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Das Deutsche Filminstitut

Das Deutsche Filminstitut wurde 1949 gegründet und ist damit das älteste filmwissenschaftliche Institut der Bundesrepublik. Gemeinsam mit dem Bundesarchiv/Filmarchiv und der Stiftung Deutsche Kinemathek, beide in Berlin, erfüllt das Deutsche Filminstitut, das in Frankfurt am Main und Wiesbaden beheimatet ist, die Aufgaben einer zentralen deutschen Kinemathek.

Seit 2006 führt das Institut unter Leitung von Claudia Dillmann auch das Deutsche Filmmuseum, das mit seinem Kino- und Ausstellungsbetrieb zu den bundesweit bedeutenden Kultureinrichtungen zählt.

 

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Die Archive – Fundament des Instituts

Filmrollen
Die Vermittlung von deutscher und internationaler Filmgeschichte und Filmkultur durch Symposien, Ausstellungen, Publikationen und insbesondere Filmreihen gehören traditionell zu den zentralen Aufgaben unseres Hauses. Eine besondere Rolle spielen dabei unsere Archive: Das Filmarchiv mit Filmverleih, das Bild-, Geräte-, Plakat- und Musikarchiv, die Bibliothek und das Textarchiv ebenso wie die Sammlungen und Nachlässe von Regisseuren wie Volker Schlöndorff, Schauspielern wie Curd Jürgens und Maria Schell, Produzenten wie Artur Brauner oder Produktionsfirmen wie der X Filme Creative Pool. Hier werden Materialien gesammelt, konserviert, restauriert, für die Öffentlichkeit aufbereitet und für kommende Generationen bewahrt.

Die Filmfestivals – Höhepunkte des Jahresprogramms

Filmfestiva GoEastLucas Kinderfilmfestival

Zu den Höhepunkten des Jahresprogramms gehören die zwei vom Filminstitut veranstalteten Festivals:

Seit 2001 gibt goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films jedes Frühjahr in der Landeshauptstadt Wiesbaden einen spannenden Einblick in das cineastische Schaffen unserer östlichen Nachbarn.

Im Spätsommer findet das Internationale Kinderfilmfestival LUCAS in Frankfurt statt: Das bundesweit traditionsreichste Kinderfilmfestival präsentiert seit über 35 Jahren anspruchsvolle Produktionen für Kinder aus allen Teilen der Erde.

Fokus Filmvermittlung

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ein Schwerpunkt unseres Hauses. In der Vermittlung von Filmkultur und Medienkompetenz nehmen wir unseren Bildungsauftrag sehr ernst, und dies nicht nur in der täglichen film- und museumspädagogischen Arbeit. Zu den wichtigen Projekten in diesem Bereich zählen die landesweit veranstalteten SchulKinoWochen Hessen: Mit der Teilnahme von über 42.000 interessierten Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften aus ca. 500 Schulen setzte dieses Projekt in 2011 erneut Impulse im Bereich der Filmbildung.
Vermittlung und Filmbildung

Internetprojekte und Europäisches Engagement

Die webbasierte Publikation von filmrelevanten Inhalten und Informationen gehört zu unseren Kernkompetenzen: Ein Aushängeschild des Instituts ist filmportal.de, die zentrale Internet-Plattform für umfassende, zuverlässige und kostenlose Informationen zu allen deutschen Kinofilmen von den Anfängen bis heute. Federführend ist das Deutsche Filminstitut zudem am Projekt EFG – The European Film Gateway beteiligt. Das Internetportal zu den digitalen Sammlungen der europäischen Filmarchive und Kinematheken bietet kostenlosen Zugang zu derzeit rund 500.000 Filmen, Fotos, Filmplakaten und Textmaterialien aus 15 Ländern. Bereits seit 2007 macht die Internetplattform filmarchives online – entstanden unter der Leitung des Filminstituts – Katalogdaten zu ausgewählten Beständen europäischer Archive einsehbar. Im Rahmen von CEN – European Committee for Standardization waren wir maßgeblich an der Erarbeitung notwendiger internationaler Standards für den Austausch und die einheitliche Repräsentation von kinematographischen Metadaten beteiligt.
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Von 2004 bis 2012 war Claudia Dillmann Präsidentin der Association des Cinémathèques Européenes (ACE), in deren Vorstand sie weiter aktiv ist. Die ACE ist ein europäischer Verbund aus 40 nationalen und regionalen Filmarchiven. Ziel von ACE ist es das europäische Filmerbe zu bewahren, zu promoten sowie die Belange der Archive gegenüber politischen Entscheidungsträgern auf europäischer Ebene zu vertreten.

