Surrealismus-Filmreihe BEWUSSTE HALLUZINATIONEN

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Die Filme der Surrealisten wirken noch heute faszinierend, unterhaltsam, absurd-komisch oder auch verstörend. Eine große Auswahl der Ausstellungs-Filme bringt das Kino des Deutschen Filmmuseums zurück auf die große Leinwand: Neben dem ersten surrealistischen Film, der von der Gruppe um André Breton auch als solcher anerkannt wurde, UN CHIEN ANDALOU (FR 1929, R: Luis Buñuel, Salvador Dalí), werden zahlreiche surrealistische Klassiker aus verschiedenen Ländern gezeigt, die sonst sehr selten zu sehen sind: von Man Rays L’ÈTOILE DE MER (FR 1928) und René Clairs ENTR’ACTE (1924) über MESHES OF THE AFTERNOON (USA 1943, R: Maya Deren, Alexander Hamid) bis hin zu einem Kurzfilm von Roman Polański (DWAJ LUDZIE Z SZAFA Zwei Männer und ein Schrank, PL 1958).

Darüber hinaus sind Kinoklassiker zu sehen, die surrealistische Themen und Ästhetiken weiterführen, im Juli etwa EL ÁNGEL EXTERMINADOR (MX 1962, R: Luis Buñuel), SANATORIUM POD KLEPSYDRA (Das Sanatorium zur Todesanzeige, PL 1973, R: Wojciech J. Has) oder ERASERHEAD (US 1978, R: David Lynch). In einer Carte Blanche im September präsentieren die Künstler der Partnerausstellung Der Stachel des Skorpions der Mathildenhöhe Darmstadt, darunter Keren Cytter und Chicks on Speed, ihre Wunschfilme.

Auch im Programmkino Rex in Darmstadt und in der Caligari FilmBühne Wiesbaden wird es surrealistisch. Hier sind die zentralen Filme der beiden Ausstellungen Bewusste Halluzinationen und Der Stachel des Skorpions, UN CHIEN ANDALOU und L’ ÂGE D’OR (FR 1930, R: Luis Buñuel), sowie weitere surrealistische Filme wie ORPHÉE (FR 1950, R: Jean Cocteau) und L’ANNÉE DERNIÈRE À MARIENBAD (Letztes Jahr in Marienbad, FR/IT 1961, R: Alain Resnais) zu sehen.

In der letzten Juliwoche ist im Kino des Deutschen Filmmuseums die fünfteilige FANTÔMAS-Verfilmung von Louis Feuillade (FR 1913/14)) in einer Neuvertonung von Yann Tiersen zu erleben; die düstere Filmreihe inspirierte viele surrealistische Künstler.

L’AGE D’OR Das Goldene Zeitalter

Frankreich 1930. R: Luis Buñuel. 63 Min. Blu-ray. OmeU

L'Age d'Or

Luis Buñuels und Salvador Dalís gemeinsames Werk UN CHIEN ANDALOU gilt als Meilenstein des surrealistischen Films. Buñuel und Dalí schrieben das Drehbuch in kürzester Zeit, basierend auf zwei Träumen der Künstler. Gedreht wurde der Film mit dem Ziel, der traumartigen Bilderfolge treu zu bleiben und eine zusammenhängende Narration um jeden Preis zu vermeiden. Mit L’ÂGE D’OR griff Buñuel im Jahr darauf radikal die christlich-bürgerlichen Werte seiner Zeit an. Der (gewollte) Skandal blieb nicht aus: Kurz nach der gefeierten Uraufführung wurde der Film verboten – und blieb es mehr als 50 Jahre lang.

Vorfilm: UN CHIEN ANDALOU Ein andalusischer Hund.

Frankreich 1929. R: Luis Buñuel, Salvador Dalí.
D: Pierre Batcheff, Simone Mareuil. 17 Min. Blu-ray. OmeU.

Samstag, 28.06.
18:00 Uhr

EMAK BAKIA
Frankreich 1926. R: Man Ray. 22 Min. 35mm. OF
L’ÉTOILE DE MER
Frankreich 1928. R: Man Ray. 18 Min. 35mm. OF
LA PERLE
Belgien 1929. R: Henri d’Ursel. 33 Min. 35mm. OF

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EMAK BAKIA bedeutet im baskischen „Stör mich nicht“. Der Film zeigt unzusammenhängende Szenen mit abstraktem, dokumentarischem Charakter und wiederkehrenden Motiven. Man Ray selbst bezeichnet ihn als Filmpoem bestehend aus Licht, Formen und Bewegung. L’ÉTOILE DE MER ist die filmische Illustration des gleichnamigen Gedichts von Robert Desnos, das um einen Seestern, als Symbol von Träumen und Wünschen, kreist. Der traumartig anmutende LA PERLE beschreibt die Suche eines jungen Mannes nach einer Perle und seine damit zusammenhängende Begegnung mit ungewöhnlichen Frauen.

