Toto Bissainthe. 113 Min. 35mm. OmeU

west indies

Nach der literarischen Vorlage „Les Negriers“ von Daniel Boukmann erzählt WEST INDIES die düstere Geschichte der Antillen über einen Zeitraum von drei Jahrhunderten. Diese Geschichte des Sklavenhandels, die bis in die Gegenwart reicht, inszeniert Hondo als opulentes Musical-Kammerspiel auf einem nachgebauten Sklavenschiff.

Donnerstag, 01.02.2018
18:00 Uhr

COMBOIO DE SAL E AÇUCAR  The Train of Salt and Sugar

Portugal/Mosambik/Frankreich/Südafrika/Brasilien 2016. R: L. Azevedo
D: Thiago Justino, Matamba Joaquim, A. Maciel. 93 Min. DCP. OmeU

train of salt and sugar

1989 tobt seit mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg in Mosambik. Die Reisenden des Zuges, der die nördliche Region Nampula mit Malawi verbindet, setzen ihr Leben aufs Spiel, um ein paar wenige Salzsäcke gegen Zucker einzutauschen. Während der Zug unter Gewehrbeschuss langsam zur nächsten Station rollt, entspinnen sich Geschichten von Liebe und Krieg.

Donnerstag, 01.02.2018
20:30 Uhr

WÊND KÛUNI  Das Geschenk Gottes

Burkina Faso 1982. R: Gaston J. Kaboré. D: Serge Yanogo, R. Yanogo
75 Min. OmU (dt. eingesprochen). Empfohlen ab 10 Jahren.

Die Geschichte des stummen Jungen Wênd Kûuni, der in eine Dorfgemeinschaft aufgenommen wird. Erst durch ein Schockerlebnis findet er die Sprache wieder und kann sich erinnern, was passiert ist. Gaston Kaborés Parabel auf die Wiedergewinnung der kulturellen Identität gilt als erster Spielfilm aus Burkina Faso.

Freitag, 02.02.2018
14:30 Uhr
(Mit deutscher Einsprache)

Sonntag, 04.02.2018
15:00 Uhr
(OmU)

 

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AALA KAF IFRIT  La Belle et la meute

Tunesien 2017. R: Kaouther Ben Hania
D: Mariam Al Ferjani, Ghanem Zrelli. 100 Min. DCP. OmeU

la belle et la meute

Die Studentin Mariam aus Tunis wird nach einer Party von drei Polizisten vergewaltigt. Eine alptraumhafte Nacht nimmt ihren Lauf, die sie immer wieder mit repressiven patriarchalen Stukturen konfrontiert. Hania macht in ihrem spannenden Spielfilm auch Hoffnung und zeigt, dass der Kampf gegen Willkür möglich ist.

Freitag, 02.02.2018
18:00 Uhr

FÉLICITÉ

Frankreich/Senegal/Belgien/Deutschland/Libanon 2017. R: Alain Gomis
D: Véro Tshanda Beya, Gaetan Claudia, Papi Mpaka. 123 Min. DCP. OmU

felicite

Félicité ist eine stolze, unabhängige Frau, die als Sängerin in einer Bar auftritt. Doch um Geld für die Operation ihres Sohnes aufzutreiben, ist sie auf jede Hilfe angewiesen. Eine atemlose Reise durch die kongolesische Metropole zwischen Armut und dekadentem Reichtum beginnt. Der mehrfach preisgekrönte Film zeigt ein Land, das für die allerwenigsten Hoffnung bereithält.

Freitag, 02.02.2018
20:15 Uhr

POLISARIO, UN PEUPLE EN ARMES

Frankreich 1978. R: Med Hondo
Dokumentarfilm. 90 Min. 16mm. frz. OmeU

Hondos zweiter Dokumentarfilm über die Sahrauis in der West-Sahara verfolgt über mehrere Monate den nationalen Befreiungskampf der Ethnie unter der Führerschaft der Polisario-Front. Der Film zeigt die tägliche Realität der Kampfhandlungen inmitten der Schönheit der Wüstenlandschaft und lässt die Beteiligten zu Wort kommen.

