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MARIA SCHELL Biografie

Maria Schell wird am 15. Januar 1926 als Margarethe Schell, genannt „Gritli“, in Wien geboren. Ihre Eltern sind Künstler: Vater Ferdinand Hermann Schell ist Schriftsteller und Drehbuchautor, Mutter Margarethe Noé von Nordberg Schauspielerin. Sie wächst mit drei Geschwistern auf, Carl, Maximilian und Immy. Auch sie werden Schauspieler.

Die Lehrjahre der angehenden Schauspielerin beginnen in Zürich, wo die Familie seit 1938, dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland, lebt. Bereits 1942 spielt Maria Schell ihre erste kleine Rolle in dem Film STEIBRUCH (CH 1942, R: Sigfrit Steiner). Nachdem sie eine kaufmännische Ausbildung absolviert hat, besucht sie die Schauspielschule in Zürich, arbeitet parallel aber auch bereits an Theatern. 1948 feiert sie mit dem Film DER ENGEL MIT DER POSAUNE (A 1947/48, R: Karl Hartl) erste Erfolge. In den folgenden Jahren pendelt die gefragte junge Schauspielerin zwischen Zürich, Wien und London, bis schließlich der deutsche Film sie entdeckt. Mit Produktionen wie ES KOMMT EIN TAG (BRD 1950, R: Rudolf Jugert) an der Seite von Dieter Borsche oder BIS WIR UNS WIEDERSEHEN (BRD 1952, R: Gustav Ucicky) mit O.W. Fischer wird sie zum Star des deutschen Nachkriegskinos.
Katalog:

Der Katalog Maria Schell ist im Henschel Verlag erschienen. Neben wissen- schaftlichen Texten enthält er zahlreiche Abbildungen und wird eingeleitet mit einem Grußwort von Maximilian Schell. ¬ mehr

 

Ausstellung

 

Filmografie auf filmportal.de

 

Der internationale Durchbruch gelingt ihr mit der Hauptrolle in Helmut Käutners DIE LETZTE BRÜCKE (A/YUG 1953/54, R: Helmut Käutner), für den sie bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet wird. 1956 erhält sie in Venedig die Coppa Volpi für die Titelrolle der Wäscherin in der realistischen Zola-Adaption GERVAISE. Es folgen Engagements in Hollywood: THE BROTHERS KARAMAZOV (USA 1957/58, R: Richard Brooks) mit Yul Brunner, THE HANGING TREE (USA 1958/59, R: Delmer Davis) mit Gary Cooper und CIMARRON (USA 1959-61, R: Anthony Mann) mit Glenn Ford.

Neben ihrer Arbeit bei internationalen Filmproduktionen steht Maria Schell immer wieder auf der Theaterbühne. Versehen mit einem enormen Arbeitspensum wechselt sie in diesen Jahren Film-Set und Bühne, pendelt zwischen den USA, Deutschland, Frankreich und Österreich.

Erste Erfahrungen mit dem Medium Fernsehen sammelt Maria Schell bereits in den 60er-Jahren in den USA. Seit den frühen 1970er Jahren ist sie verstärkt im deutschen Fernsehen präsent, z.B. in Episodenhauptrollen beliebter Krimiserien wie Derrick oder Der Kommissar, aber auch in einigen bemerkenswerten Fernsehspielfilmen wie Marie (1972, Regie Hans W. Geissendörfer) und Immobilien (1973, R: Otto Jägersberg).

Einer ganzen Generation ist Maria Schell durch ihre Hauptrolle der Mutter Maria in der ARD- Vorabend-Serie Die glückliche Familie bekannt. Als liebevolle Mutter von drei Töchtern regelt sie Haushalt und Karriere, kümmert sich um die Kinder, den Ehemann und die großen und kleinen Probleme der Familie Behringer.

Die Rolle als Teil einer Großfamilie ist Maria Schell auch aus dem eigenen Leben vertraut. Immer wieder macht sie deutlich, wie wichtig ihr die Familie ist. Maria Schell war zweimal verheiratet: von 1957 – 1965 mit dem deutschen Regisseur Horst Hächler und von 1966 – 1986 mit dem österreichischen Maler, Schauspieler und Regisseur Veit Relin. Sie hat zwei Kinder: Sohn Oliver wurde 1962 geboren, Tochter Marie-Theres kam 1966 zur Welt.

Seit Mitte der 1990er Jahre sieht man Maria Schell immer seltener auf den deutschen Bildschirmen. Sie lebt zurückgezogen auf der Alm in Kärnten, die Yellow Press berichtet schonungslos über ihr Privatleben. 2002 zeichnet Maximilian Schell in seinem Dokumentarfilm MEINE SCHWESTER MARIA ein persönliches Portrait seiner Schwester, für das er mit dem Bambi für die beste Regie ausgezeichnet wird. Gleichzeitig erhält Maria Schell ihren 8. Bambi, den Bambi für ihr Lebenswerk. Es ist ihr letzter öffentlicher Auftritt.
Maria Schell stirbt am 26. April 2005 auf ihrer Alm in Kärnten.

