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augen|blicke. portraits von birgit kleber

Ausstellung vom 8.1. bis 10.3.

„Ich will die berühmten fünf Minuten“

Ein intensiver, durchdringender Blick. Ein scharfer Zug um die Lippen, ein verschmitztes Lächeln oder ein Augenpaar, so tief wie das Meer. In 91 prominente Gesichter blicken Besucher/innen der neuen Sonderausstellung augen|blicke. portraits von birgit kleber, die am Dienstag, 8. Januar, im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum eröffnet.

25 Jahre lang hat die Berliner Fotografin deutsche und internationale Filmstars auf der Berlinale fotografiert: Monica Bellucci und Chloë Sevigny, Willem Dafoe und Shootingstar Franz Rogowski, Regisseur Wim Wenders, Produzent Artur Brauner sind nur einige von ihnen. In immer derselben Haltung, immer in einem ähnlichen Setting. Immer auf der Suche nach dem besonderen Moment. „Ich will die berühmten fünf Minuten“, sagt sie. Zeit genug für Augenblicke, die überraschend Persönliches offenbaren: Menschen mit ihrer Lebensgeschichte, ihren Gefühlen, in ihrer ganzen Verletzlichkeit.

Dicht an dicht sind die Portraits in Petersburger Hängung im Erdgeschoss und Kinofoyer des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums angeordnet. Schwarzweiß hängt neben Farbe, Männer neben Frauen, alt neben jung. „Ich mag starke Kontraste“, sagt Birgit Kleber. Kein Glas, keine Spiegelung, keine Ablenkung. Das verstärkt den Eindruck, seinem Gegenüber direkt in die Augen zu schauen und umgekehrt „angeguckt zu werden“, so die Fotografin. „Entscheidend ist die körperliche Anspannung. Sitzend, nach vorne gebeugt. Dann konzentrieren die sich nämlich.“ Die so entstandenen Fotografien erzeugen eine eigentümliche Spannung im Raum, zwischen der Bildfläche und dem/der Betrachter/in, zwischen mir und dir, zwischen öffentlich und hochpersönlich, zeigen entwaffnende Details im vermeintlich Bekannten.

augen|blicke. portraits von birgit kleber

Vernissage am Dienstag, 8. Januar, 19 Uhr in Anwesenheit von Fotografin Birgit Kleber.

Zur Ausstellung erscheinen ein Bildband und eine Postkartenserie.

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