Distribution für Man Ray: Cinédoc Paris Films Coop

Donnerstag, 03.07.2014
18:00 Uhr

Freitag, 04.07.2014
20:30 Uhr

Klavierbegleitung: Uwe Oberg

EL ÁNGEL EXTERMINADOR Der Würgeengel

Mexiko 1962. R: Luis Buñuel
D: Silvia Pinal, Enrique Rambal, Jacqueline Andere. 93 Min. 16mm. OmeU

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Nach einer Opernaufführung treffen sich zehn Damen und zehn Herren in Abendgarderobe in einer feudalen Villa zum Diner. Nach dem Essen ziehen sie sich in den Salon zurück, wo die Anwesenden von einem merkwürdigen Zwang befallen werden: Keiner vermag mehr den Salon zu verlassen, die Schwelle zu überschreiten, obwohl die Tür weit offen steht. Buñuels Film ist ein surrealistischer, filmisch ungemein dicht gearbeiteter Wachtraum, der die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit radikal einreißt. Zugleich ist er eine scharfe Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft.

Dienstag, 08.07.2014
20:30 Uhr

MESHES OF THE AFTERNOON
USA 1943. R: Maya Deren, Alexander Hamid. 14 Min. 16mm. OF
THE WITCH‘S CRADLE OUTTAKES
USA 1943. R: Maya Deren. 14 Min. 16mm.OF
DREAMS THAT MONEY CAN BUY
USA 1948. R: Hans Richter. 88 Min. 16mm. OF

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MESHES OF THE AFTERNOON markiert den Beginn der „zweiten amerikanischen Avantgarde“ und hatte mit seiner surreal-poetischen Traumhaftigkeit maßgeblichen Einfluss auf das unabhängige US-Filmschaffen bis in die 1960er Jahre. DREAMS THAT MONEY CAN BUY ist ein Episodenfilm, den Hans Richter mit Fernand Léger in New York entwickelte und zu dem viele ihrer alten Freunde etwas beitrugen: Marcel Duchamp seine Roto-Reliefs, Alexander Calder Mobiles, Max Ernst Collagen und Man Ray ein Gedicht. John Cage hat für den Film, in dem sich spielerische, hypnotische, satirische und alptraumartige Formen abwechseln, Teile der Filmmusik komponiert.

Donnerstag, 10.07.2014
17:30 Uhr

Freitag, 11.07.2014
20:30 Uhr

ENTR’ACTE
Frankreich 1924. R: René Clair. 22 Min. DigiBeta. OF
VORMITTAGSSPUK
Deutschland 1928. R: Hans Richter. 10 Min. 35mm
AFTER HOUR
Deutschland 2014. R: Stella Schimmele. 6 Min. DigiBeta
IMPATIENCE
Belgien 1928. R: Charles Dekeukeleire. 30 Min. 35mm. OF

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ENTR’ACTE entstand als „Zwischenakt” für Francis Picabias dadaistisches Ballett „Relâche“ und ist von einem fröhlichen Anarchismus durchdrungen; in seiner rhythmischen Gestaltung nimmt er viele Stilmittel der späteren Avantgarde vorweg. Dadaistisch geprägt ist auch VORMITTAGSSPUK: Objekte – Hüte, Tassen, Krawatten – rebellieren gegen die Menschen. Direkt auf dieses Werk bezieht sich AFTER HOUR. Der Film IMPATIENCE schließlich ist einer der formal avanciertesten Avantgardefilme der 1920er Jahre: Die Aussage „Eine Frau fährt Motorrad“ wird visuell in ihre möglichen Bestandteile zerlegt, und zwar sowohl inhaltlich als auch filmsprachlich.

 Sonntag, 13.07.2014
18:00 Uhr

Klavierbegleitung: Uwe Oberg

Filme von Peter Weiss und Pontus Hulten
Alle Filme: Schweden (OmeU)

STUDIE I (1952), STUDIE II (1952), STUDIE III (1953), STUDIE
IV (1954), STUDIE V (1955), ANSIKTEN I SKUGGA Gesichter im
Schatten (1957), ENLIGT LAG Im Namen des Gesetzes (1957, mit
Hans Nordenström). R: Peter Weiss. Zusammen 69 Min. 16mm
EN DAG I STA DEN Ein Tag in der Stadt. 1958. R: Pontus Hulten.
19 Min. 16mm

Peter Weiss flüchtete 1939 vor den Nazis nach Schweden. Sein filmisches Schaffen fällt in eine Zeit des Suchens nach neuen Formen und Wegen. Gemeinsam mit einer Gruppe junger Künstler gründete er das „Svensk Experimentalfilmstudio“. Von 1952 bis 1956 drehte er seine fünf Studien, in denen er teils realistisch, teils surrealistisch mit den Möglichkeiten des Films experimentiert, Formen und Stil mischt. EN DAG I STADEN ist eine surrealistische Großstadtsymphonie des späteren Gründungsdirektors des Moderna Museet in Stockholm, Pontus Hulten.