 

Rechtsform, Mitglieder und Förderer

Das Deutsche Filminstitut DIF e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Land Hessen, den Städten Frankfurt am Main und Wiesbaden, von der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO), von den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sowie der KINEOS GmbH institutionell gefördert wird. Vorsitzende des Verwaltungsrates, die gemeinsam mit dem Vorstand die Rahmenbedingungen für die Arbeit des Instituts festlegt, ist Dr. Ina Hartwig. Der jeweils auf drei Jahre gewählte Vorstand, der aus der Direktorin Claudia Dillmann und dem Frankfurter Rechtsanwalt und Notar Dr. Dr. h.c. Nikolaus Hensel besteht, leitet den Verein. Unter dem Vorsitz von Dr. Hensel unterstützt der Förderkreis des Deutschen Filminstituts, dem Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft angehören, die vielfältigen Aufgaben unseres Hauses. Die Mitglieder des Verwaltungsrats (alphabetisch):

Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien; Degeto-Film GmbH;  Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst; Stadt Frankfurt am Main; Stadt Wiesbaden; Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO); Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF); KINEOS GmbH

 

Das Deutsche Filmmuseum – ein Haus für den Film

Film ist ein faszinierendes Medium und ein wirkungsmächtiges dazu. Filme können uns in ihren Bann ziehen, starke Gefühle hervorrufen, unsere Gedanken, Ansichten, Meinungen beeinflussen; filmische Bilder, inzwischen allgegenwärtig, gehören zu unserem Alltag, sind im Internet jederzeit abrufbar, mit Handys selbst herzustellen. Als Massenmedium, Produkt der Populärkultur, Kunstwerk weist das Phänomen Film viele Facetten auf, die alle einer genaueren Betrachtung wert sind.

Das Deutsche Filmmuseum am Frankfurter Museumsufer ist diesem funkelnden Gegenstand Film gewidmet, seiner Geschichte und Gegenwart, Ästhetik und Wirkung, welche es auf vielfältige Weise in Ausstellungen und im hauseigenen Kino präsentiert.

Das Deutsche Filmmuseum

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Das Haus

Das Deutsche Filmmuseum

Auf fünf Etagen bietet das Museum seinen Besucherinnen und Besuchern einen außergewöhnlichen Ort für die zugleich sinnliche und reflektierende Begegnung mit dem bewegten Bild: in der Dauerausstellung, die noch vor der »Erfindung« des Kinos im Jahr 1895 ansetzt und dann dessen erzählerische Macht veranschaulicht, in den Sonderausstellungen, die herausragenden Filmschaffenden, bedeutenden Epochen oder aktuellen Tendenzen gewidmet sind, im Kino, das neben filmischen Klassikern das ganze Spektrum aktueller künstlerischer Filmproduktion zeigt, oder im eigenen kleinen Studio, das zum Ausprobieren und damit zum tieferen Verständnis der Filmsprache einlädt.

Architektonische und inhaltliche Neugestaltung


Filmcafe

Neugestaltung Eingangsbereich

Neugestaltung Eingangshalle und Projektion
Wie aber lässt sich gerade Film – jenseits des Kinos – zeitgemäß ausstellen? Wie seine Facetten vermitteln?

Diese Fragen bildeten die Grundlage für eine komplette architektonische und inhaltliche Neugestaltung des Filmmuseums, die in den Jahren 2010/11 stattfand. Das »alte« Filmmuseum, in den 1970er Jahren vom damaligen Frankfurter Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann initiiert und 1984 als eines der ersten neuen Häuser am Museumsufer eröffnet, war in vielerlei Hinsicht in die Jahre gekommen.

Der Umbau, hauptsächlich von der Stadt Frankfurt, dem Land Hessen und dem Bund gefördert, bot nicht nur die Chance, durch Entkernung neue, klar gegliederte Räume zu schaffen und den Blick auf die beeindruckende Frankfurter Skyline zu ermöglichen; auch für die Dauerausstellung war eine Neukonzeption vonnöten, die dem rasanten digitalen Wandel Rechnung tragen, modern und zukunftsfähig sein sollte; und nicht zuletzt galt es, dem Bildungsauftrag des Museums mit Blick auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen mehr Nachdruck zu verschaffen durch ein neues museumspädagogisches Zentrum mit eigenem Studio und Werkstatträumen.

