CHARLOTTE RAMPLING

Header Charlotte Rampling

Charlotte Rampling gehört neben Vanessa Redgrave und Maggie Smith zu den herausragenden englischen Schauspielerinnen ihrer Generation. Die 1946 in Essex geborene Tochter eines Armeeoffiziers und Olympioniken sowie einer Malerin begann mit 17 Jahren als Model zu arbeiten. 1965 übernahm sie ihre erste kleine Filmrolle in Richard Lesters THE KNACK… AND HOW TO GET IT, ein Jahr später wurde sie mit GEORGY GIRL zur erfolgreichen Jungdarstellerin. Ohne je eine Schauspielausbildung durchlaufen zu haben, arbeitete sie, wie die Filmreihe exemplarisch belegt, in den Folgejahren mit einigen der bedeutendsten Regisseure ihrer Zeit. Nachdem es eine Zeit lang ruhiger um sie geworden war, brachte François Ozon sie 2000 mit SOUS LE SABLE wieder zur Filmkunst zurück. Rampling, die neben ihren zahlreichen Filmrollen selbst fotografiert und im Theater auftritt, erinnerte sich in einem Interview mit dem Independent im Jahre 2012 an ihre ersten Schauspielerfahrungen: „It was just as if I was made for this. I was so at home, so at ease. I knew that I had something that worked for me.“

 

CHARLOTTE RAMPLING — THE LOOK

Deutschland/Frankreich 2011. R: Angelina Maccarone
97 Min. 35mm. OmU

The Look
Angelina Maccarones Dokumentation ermöglicht eine erkenntnisreiche Begegnung mit Charlotte Rampling als „Tabubrecherin, Stilikone, Weltstar und mutige Avantgardistin“. In neun Kapiteln zeigt sie die Schauspielerin mit Weggefährten und Vertrauten im Gedankenaustausch über Alter, Schönheit, Tod und Liebe. Die Besonderheit des titelgebenden „Look“ Ramplings erklärt Maccarone so: „Sein Geheimnis liegt in der Zweideutigkeit dieses Wortes: Ihrem Aussehen, das die Blicke auf sich zieht – und ihrem Blick aus diesen Augen, in denen schon Visconti zu erkennen meinte, dass sie alles gesehen hätten.“

Freitag, 01.03.2013
18:00 Uhr

Samstag, 02.03. 2013
20:30 Uhr

GEORGY GIRL

Großbritannien 1966. R: Silvio Narizzano. D: Lynn Redgrave,
James Mason, Charlotte Rampling. 98 Min. 35mm. OF

Georgy Girl
Georgy, eine sympathische junge Frau, die sich selbst als unattraktiv und oberflächlich empfindet, wuchs mit ihren Eltern im Hause des wesentlich älteren Geschäftsmannes Leamington auf. Dieser bietet ihr einen Vertrag an, wonach sie seine Geliebte werden soll. Gleichzeitig verliebt sie sich in Jos, den Freund ihrer Mitbewohnerin Meredith – eine der ersten Filmrollen Charlotte Ramplings. Während ihre Figur, eine wunderschöne, aber hoffnungslos selbstsüchtige Lebefrau, ein Kind erwartet, finden Jos und Georgy zueinander.

Sonntag, 03.03.2013
20:30 Uhr

LA CADUTI DEGLI DEI Die Verdammten

Italien/BRD 1969. R: Luchino Visconti. D: Dirk Bogarde,
Ingrid Thulin, Charlotte Rampling. 155 Min. 35mm. engl. OF

Die Verdammten
Im ersten Teil seiner “Deutschland”-Trilogie schildert Visconti den mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten einsetzenden Niedergang der mächtigen Industriellenfamilie von Essenbeck. In den nach der Ermordung des Familienoberhaupts ausbrechenden Machtkämpfen erliegen die Familienmitglieder reihum der Versuchung von Macht und Kollaboration. Der Film interpretiert den deutschen Faschismus als Zusammenspiel von opernhafter Dekadenz, sexuellen Neurosen und profundem Todestrieb, womit er das Genre des Nazi-Chic etablierte. Rampling spielt die Gattin des einzig unkorrumpierbaren Beteiligten.


