VERTIKALE #2: Reflective/Perspective

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Bewegte Bilder sind schon längst nicht mehr nur im Kino zu Hause: Film- und Videokunst hat die Museen und öffentlichen Räume erobert. Einen ungewöhnlichen und seit beinahe vier Jahren gern genutzten Ausstellungsort für Videokünstler hat das Deutsche Filmmuseum in seinem Foyer geschaffen: Der sogenannte „Luftraum” erstreckt sich über vier Stockwerke und bietet eine Projektionsfläche von vier mal 14 Metern. Die vertikale Ausrichtung konterkariert und erweitert die horizontale Ausrichtung von Kinoprojektionen. Bei der VERTIKALE #2 handelt es sich um die Fortsetzung der ersten Vertikale im Filmmuseum.

Sechs eigens für dieses Format angefertigte Videoarbeiten von internationalen Künstlern sind von März bis Juni bei der Vertikale #2 unter dem Titel REFLECTIVE/PERSPECTIVE im Luftraum zu sehen. Kuratiert wurde die Zusammenstellung von Leo Kuelbs und Karl Erickson (New York/Berlin), die zu den produktivsten und erfolgreichsten Kuratoren filmischer Installationen gehören. Ihre Auswahl soll „die Betrachtungsweisen des Zuschauers radikalisieren, nah und fern, hoch und tief verbinden, Tiefe und Distanz erkunden und tiefere Querverbindungen aufzeigen“.

REFLECTIVE/PERSPECTIVE eröffnet in Anwesenheit der Künstler am Mittwoch, 11. März, um 18:30 Uhr im Deutschen Filmmuseum, der Eintritt ist frei. Zur Vernissage werden Filmsoundtracks, produziert und ausgewählt von Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten), die Projektionen begleiten (DJane: Antje-Maya Hirsch).

 

With the support of the Consulate General of the United States of America.

Donnerstag, 12. März bis Sonntag, 14. Juni 2015

Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 11. März

Kuratoren: Leo Kuelbs und Karl Erickson (New York/Berlin)

Die Künstler und ihre Arbeiten:

 

VITREOUS #2
Die Installationen und Experimentalfilme von Robert Seidel (Berlin) beruhen meist auf naturwissenschaftlichen Phänomenen. In VITREOUS #2 interagieren neun virtuelle Skulpturen miteinander. Deren vielfältige Verdichtungen erzeugen ein abstrakt-organisches Geflecht vor einem grenzenlosen violetten Hintergrund.

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REFLECTIVE PERSPECTIVE
Danielle de Picciotto (Berlin/NYC) versteht sich als Gesamtkünstlerin: Sie vereint in ihren Projekten Bildende Kunst, Film, Musik, Literatur und Performance. In REFLECTIVE PERSPECTIVE zeigt sie Bilder eines Gebäudes in Detroit, im neuen wie im verfallenen Zustand, und verfremdet sie durch grafische Effekte. Das daraus entstehende Kaleidoskop enthüllt die Schönheit des Verfalls.

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CROSSWORD
Richard Jochum
(NYC/Wien) ist spezialisiert auf Videokunst, Fotografie und Installationen und ist Privatdozent für Kunst und Kunsterziehung an der Columbia University, New York. In CROSSWORD lädt ein Kreuzworträtsel zum Mitdenken ein, doch die Fragen sind nicht leicht zu beantworten: Warum ist der Himmel blau? Wie viele Engel passen auf einen Nadelkopf?

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DISPENSER OF DELIGHTS
Die Videoarbeiten von Eszter Szabó (Budapest/Lille) stehen in enger Beziehung zu ihren Gemälden. Für DISPENSER OF DELIGHTS malte Szabó imaginierte Bewohner eines Gebäudes auf Immobilienanzeigen und animierte die Szenen. Wir sehen den Bewohnern bei allerlei absurden Tätigkeiten zu: bei der Selbstheilung, der Wiedergeburt, dem Schön- oder Gutsein.

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RIVERINE
Philipp Geist (Berlin) projiziert seine Videoarbeiten meist im öffentlichen Raum, auf Häuserfassaden und einmal gar auf eine ganze Favela in Rio. In RIVERINE enthüllt er Panoramen, die direkt vor unseren Augen liegen und uns doch verborgen bleiben: Er bringt Unterwasser-Aufnahmen aus Flüssen, Bächen und Kanälen in verschiedenen Städten zusammen und kreiert so neue, surreale Welten.

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APART TOGETHER
Der Videokünstler Jesse Fleming (Los Angeles) ergründet in seinen Arbeiten die Beziehung zwischen dem kollektiven und unabhängigen Selbst. In APART TOGETHER ist ein fliegender Taubenschwarm in drei verschiedenen Perspektiven zu sehen: Eine Totale zeigt den gesamten Schwarm, eine zweite Perspektive eine einzelne Taube und eine dritte Einstellung den Flug aus der Sicht der Taube selbst.

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Workshop: Curating Film, Curating Media Art
Wie stellt man Film aus, wie Videokunst? Wo ist eine Konvergenz der Medienarten und Kunstformen festzustellen, wo grenzen sie sich voneinander ab? Ist eine Grenzziehung in der aktuellen Ausstellungspraxis überhaupt zu erkennen? Diesen Fragen widmet sich ein öffentlicher Workshop im Rahmen des Masterstudiengangs „Filmkultur“ am Freitag, den 15. Mai, von 10.15 bis 13.45 Uhr im Deutschen Filmmuseum. Leo Kuelbs, international aktiver Kurator von Medienkunst aus New York, wird mit Stefanie Plappert, Filmwissenschaftlerin und freie Kuratorin von Filmausstellungen (u.a.), im Kino des Filmmuseums diskutieren. Es wird dabei auch um die von Leo Kuelbs kuratierte Schau VERTIKALE#2: REFLECTIVE/PERSPECTIVE gehen, die noch bis zum 14. Juni im Foyer des Filmmuseums zu sehen ist.
Wir freuen uns über Euer und Ihr Interesse. Der Eintritt ist frei.

Freitag, 15.05.2015
10:00 Uhr bis 13:45 Uhr (im Kino des Deutschen Filmmuseums)

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