Digitale Technik

Die digitale Technik, die den Film und das Filmen so allgegenwärtig macht, sie erlaubt dem Museum, was zuvor nicht möglich war: Film als Film auszustellen, im Erdgeschoss, wo die Besucherinnen und Besucher eine große Leinwand mit dem Vorschau-Programm des Kinos empfängt; im ersten Teil der Dauerausstellung, in dem ein kleines Kino filmische Preziosen aus dem eigenen Archiv sowie den Sammlungen der europäischen Partnereinrichtungen präsentiert; im zweiten Teil der Ständigen Ausstellung, in dem auf vier großen Leinwänden Filmausschnitte aus der ganzen Filmgeschichte miteinander und mit der umliegenden Ausstellung interagieren; im Studio, in dem sich neue vielfältige Möglichkeiten zum spielerischen Lernen bieten; schließlich im Kino, das nicht allein auf den aktuellen Stand der Technik gebracht wurde, sondern durch seine ganz in Rot gehaltene Ausstattung auch an die Sinne appellieren will. Denn das Haus ist einem Begriff von Film verpflichtet, der dessen Zauber, die Macht der Bilder und die Wirkung auf unsere Gefühle mitdenkt und sie reflektiert. Deshalb lädt das Filmmuseum gleichermaßen zum Schauen, Staunen, Lernen ein; zum unmittelbaren Erleben wie zum Verstehen und Nachdenken.

Das Kino

Das Kino, es bildet die Keimzelle des Deutschen Filmmuseums und kann auf eine mehr als 40-jährige Geschichte zurückblicken, also in Zeiten, als es noch kein Filmmuseum in Deutschland gab. Es steht am Anfang eines langwierigen kulturellen und politischen Verständigungsprozesses über die Bedeutung von Filmkultur in dieser Gesellschaft.

Die Initialzündung, ein von der öffentlichen Hand subventioniertes, eigenständiges, täglich spielendes Kommunales Kino mit kontextualisierten Reihen und begleitenden Diskussionen zu schaffen, ist neuerlich mit dem Namen Hilmar Hoffmanns eng verbunden. Als langjähriger Verwaltungsratsvorsitzender des Deutschen Filminstituts hat Hilmar Hoffmann auch maßgeblich die 2006 erfolgte Integration des vormals städtischen Filmmuseums in das Filminstitut gefördert.

Kinosaal

Unter dem Dach der traditionsreichen, selbstständigen, überregional wirkenden und mit der Filmwirtschaft wie mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten verbundenen Einrichtung, mit Hilfe seiner Mitglieder und dank der Unterstützung von bürgerschaftlich engagierten Stiftungen und Sponsoren konnte das »Haus für den Film« Wirklichkeit werden: als Zentrum für die Vermittlung von Filmkultur und Medienkompetenz, als Zentrum für das Sehen, Staunen, Lernen, Nachdenken über Film.

Wiedereröffnung 2011

Seit der Wiedereröffnung des Museums im August 2011, nach 22-monatiger Schließung und einer reinen Bauzeit von 14 Monaten, spiegeln sich schon im Erdgeschoss hinter den denkmalgeschützten Fassaden der Gründerzeitvilla die zahlreichen Facetten des Phänomens Film: In einem fast 15 Meter hohen Luftraum präsentieren junge Künstlerinnen und Künstler eigens für diese besondere Fläche geschaffene Videoinstallationen, die Wahrnehmung, Bewegung, Film thematisieren. Herausragende Exponate stehen im Eingangsbereich für die Vielfalt der Zugänge zum Thema Film und verweisen zugleich auf die Sammlungen hinter den Kulissen: ein besonderes Drehbuch wie das zu CASABLANCA (USA 1942), die Skulptur »Das Schweigen« von Joseph Beuys und die in Leuchtkästen schimmernden Arbeiten zu Kubrick- und Hitchcockfilmen von Benjamin Samuel, die Figur aus dem Oscargekrönten Kurzfilm QUEST (D 1996), Originalvorlagen für klassische Zeichentrickfilme oder das Bambi für Maria Schell. Das helle, großzügige Foyer, das auf eine raumhohe Leinwand mit Filmausschnitten, Trailern und Kurzfilmen zuläuft: Es will auf das Haus und seine Arbeit einstimmen, Treffpunkt sein, es lädt zum Stöbern im Museumsshop ein und zum Tee oder einem Glas Wein im Café. Von hier aus erschließen sich alle barrierefreien Wege: in die Dauerausstellung im ersten und zweiten Stock, in die Sonderausstellung im dritten, in das museumspädagogische Zentrum im vierten Obergeschoss, und nicht zuletzt ins Kino, das täglich außer montags spielt und in dessen Foyer wertvolle Originalplakate und ein veritabler, staunenswerter 35mm-Projektor zu betrachten sind.

Eröffnung neues Filmmuseum

Feierliche Eröffnung des neuen Filmmuseums im August 2011. Von links: Ingmar Jung, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst; Petra Roth, damalige Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt; Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien; Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filmmuseums; Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt und Verwaltungsratsvorsitzender des Deutschen Filminstituts seit August 2011; Hilmar Hoffmann, Verwaltungsratsvorsitzender von 1987 bis August 2011; Nikolaus Hensel, Vorstand des Deutschen Filminstituts

 

 

 

 

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