 

Fernseh -und Theaterarbeiten

Bitte beachten Sie, dass dies die gekürzte Fassungen sind. Eine vollständig recherchierte Auflistung der Fernseh -und Theaterarbeiten von Maria Schell beinhaltet der Katalog.

Fernseharbeiten

Playhouse 90: Words from a Sealed-Off Box
CBS, 1958
R: Franklin C. Schaffner

Playhouse 90: For whom the bell tolls
CBS, 1959
R: John Frankenheimer

Ninotchka
ABC, 1960
R: Tom Donovan

Who has seen the Wind?
ABC, 1965
R: George Sidney

Die ungarische Hochzeit
ORF/ZDF, 1969
R: Kurt Wilhelm

Der Kommissar: Schrei vor dem Fenster
ZDF/ORF, 1969
R: Dietrich Haugk

Nora oder ein Puppenheim
ZDF, 1969
R: Imo Moszkowicz

Willy und Lilly
ARD, 1971
R: Franz Peter Wirth

Die keusche Susanne
ZDF, 1972
R: Thomas Engel

Marie
ZDF, 1972
R: Hans W. Geissendörfer

Immobilien
ZDF, 1973
R: Otto Jägersberg

Assignment Vienna: So long, Charlie
ABC, 1973
R: Paul Krasny

Der Kommissar: Der Tod von Karin W.
ZDF/ORF, 1973
R: Theodor Grädler

Der kleine Doktor: Das Arsenschloß
ZDF, 1974
R: Wolfgang Becker

Die Kurpfuscherin
ZDF, 1974
R: Ludwig Cremer

Der Kommissar: Am Rande der Ereignisse
ZDF/ORF, 1975
R: Theodor Grädler

Das Konzert
ZDF/ORF/SRG, 1975
R: Dietrich Haugk

Tatort: Die Abrechnung
ARD, 1975
R: Wolfgang Becker

Die Ohrfeige
WDR, 1975

Die Heiratsvermittlerin
ZDF, 1975/76
R: Hellmuth Matiasek

Klimbim: Die Klempner kommen
ARD, 1976
R: Michael Pfleghar

Kojak: The Pride and the Princess
CBS, 1976
R: James M. Miller

Derrick: Yellow He
ZDF/ORF/SRG, 1977
R: Zbynek Brynych

Teerosen
ARD, 1977
R: Rolf von Sydow

Derrick: Klavierkonzert
ZDF/ORF/SRG, 1978
R: Helmuth Ashley

Klimbim: Rückblende
ARD, 1979
R: Michael Phleghar

Der Wald
ARD, 1979/81
R: Wilm ten Haaf

Moral
ARD, 1979/81
R: Kurt Wilhelm

Christmas Lilies of the Field
NBC, 1979
R: Ralph Nelson

The Martian Chronicles, Part 2: The Settlers Die Mars Chroniken
NBC, 1980
R: Michael Anderson

Der Thronfolger
ZDF, 1980
R: Oswald Döpke

Liebe bleibt nicht ohne Schmerzen
ZDF, 1980
R: Alfred Vohrer

Frau Jenny Treibel
ARD, 1981/82
R: Franz Josef Wild

Inside the third reich
ABC, 1981/82
R: Marvin J. Chomsky

Absender: Gottfried August Bürger
ARD, 1982
R: Heinz Liesendahl

Absender: Johann Wolfgang Goethe
ARD, 1982
R: Heinz Liesendahl

Der Besuch der alten Dame
ARD, 1982
R: Max Peter Ammann

Elisabeth von England
ZDF, 1983
R: Rudolf Noelte

Das Traumschiff: Bordbekanntschaften
ZDF, 1983
R: Alfred Vohrer

Der Zerrissene
1983

Krimistunde Geschichten für Kenner
ARD, 1984
R: Wolfgang Becker

Der Trauschein
ZDF, 1984
R: Ephraim Kishon

Samson und Delilah
ABC, 1984
R: Lee Philips

Herbst in Lugano
ZDF, 1987
R: Ulrich Stark

Die glückliche Familie
ARD, 1987
R: Ilse Biberti, Jörg Grünler, Nikolai Müllerschön, Erich Neurother

