MY HOME IS… DAS ALIYAH-PROJEKT

Jugendliche aus Israel und Deutschland im filmischen Dialog

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24 Jugendliche drehen von Sonntag, 2., bis Sonntag, 9. November, zusammen Kurzfilme
zum Thema Home
Ein gemeinsames Projekt der Kinder- und Jugend-Aliyah und des Deutschen Filminstituts

Abschlusspräsentation: Sonntag, 9. November, 11 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums

 

Migration, Flucht und Vertreibung sind in einer gobalisierten Welt Erfahrungen, die immer mehr Kinder und Jugendliche machen müssen. Dazu gehören auch der Verlust des Zuhauses und die schwankenden Identitätsgefühle vieler junger Menschen, die aus Einwandererfamilien stammen. My Home Is… ist deshalb mit Blick auf das Jubiläumsjahr 2015, in dem Deutschland und Israel den 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern feiern, ein drängendes Thema für ein deutsch-israelisches Jugend-Projekt.

Bereits zum zweiten Mal organisieren das Deutsche Filminstitut sowie die Kinder- und Jugend-Aliyah von Sonntag, 2., bis Sonntag, 9. November, das interkulturelle Filmprojekt „Israelische und deutsche Jugendliche im filmischen Dialog“. Je zwölf Jugendliche aus dem von der Aliyah betriebenen Jugenddorf Ayanot in Israel und zwölf Jugendliche aus der Frankfurter Max-Beckmann-Schule nehmen an der Projektwoche teil. Unter der fachkundigen Anleitung des in Berlin lebenden, australischen Regisseurs Jack Rath drehen die 15- bis 18-Jährigen in vier gemischten Gruppen aus beiden Ländern Kurzfilme zum Thema „Home“. Die Ergebnisse werden am Sonntag, 9. November, um 11 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums präsentiert. Sechs Tage sind für Filmaufnahmen, Vorbereitung und Schnitt vorgesehen. Daneben stehen Austausch und Begegnung im Zentrum der Projektwoche, die Programmpunkte wie den Besuch des alten Jüdischen Friedhofs, der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank und der Westend- Synagoge, ein gemeinsames Shabbatessen und eine Stadtrallye vorsieht. Ermöglicht wird das Projekt durch die Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Stadt Frankfurt am Main.

„Home“ bietet sich aus vielerlei Gründen als thematischer Trittstein für den Workshop an. Die israelischen Schüler aus dem Jugenddorf Ayanot nahe Tel Aviv haben ihre Wurzeln in unterschiedlichen Ländern vor allem Osteuropas und Afrikas. Auch für die Schüler aus der multikulturell stark geprägten Stadt Wir danken unseren Förderern: 2 / 2 Frankfurt, ein Teil von ihnen stammt selbst aus Einwandererfamilien, hat die Frage nach Herkunft und kultureller Zugehörigkeit alltägliche Bedeutung. Die Beschäftigung mit dem Thema „Wo gehöre ich hin?“, „Was ist mein Zuhause?“ steht also bei vielen Teilnehmer/innen auf der individuellen Agenda.

Der Begriff „Home“ regt an zum gemeinsamen Nachdenken über Flucht und Vertreibung, Migration und Globalisierung. Das Thema legt die Auseinandersetzung mit der spezifischen Geschichte der beiden Länder Israel und Deutschland nahe: Völkermord und Verfolgung an erster Stelle, aber auch der Verlust von Heimat während des Holocaust. Dies schlägt eine Brücke zu einem im kommenden Jahr wichtigen gesellschaftspolitischen Ereignis: So jährt sich 2015 die offizielle Aufnahme deutsch-israelischer Beziehungen zum 50. Mal. Was sicherlich zur Diskussion über weitere zentrale Themen anregen wird, wie die Staatsgründung Israels, die zionistische Bewegung oder die aktuelle israelische Siedlungspolitik. Am Ende der Projektwoche jährt sich darüber hinaus die Reichspogromnacht am 9. November zum 76. Mal.

Das israelisch-deutsche Jugendfilmprojekt fügt sich mit seinem Ziel des interkulturellen Dialogs ein in das pädagogische Programm des Deutschen Filminstituts, das mit seinem Kinderfilmfestival LUCAS, mit den Schulkinowochen und seinen museumspädagogischen Angeboten stets einen starken Akzent auf gesellschaftspolitisch relevante Themen wie Migration, Integration sowie die Auseinandersetzung mit anderen Ländern legt. „Wir sind überaus froh, dieses wichtige Projekt nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr ein zweites Mal anbieten zu können. Der Dialog zwischen den Kulturen und Religionen wird in einer Zeit, in der alte Konflikte überall auf der Welt neu hervorbrechen, immer wichtiger“, sagt Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts. Die gemeinsame Arbeit an einem Film sei besonders dazu geeignet, Toleranz zu schaffen und Vorurteile abzubauen.: „Film bietet die Chance, sich mittels einer universell und interkulturell verständlichen Sprache auszudrücken und auszutauschen“, so Dillmann.

Anmeldungen zur Abschlusspräsentation mit den Jugendlichen aus Israel und Frankfurt, mit Regisseur Jack Rath und Filmpädagogin Alia Pagin,mit Pava Raibstein, Geschäftsführerin der Kinder- und Jugend-Aliyah, und Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts am Sonntag, 9. November, um 11 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums unter: presse@deutsches-filminstitut.de

Möchten Sie das Filmprojekt eventuell mit einer Reportage begleiten oder Interviews mit den beteiligten Jugendlichen führen? Das ist jederzeit möglich. Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle des Deutschen Filminstituts unter Telefon 069 / 961 220 222 oder unter presse@deutsches-filminstitut.de

Die Videos vom ersten Projektdurchlauf zum Thema „Gefühle und Werte aus zwei Kulturen“ in 2013 finden sich hier: http://deutsches-filminstitut.de/filmmuseum/videos/ (unten auf der Webseite)

Zur Projekt-Website: http://deutsches-filminstitut.de/filmmuseum/museumspaedagogik/aliyah/

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