Was tut sich – im deutschen Film?

Einmal pro Monat widmet sich die Reihe „Was tut sich – im deutschen Film?“ dem aktuellen deutschen Kinogeschehen. Im Oktober stellt Regisseurin Helene Hegemann ihre kontrovers diskutierte Romanverfilmung AXOLOTL OVERKILL vor, die beim renommierten Sundance Film Festival 2017 mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Hegemann gilt als eine der erfolgreichsten Nachwuchsautorinnen Deutschlands. Ihre Romanvorlage „Axolotl Roadkill“ löste 2010 eine Grundsatzdiskussion über Plagiate aus – und wurde dennoch für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Was tut sich_Helene HegemannHelene Hegemann (geboren 1992 in Freiburg) begann mit 14 Jahren, Drehbücher zu schreiben. Bereits ein Jahr später konnte sie mit Unterstützung der Bundeskulturstiftung ihr Drehbuch TORPEDO verfilmen (DE 2008). Das prominent besetzte Jugenddrama wurde beim Filmfestival Max Ophüls Preis als Bester Mittellanger Film ausgezeichnet. Sie spielte die Hauptrolle in Nicolette Krebitz’ Beitrag zum Episodenfilm DEUTSCHLAND ’09 (DE 2009) und wirkte 2015 in den Filmen WER HAT ANGST VOR SIBYLLE BERG? (DE 2015, R: Sigrun Köhler, Wiltrud Baier) und TRAUMFRAUEN (DE 2015, R: Anika Decker) mit. AXOLOTL OVERKILL ist ihr erster abendfüllender Spielfilm


In Kooperation mit

www.epd-film.de

 

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AXOLOTL OVERKILL

Deutschland 2017  R: Helene Hegemann. D: Jasna Fritzi Bauer,
Mavie Hörbiger, Laura Tonke, Arly Jover, Nikolai Kinski. 94 Min. DCP

„Normal“ kann jeder. Die 16-jährige Mifti hat jedoch keinen Bock auf „normal“. Nach dem Tod ihrer Mutter lebt sie mit ihren älteren Halbgeschwistern Annika und Edmond in einer Berliner WG. Aus ihrer Sicht ist Schule als Ort des Lernens überbewertet, auch auf Freunde gibt Mifti nicht viel. Überhaupt: Das Leben der Erwachsenen erscheint ihr wenig erstrebenswert. Einzig für ihr Haustier, einen Lurch namens Axolotl, übernimmt sie Verantwortung. Bis Mifti eine Affäre mit der wesentlich älteren und mysteriösen Alice beginnt. Die Deutsche Film- und Medienbewertung lobte AXOLOTL OVERKILL als „radikal und kompromisslos“.

Vorfilm KEIN PLATZ FÜR GEROLD Deutschland 2006. R: Daniel Nocke. 35mm. 5 Min.

Sonntag, 15.10.2017
20:15 Uhr

ÄNDERUNG: Nach dem Film
spricht Claudia Lenssen (epd film) mit Helene Hegemann. Das Gespräch findet als Skypeschalte auf der Kinoleinwand statt.


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