Samstag, 03.02.2018
15:00 Uhr

MUSIC IS OUR WEAPON

Kenia/Dänemark/Ungarn/Tanzania 2016 R: Taye Balogun
Dokumentarfilm. 102 Min. DCP. engl. OF

music is our weapon

Der Film portraitiert eine der spannendsten aktuellen Bands in Kenia. Im Kampf für Gerechtigkeit versteht die Band Sarabi es, zu inspirieren und mit ihrer Musik Brücken zu bauen zwischen den verschiedenen sozialen Klassen. Die metaphorische Reise einer energiesprühenden Band, die mit ihrer Musik die Welt um sie herum verändert.

Freitag, 02.02.2018
22.30 Uhr

Samstag, 03.02.2018
22.30 Uhr

TAHQIQ FEL DJENNA Investigating Paradise

Frankreich/Algerien 2017. R: Merzak Allouache
Inszenierter Dokumentarfilm. 135 Min. DCP. OmeU

investigating paradise

Der Film folgt einer investigativen Journalistin, die muslimische Männer und Frauen zu ihrer Vorstellung vom Paradies und den berühmten 72 Jungfrauen befragt. Ergänzt werden die Interviews durch Gespräche mit algerischen Feministinnen. In seinen Filmen setzt sich Allouache insbesondere mit Bürgerkrieg, islamistischem Terror und der Haltung des algerischen Staates auseinander.

Samstag, 03.02.2017
18:00 Uhr

MEDAN VI LEVER  While We Live

Burkina Faso/Schweden 2016. R: Dani Kouyaté. D: J. Bushell-Mingo,
Adam Kanyama. 91 Min. DCP. schwed., engl., Mandingo OmeU

while we live

Als die alleinerziehende Ärztin Kandia sich nach 30 Jahren in Schweden zunehmend fremd und alleine fühlt, beschließt sie, in ihre alte Heimat Gambia zurückzukehren, ihr Sohn folgt nach. Aber dort läuft es anders als erwartet. Dani Kouyatés Komödie über die Suche nach Identität gewann den Kritikerpreis des FESPACO 2017.

Samstag, 03.02.2018
20:30 Uhr

SING IT LOUD – LUTHERS ERBEN IN TANSANIA

Deutschland 2017. R: Julia Irene Peters, Jutta Feit
Dokumentarfilm. 80 Min. DCP. OmU

sing it loud

Evangelische Chormusik spielt in Tansania eine große Rolle und jeder Chor träumt davon, den großen Chorwettbewerb zu gewinnen. Doch der Weg zum Erfolg ist hart. Der Film begleitet drei Chöre aus ganz unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und beleuchtet nebenbei ein dunkles Kapitel deutscher Kolonialgeschichte.

Sonntag, 04.02.2018
12:00 Uhr

Zu Gast: Julia Irene Peters

MAMAN COLONELLE  Mama Colonel

Frankreich/Dem. Rep. Kongo 2017. R: Dieudo Hamadi
Dokumentarfilm. 72 Min. DCP. Lingala, Swahili, franz. OmeU

mama colonel

Colonel Honorine Munyole, 44 Jahre alt, verwitwet und Mutter von sieben kleinen Kindern, ist eine resolute Frau. Sie leitet eine kleine Polizeieinheit, die sich dem Schutz vergewaltigter Frauen und misshandelter Kinder in den von Kriegen geplagten Regionen Kongos widmet. Der Film ist die Hommage an eine Heldin unserer Zeit und zugleich ein Dokument zivilisatorischer Höchstleistung.

Sonntag, 04.02.2018
18:00 Uhr

ZIN’NARIYÂ!  The Wedding Ring

Niger/Burkina Faso/Frankreich 2016. R: Rahmatou Keïta D: M. Silberfeld,
Salamatou K. Farinwata. 95 Min. DCP. Songhoy, Zarma, Hawsa u.a. OmeU

the wedding ring

Die aus einer aristokratischen Familie stammende Tiyaa kehrt nach ihrem Studium in Paris nach Niger zurück. Bis ihr Zukünftiger ebenfalls eintrifft, hört sie die Geschichten der älteren Frauen von Leidenschaft und Trennung. Ein Film über ein Land und seine Rituale und Bräuche, die den Veränderungen aus der Außenwelt etwas entgegensetzen.