Le Dernier Mot Das letzte Wort
ARD, 1987
R: Gilles Béhat

Maria des Eaux-Vives
ZDF/ORF, 1987
R : Robert Mazoye

Der Clan der Anna Voss
Sat 1, 1995
R: Herbert Ballmann

Tatort: Heilig Blut
ARD, 1996
R: Hartmut Griesmayr

Theaterarbeiten

Die Prinzessin, die einen guten Menschen suchen ging
Urania Wien, 1933

Das 4. Gebot
Schauspielhaus Zürich, 1942

Schluck und Jau
Schauspielhaus Zürich, 1943

Drunter und drüber
Rudolf-Bernhard-Theater, 1943

Jugend im Sturm
Schauspielhaus Zürich, 1944

Das tapfere Schneiderlein
Schauspielhaus Zürich, 1944

Scampolo
Rudolf-Bernhard-Theater, 1943

Der Frechdachs
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1944

Kaiser Diokletan
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1944

Die Welt der Zukunft
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1944

Der Mann mit den grauen Schläfen
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1944

Der große Unbekannte
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1944/45

Unter Geschäftsaufsicht
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1944

Halbgötter
Städtebund-Theater Biel Solothurn, 1945

Eine kleine Stadt / Unsere kleine Stadt
Stadttheater Biel, 1945

Arm wie eine Kirchenmaus
Tournee mit dem Städtebund-Theater Biel-Solothurn 1945

Erziehung zum Menschen
Städtebund-Theater Biel-Solothurn 1945

Steibruch
Stadttheater Biel, 1945

Es fing so harmlos an
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1945

Frau vom Meer
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1945

Die Wahrheit siegt
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1945

Die Venus vom Tivoli
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1946

Akela
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1946

Fröhliche Geister
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1946

Der ideale Gatte
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1946

Pygmalion
Stadttheater Bern, 1946

Ein Herr Herbst
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1946

Der Raub der Sabinerinnen
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1946

Im weissen Rössl
Städtebund-Theater Biel-Solothurn, 1946

Rose Bernd
Berner Stadttheater, 1946

Aschenbrödel
Berner Stadttheater, 1946

Viel Lärm um nichts
Stadttheater Bern, 1946

Okay oder Die Unsterblichen
Berner Stadttheater, 1947

Die Geschichte von General Johann August Suter
Inszenierung: Werner Kraut
Berner Stadttheater, 1947

Hamlet
Stadttheater Bern, 1947

Die drei Musketiere
Berner Stadttheater, 1947

Der Mann vom Kap oder Die Stimme aus den Jenseits
Bürgersaal des Kasinos Bern, 1947

Der eingebildete Kranke
Stadttheater Bern, 1947

Ein Mädchen träumt
Wiener Kammerspiele, 1948

Faust I
Europäische Tournee, 1949/50

Dark Victory
Komödie Basel, 1950

Nora – Ein Puppenheim
Schauspiel in 3 Akten von Henrik Ibsen
Komödie Basel, 1951

Cyprienne oder Scheiden tut weh
Stadttheater Basel, 1951

Viel Lärm um nichts
Stadttheater Basel, 1951

Frau Warrens Gewerbe
Stadttheater Basel, 1951

Anna Karenina
Stadttheater Basel, 1951

Romeo und Julia
Sommerfestspiele Basel, 1952

Kabale und Liebe
Landestheater Salzburg, 1955
Salzburger Festspiele, 1955

Caroline
Theatre de Montmartre – Gaston Baty, Paris, 1963/64

Nora – Ein Puppenheim
Premiere: Theater an der Wien, Wien, 1964

Pfarrhauskomödie
und
Die Zofen
Tournee des Studio Heberthal durch die Bundesrepublik Deutschland und das benachbarte Ausland.

Die Kameliendame
Gastspielreise mit ca. 85 Vorstellungen

Viel Lärm um nichts
Freilichtbühne im Rosenfeldpark, 1969

Maria Stuart
Tournee durch die Bundesrepublik Deutschland, 1971/72

Auf Befehl der Kaiserin
Landestheater Salzburg, 1972

Jahreszeiten der Liebe
Tournee Veranstalter: Konzertdirektion Kempf KG., München, 1974/1975

Der unanständige Mozart
Maria Schell liest Mozartbriefe
Renitenztheater Stuttgart , 1975

Herzeleid und Tränenbäche
Comoedienhaus Hanau-Wilhelmsbad, 1976

Poor Murderer
Ethel Barrymore-Theatre, Broadway, New York, 1976/77

Der Turm zu Babel
Schauspielhaus Bochum, 1977

Das weite Land
Landestheater Salzburg, 1979
Salzburger Festspiele, 1979

Der Zerrissene
Schlossfestspiele Sommerhausen, 1980

Elisabeth von England
Tournee 1981

Elisabeth von England
Freie Volksbühne Berlin, 1982

Der Weg in die Stille oder Das Interview
Tournee 1993/94

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