THE AUDIOVISUAL ESSAY

Practice and Theory: Internationaler Workshop

Audiovisual Essay

Ein neues Medium der Reflexion fasst derzeit Fuß in der akademischen Filmwissenschaft ebenso wie auf Fanwebsites und anderen Plattformen: der Video-Essay, im Englischen auch als audiovisual essay oder digital criticism bekannt. Dafür werden Bilder und Töne neu zusammengestellt, um Filme und andere Medienformate zu analysieren und kritisch zu würdigen. Das bewegte Bild wird zu einer Aufgabe genutzt, die lange dem geschriebenen oder gedruckten Wort vorbehalten war. Diese neue Form der Filmanalyse ist ebenso von Mash-up-Videos, die man auf YouTube finden kann, wie von den Vorbildern der formalen Analyse inspiriert, die an den Universitäten gelehrt wird. Zugleich knüpft das neue Format an die etablierte Experimentalfilm-Praxis des „found footage“- oder Kompilationsfilms an.

An einer Schnittstelle zwischen audiovisueller Poesie, verfilmter Fanliteratur und semiotischer Analyse will die Tagung die noch junge Geschichte des Video-Essays rekonstruieren und sich mit den vielfältigen kritischen und theoretischen Herausforderungen befassen, die das neue Format bietet. Eine Veranstaltung des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt.

VORTRÄGE

9:00 Uhr
Catherine Grant (Sussex University, Großbritannien):
„Wie lange ist ein Stück Schnuer? Über die Praxis, die Reichweite

11:00 Uhr
Manu Yánez Murillo (Filmkritiker und Dozent, Barcelona):
„Denken, handlung und Imagination“

14:00 Uhr
Carlos Losilla (Universität Pompeu Fabra, Barcelona):
„Das abwesende Bild, die unsichtbare Erzählung“

16:00 Uhr
Vinzenz Hediger (Goethe-Universität Frankfurt am Main):
„Was macht einen Ausschnitt? Der Video-Essay als Experiment am Werk“

Samstag, 23.11.2013

10:30 Uhr
Cristina Álvarez López (Filmkritikerin, Barcelona) und Adrian Martin (Monash University Melbourne):
„Das Eine und die Vielen: Was ist der Sinn der Montage im Video-Essay?“

12:30 Uhr
Podiumsdiskussion mit allen Vortragenden:
„Welchen Beitrag leistet der Video-Essay zur Filmkultur, und wie verändert sich diese im Zeichen neuer Formen des digital criticism?“

Sonntag, 24.11.2013

 

FILMPROGRAMM / VIDEOS

FROM FOUND FOOTAGE FILM TO THE AUDIOVISUAL ESSAY, PART 1

1) Rose Hobart – Joseph Cornell, 1936 (20 min)
2) Alone. Life Wastes Andy Hardy – Martin Arnold, 1998 (15 min)
3) Gravity – Nicolas Provost, 2007 (6 min)
4) Variation on the Sunbeam – Aitor Gametxo, 2011 (10 min)
5) Club Video – Philip Brophy, 1985 (20 min)
6) Notes on La Jetée – Cristina Álvarez López & Adrian Martin, 2013 (13 min)

Samstag, 23.11.2013
18:00 Uhr

FROM FOUND FOOTAGE FILM TO THE AUDIOVISUAL ESSAY, PART 2

1) Inflames – Covadonga G. Lahera, 2009 (3min)
2) Pass the Salt – Christian Keathley, 2011(8 min)
3) Blow up: John Carpenter – Johanna Vaude, 2011 (6min)
4) Kristall – Matthias Müller & Christoph Giradet, 2006 (15 min)
5) Las variaciones Dielman – Fernando Franco, 2010 (12 mins)
6) Dellamorte ellamorte dellamore – David Matarasso, 2000 (2 min)
7) What is Neorealism? – Kogonada, 2013 (5 min)
8) True Likeness: On Peeping Tom and Code Unknown – Catherine Grant, 2010 (5 min)
9) Mogambo – Tag Gallagher, 2010 (13 min)
10) Ozu/ Passageways – Kogonada, 2012 (2mins)
11) Screen and Surface, Soft and Hard: Leos Carax – Cristina Álvarez
López & Adrian Martin (20min)
Sonntag, 24.11.2013
17:00 Uhr

 

 

 

 

 

Newsletter abonnieren!
© 2016 Deutsches Filminstitut, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main