Sonntag, 04.02.2018
20:15 Uhr

Zu Gast: Rahmatou Keïta

Mitschnitt der Veranstaltung




AKHER AYAM EL MADINA  In den letzten Tagen der Stadt

Ägypten/Deutschland/Großbritannien/VA Emirate 2016
R: Tamer El Said. D: Khalid Abdalla, L. Samy. 118 Min. DCP. arab. OmU

Zwei Jahre vor der ägyptischen Revolution arbeitet der Filmemacher Khalid an einem Porträt seiner Heimatstadt. Als seine Freunde in Berlin, Bagdad und Beirut beschließen, ihm eigenes Videomaterial zu schicken, wollen auch sie damit die Verbindung zu Kairo aufrechterhalten, wohl wissend, dass ihr Fixpunkt bereits ein Phantasma ist.

Montag, 05.02.2018
18:00 Uhr

KEMTIYU – CHEIKH ANTA DIOP

Senegal/Frankreich 2016. R: Ousmane William Mbaye
Dokumentarfilm. 94 Min. Blu-ray. OmeU

kemtiyu

30 Jahre nach dem Tod von Cheikh Anta Diop würdigt der Dokumentarfilm KEMTIYU die wissenschaftlichen und politischen Leistungen eines der bekanntesten Ägyptologen des afrikanischen Kontinents. Als Hauptvertreter des Afrozentrismus wollte Anta Diop Afrikas Unabhängigkeit auf eigene Wurzeln aufbauen. Ausgezeichnet als bester Dokumentarfilm auf dem FESPACO 2017.

Montag, 05.02.2018
20:30 Uhr

LUMIÈRE NOIRE Black Light

Frankreich 1994. R: Med Hondo
D: Charlie Bauer, Patrick Poivey, Inès de Medeiros, Doudou Babet. 103 Min. 35mm. OmeU

lumiere noir

Einziger Zeuge eines tödlichen Übergriffes der französischen Polizei ist ein junger Mann aus Mali. Als man ihn mit dem nächsten Charterflug abschiebt, begibt sich der Freund des Opfers auf die Spur nach Bamako. Hondo selbst sah sich bei der Verfilmung des Romans von Didier Daeninckx Zensurproblemen ausgesetzt.

Dienstag, 06.02.2018
18:00 Uhr

FRANKFURT CONAKRY. RÜCKKEHR INS LAND DER ELEFANTEN

BRD 1986. R: M. Rauch, Jean C. Diallo. Dokumentarfilm. 100 Min. 16mm. OmU

Jean Claude Diallo war bis zu seinem Tod 2008 eine bekannte Figur auf der politischen Bühne Frankfurts. Der Film begleitet ihn auf seiner Rückkehr nach Guinea, ein Heimatland im Umbruch. Die spannende Geschichte eines Mannes, der vom Beobachter zum politischen Akteur in Regierungsverantwortung wird.

Dienstag, 06.02.2018
20:30 Uhr

Zu Gast: Malte Rauch

Mitschnitt



INXEBA Die Wunde

Südafrika/Deutschland 2016. R: John Tengrove
D: Nakhane Touré, Bongile Mantsai, Niza Jay Ncoyini. 88 Min. DCP. OmU

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Wie in jedem Jahr nimmt sich der Fabrikarbeiter Xolani eine Auszeit von seinem Job, um in einem abgelegenen Berglager das jährliche Beschneidungsritual der Xhosa zu begleiten. In dieser von Machismo und Aggressionen geprägten Umgebung stellt der aufsässige junge Kwanda die patriarchalen Normen der Initiation zunehmend infrage und deckt schließlich auch Xolanis Geheimnis auf …

Mittwoch, 07.02.2018
18:00 Uhr

SOLEIL Ô

Frankreich 1970. R: Med Hondo. D: Robert Liensol, Théo Légitimus,
Gabriel Glissant. 98 Min. DCP. franz., arab. OmeU


Med Hondos großer Klassiker beschreibt formal wie inhaltlich radikal die Situation der afrikanischen Immigranten im Frankreich der 1960er Jahre und parallel dazu die Geschichte der afrikanischen Völker, die Versklavung, Kolonialismus und Neokolonialismus erleiden mussten. SOLEIL Ô steht für avantgardistisches, politisch engagiertes afrikanisches Kino.