 Dienstag, 15.07.2014
20:30 Uhr

SANATORIUM POD KLEPSYDRA Das Sanatorium zur Todesanzeige

Polen 1973. R: Wojciech J. Has
D: Jan Nowicki, Tadeusz Kondrat. 120 Min. DCP. OmeU

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Ein junger Pole reist zu seinem sterbenden Vater. Während der Reise wird auf verschiedenen Zeitebenen und im Wechsel zwischen Realität und Phantasie seine Geschichte erzählt. Die persönlichen Erinnerungen und Träume verknüpfen sich mit dem gesellschaftlichen Bild Polens vor dem Zweiten Weltkrieg. Ein phantastischpoetischer Film nach Texten des Schriftstellers Bruno Schulz, voller Symbolik und atmosphärisch dicht erzählt.

In Kooperation mit:  logo111_polnisches_institut_duesseldorf

 Donnerstag, 17.07.2014
18:00 Uhr

INSTITUTE BENJAMENTA OR THIS DREAM PEOPLE CALL HUMAN LIFE

Großbritannien/Deutschland/Japan 1995. R: Brothers
Quay. D: Mark Rylance, Alice Krige. 104 Min. Blu-ray. OF

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Nach einer Serie beeindruckender, vom polnischen und tschechischen Surrealismus beeinflusster Kurzfilme realisierten die Brothers Quay mit INSTITUTE BENJAMENTA ihren ersten Langfilm. Er entstand nach dem Roman „Jakob von Gunten“ von Robert Walser, welcher zuvor bereits von Peter Lilienthal und Reinhard Kahn verfilmt worden war: eine Geschichte über einen jungen Mann, der in eine Schule für Diener eintritt. Die Version der Brothers Quay entfaltet ihre traumhafte, surrealistische Wirkung in einer Folge sehr langsamer, meditativer, aber ungemein hypnotischer Bilder.

 Sonntag, 20.07.2014
18:00 Uhr

ERASERHEAD

USA 1978. R: David Lynch
D: Jack Nance, Charlotte Stewart. 90 Min. Blu-ray. OF

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Einer der Lieblingsfilme von Stanley Kubrick und für Lynch sein spirituellstes Werk. Fünf Jahre brauchte David Lynch, bis er seinen Spielfilmerstling fertig stellen konnte – hauptsächlich, weil sich die Produzenten vor dem Stoff scheuten. Mit Unterstützung von Freunden, unter anderem Jack Fisk, der bei späteren Werken Lynchs das Szenenbild gestaltete, konnte der surrealistische Alptraum realisiert werden, der zu einem Kultfilm avancierte. ERASERHEAD zeigt in weitgehend traumartig-nonlinearer Erzählstruktur und beängstigenden Schwarzweiß-Bildern eine Horrorwelt, in der der Drucker Henry Spencer Vater eines Kindes wird, das sich zunehmend als Monster entpuppt.

 Freitag, 18.07.2014
20:30 Uhr

Donnerstag, 24.07.2014
18:00 Uhr

Polnischer Surrealismus
THE EYE AND THE EAR
Großbritannien 1945. R: Stefan & Franciszka Themerson. 10 Min. 16mm
DWAJ LUDZIE Z SZAFA Zwei Männer und ein Schrank
Polen 1958. R: Roman Polański. 15 Min. 16mm
DOM
Polen 1958. R: Walerian Borowczyk, Jan Lenica. 12 Min. 35mm
MONSIEUR TÊTE
Frankreich 1959. R: J. Lenica, Henri Gruel. 13 Min. 16mm
DIE NASHÖRNER
BRD 1963. R: Jan Lenica. 11 Min. 16mm
LES JEUX DES ANGES
Frankreich 1964. R: W. Borowczyk. 12 Min. 35mm
A
BRD 1965. R: Jan Lenica. 9 Min. 35mm

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Das „Goldene Zeitalter“ des polnischen Animationsfilms begann nach 1956 mit dem sogenannten Tauwetter und der damit verbundenen größeren künstlerischen Freiheit. Mit seinen neuartigen experimentellen und zunehmend surrealistischen Formen machte er auch auf internationalen Festivals Furore. Wegweisend war der Film DOM (Das Haus) von Borowczyk und Lenica, aber auch die frühen Filme von Polański, obwohl Realfilme, entstanden in diesem Geist. Die drei Regisseure drehten in der Folge die meisten ihrer Filme in Westeuropa. Zusätzlich läuft ein Film des polnischen Künstlerehepaares Stefan und Franciszka Themerson, das seit 1942 in England lebte.

