100. TODESTAG VON KARL MAY

DIE SPUR FÜHRT ZUM SILBERSEE

DIE SPUR FÜHRT ZUM SILBERSEE

Mit weltweit mehr als 200 Millionen verkauften Büchern ist Karl May bis heute der meist gelesene deutsche Autor. Nach seinen Romanen und Erzählungen entstanden zahlreiche filmische Adaptionen, darunter die legendären Winnetou-Kinofilme der sechziger Jahre. Am 30. März 1912 starb der durch seine fiktiven Reiseerzählungen berühmt gewordene Schriftsteller im sächsischen Radebeul. Das Kino des Deutschen Filmmuseums zeigt zu seinem 100. Todestag eine Rarität aus der Märchenschmiede der ehemaligen DDR: den Puppentrickfilm DIE SPUR FÜHRT ZUM SILBERSEE (1989) von Günter Rätz.

DIE SPUR FÜHRT ZUM SILBERSEE

DDR 1989. R: Günter Rätz. Stimmen: Henry Hübchen,
Gert Grasse, Dieter Wien. 85 Min. 35mm

DIE SPUR FÜHRT ZUM SILBERSEE - Artikelbild

Nach einem Bankraub in Nugget City wird der Bandit Cornel Brinkley steckbrieflich gesucht. Auf der Flucht belauscht er Hobble-Frank und Tante Droll, die von einem alten Indianerschatz erfahren haben. Brinkley begibt sich alsbald auf die Schatzsuche. Old Shatterhand und Winnetou wollen dem Banditen zuvorkommen.

Im Trubel der Nachwendezeit ging der Film, der im Januar 1990 in die Kinos kam, weitgehend unter. Dabei setzt die Trickfilmproduktion die Romanvorlage Karl Mays deutlich werkgetreuer um, als die westdeutsche Verfilmung DER SCHATZ IM SILBERSEE (1962) mit Lex Barker und Pierre Brice. Henry Hübchen lieh dem Apachenhäuptling Winnetou seine Stimme. Mit großer Liebe zum Detail inszenierte Günter Rätz einen ungewöhnlichen Trickfilm, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert und mit dem Goldenen Spatz als bester Animationsfilm 1991 ausgezeichnet wurde.

Mittwoch, 20.06.2012
18:00 Uhr


 

Newsletter abonnieren!
© 2017 Deutsches Filminstitut, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main