Mittwoch, 07.02.2018
20:30 Uhr

Restauriert durch die Cineteca di Bologna am L’immagine Ritrovata Laboratorium in Zusammenarbeit mit Med Hondo und mit Förderung der George Lucas Family Foundation sowie des Film Foundation’s World Cinema Project

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KURZFILMPROGRAMM

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KAI THE VENDOR

Uganda 2016. R: Robert Nyanz. 18 Min. Digital. OmeU
KAI THE VENDOR erzählt von einem jungen Straßenverkäufer namens Kai. Er träumt davon, zur Schule zu gehen, und versucht alles ihm Mögliche, um das Schulgeld aufzutreiben.

DEM DEM!

Senegal 2017. R: Pape Bouname Lopy, Marc Recchia, Christophe Rolin
28 Min. Digital. OmeU
Die Geschichte eines senegalesischen Fischers, der an einem Strand in Dakar einen belgischen Pass findet. Während der Auseinandersetzung mit seiner Identität und Zukunft begegnet er eigentümlichen Menschen.

SAMEDI CINEMÁ

Senegal 2016. R: Mamadou Dia. 12 Min. DCP. OmeU
SAMEDI CINÉMA ist ein melancholisches Plädoyer gegen das grassierende Kinosterben in vielen (west-)afrikanischen Ländern.

MES VOISINS

Frankreich 1971. R: Med Hondo. 35 Min. 16mm. OmeU
Fragment eines umfangreichen Dokumentarfilmprojektes über die Pariser Politik der Unterbringung von Arbeitsmigranten.

Donnerstag, 08.02.2018
18:00 Uhr

SARRAOUINA The Battle of the Black Queen


Frankreich/Burkina Faso 1986. R: Med Hondo
D: Aï Keïta, Jean-Roger Milo, Féodor Atkine. 120 Min. 35mm. OmU

sarraouina

Zentralafrika, Ende des 19. Jahrhunderts: Mit Unterstützung sudanesischer Söldner versuchen französische Kolonialoffiziere, den Niger zu erobern. Die afrikanischen Stämme schwanken zwischen Kollaboration und Kampfbereitschaft. Nur die sagenumwobene Königin der Aznas, Sarraounia, organisiert den Widerstand gegen den brutalen Terror der Kolonialisten. SARRAOUINA ist der Versuch, eine Epoche neu zu beschreiben, deren Geschichtsschreibung nach wie vor von den ehemaligen Kolonialherren bestimmt wird, und ein engagiertes Beispiel des modernen afrikanischen Kinos.

Dienstag, 13.02.2018
18:00 Uhr

FATIMA, L’ALGERIENNE DE DAKAR
Fatima, The Algerian Woman of Dakar

Frankreich/Senegal 2004. R: Med Hondo
D: L. Zekkal, A. Djemel, M. Said. 89 Min. 35mm. OmeU

L'Algerienne

Bei einer brutalen Razzia eines senegalesischen Elitekommandos der französischen Armee wird im Sommer 1957 ein junges Mädchen vergewaltigt und geschwängert. Jahre später kehrt der befehlshabende Unteroffizier Souleyman auf Geheiß seines Vaters nach Algerien zurück, um das Mädchen zu suchen und zu heiraten. Der Film beschreibt die psychischen Folgen des verheerenden Kolonialkrieges in Algerien und fragt nach dem Verhältnis zwischen Opfern und Täter/innen nach der Unabhängigkeit. Regisseur Hondo postuliert schließlich ein Afrika jenseits der imaginären Grenzlinie zwischen Norden und Süden.

Dienstag, 20.02.2018
18:00 Uhr

 

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