In Kooperation mit:   logo111_polnisches_institut_duesseldorf   logo_KFO_Signet_ArchivFilm

 Dienstag, 22.07.2014
20:30 Uhr

HISTOIRE DE DÉTECTIVE
Belgien 1929. R: Charles Dekeukeleire. 50 Min. 35mm. OF
MONSIEUR FANTÔMAS
Belgien 1937. R: Ernst Moerman. 17 Min. 35mm. OF

Zu den bevorzugten Filmen der Surrealisten gehörten wegen ihrer subversiven Elemente die Kriminal-Serials der 1910er Jahre, etwa die von Feuillade. Eine besonders einfallsreiche und filmisch avancierte Auseinandersetzung mit dem Genre lieferte Charles Dekeukeleire mit HISTOIRE DE DÉTECTIVE. Während die Zwischentitel ernsthaft eine Detektivgeschichte erzählen, wird diese von den Bildern ständig torpediert und dekonstruiert. MONSIEUR FANTÔMAS, der einzige Film des belgischen Surrealisten Ernst Moerman, ist ebensosehr eine traumhafte Hommage an den Mythos des Verbrechers Fantômas wie eine antiklerikale Satire.

 Sonntag 27.07.2014
18:00 Uhr

Klavierbegleitung: Ulrich Rügner

FANTÔMAS

Frankreich 1913-1914. R: Louis Feuillade. D: René Navarre, Edmond Bréon. Blu-ray. OmU. Musik: Amiina, James Blackshaw, Tim Hecker, Loney Dear, Yann Tiersen

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FANTÔMAS ist einer der großen Filmmythen des Kinos. Die erste, vor 100 Jahren entstandene, fünfteilige Kinoserie von Louis Feuillade gilt auch heute noch als die originellste Verfilmung der zwischen 1911 und 1913 erschienenen aufsehenerregenden Serienromane von Paul Souvestre und Marcel Allain. Die Filme waren Quelle und Inspiration für viele surrealistische Künstler und trafen mit ihrer sinistren Hauptfigur, die sich in ständig wechselnden Masken unters Volk mischt und stets der Polizei entkommt, den Nerv der Zeit. Sie haben bis heute nichts von ihrer düsteren Faszination eingebüßt.

Wir zeigen alle fünf Episoden der Serie, die 2013 von Gaumont aufwändig in 4K digital restauriert wurde. Die Musik, entstanden im Auftrag von ZDF/arte, wurde von dem renommierten französischen Musiker Yann Tiersen neu komponiert und mit vier internationalen Bands eingespielt.

Mit freundlicher Unterstützung von

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À L’OMBRE DE LA GUILLOTINE Im Schatten der Guillotine
Episode 1, 59 Min.
In der Todeszelle bekommt Fantômas Hilfe von Lady Beltham, deren Mann er kurz zuvor umgebracht hat.
JUVE CONTRE FANTÔMAS Juve gegen Fantômas
Episode 2, 64 Min.
Fantômas schickt nachts eine Pythonschlange durch Inspektor Juves Kamin, doch der überlebt die Attacke.

 Freitag, 25.07.2014
20:30 Uhr

LE MORT QUI TUE Ein mörderischer Leichnam
Episode 3, 97 Min.
Fantômas nutzt die Fingerabdrücke eines Toten, um die Polizei auf eine falsche Spur zu führen, doch Inspektor Juve kommt hinter die Täuschung.

Dienstag, 29.07.2014
20:30 Uhr

FANT ÔMAS CONTRE FANTÔMAS Fantômas gegen Fantômas
Episode 4, 60 Min.
Fantômas hat die Öffentlichkeit und die Presse so weit in Panik versetzt, dass Inspektor Juve verdächtigt wird, der echte Fantômas zu sein. Juve wird verhaftet, während Fantômas als Privatdetektiv John Bob ermittelt und das Geheimnis einer blutenden Wand enthüllt.
LE FAUX MAGISTRAT Der falsche Ermittler
Episode 5, 75 Min.
Fantômas ist in Belgien inhaftiert und soll hingerichtet werden, ihm gelingt jedoch die Flucht. Mithilfe einer falschen Identität ermittelt er als Detektiv Charles Pradier in St. Calais. Als Juve ihn verhaften will, entkommt er abermals. Noch immer ist Fantômas unter uns …

 Donnerstag, 31.07.2014
18:00 Uhr

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