Mittwoch , 06.03.2013
20:30 Uhr

IL PORTIERE DI NOTTE Der Nachtportier

Italien 1974. R: Liliana Cavani. D: Dirk Bogarde,
Charlotte Rampling, Philippe Leroy. 118 Min. 35mm. DF

Der Nachtportier
Liliana Cavanis skandalträchtiger Film brachte Charlotte Rampling weltweiten Ruhm ein. Ihre Interpretation der KZ-Überlebenden Lucia Atherton, die im Jahre 1957 in einem Hotel ihrem früheren Peiniger wiederbegegnet, gilt auch heute noch als eine ihrer markantesten Leistungen. Das Aufeinandertreffen mit dem SS-Sturmbannführer Max Aldorfer beginnt als Vergewaltigung und endet als sadomasochistisches Abhängigkeitsgeflecht, dem sich Lucia nicht entziehen kann. Die Ereignisse sind durchwoben von stilisierten Rückblenden in das KZ-Grauen.


Freitag, 08.03.2013
18:00 Uhr

STARDUST MEMORIES

USA 1980. R: Woody Allen. D: Woody Allen,
Charlotte Rampling, Jessica Harper. 89 Min. 35mm. OF

Stardust Memories
Woody Allens Film – lange Zeit als selbstgefälliger autobiographischer Rückblick verkannt – gehört mit seinem an Fellini angelehnten, märchenhaften Tonfall und der herausragenden Fotografie von Gordon Willis zu den bemerkenswertesten künstlerischen Leistungen seines Oeuvres. Seine Filmfigur, der als Komödienautor beliebte Regisseur Sandy Bates, versucht als ernsthafter Künstler wahrgenommen zu werden. Gleichzeitig steht er zwischen mehreren Frauen. Seine Ex-Freundin Daisy verkörpert Rampling als launenhaft-fragile Gestalt – dabei brilliert sie in einer unvergesslichen langen en face-Großaufnahme.


Samstag, 09.03.2013
20:30 Uhr

Mittwoch, 13.03.2013
20:30 Uhr

MAX MON AMOUR

Frankreich/USA 1986. R: Nagisa Oshima. D: Charlotte Rampling,
Anthony Higgins, Victoria Abril. 92 Min. 35mm. OmeU

Max mon Amour


In den 1960er-Jahren als Avantgardist und „japanischer Godard“ berüchtigt und mit AI NO CORRIDA (1976) weltberühmt geworden, verwirklichte der im Januar 2013 verstorbene Nagisa Oshima mit MAX MON AMOUR 1986 letztmals eine große internationale Produktion. Darin erzählt er die Geschichte der Diplomatengattin Margaret, die den Schimpansen Max zu ihrem Geliebten wählt. Das unerhörte Ereignis wird mit einer an Buñuel erinnernden inneren Selbstverständlichkeit erzählt. Die Rolle demonstriert beispielhaft Ramplings künstlerische Neugier und Courage.


Freitag, 15.03.2013
18:00 Uhr

Samstag, 16.03.2013
20:30 Uhr

SIGNS & WONDERS

Frankreich 2000. R: Jonathan Nossiter. D: Stellan Skarsgård,
Charlotte Rampling, Deborah Kara Unger. 105 Min. 35mm. engl. OF

Signs and Wonders
Der in Athen lebende US-Amerikaner Alex Fenton verlässt nach 17-jähriger Ehe seine Frau Marjorie (Rampling) für die junge Katherine. Doch aufgrund einer vermeintlichen kodierten Botschaft kehrt er bald wieder zu Marjorie zurück. Die sogartig-rastlosen, digitalen Bilder geben die pathologische Weltwahrnehmung Fentons wieder.


Samstag, 16.03. 2013
18:00 Uhr

Sonntag, 17.03.2013
20:30 Uhr

SOUS LE SABLE Unter dem Sand

Frankreich 2000. R: François Ozon. D: Charlotte Rampling,
Bruno Cremer, Jacques Nolot. 96 Min. 35mm. OmU

Sous le sable

François Ozons erste Zusammenarbeit mit Rampling: Sie verkörpert die intellektuelle Marie, die seit 25 Jahren mit Jean verheiratet ist. Beim Sommerurlaub am Meer schläft Marie ein, während Jean schwimmen geht. Als sie aufwacht, fehlt von ihm jede Spur. Die Suche bleibt erfolglos und sein Verschwinden ein Rätsel.


Mittwoch, 20.03.2013
20:30 Uhr

SWIMMING POOL
Frankreich/Großbritannien 2003. R: François Ozon. D: Charlotte
Rampling, Ludivine Sagnier, Charles Dance. 102 Min. 35mm. OmU

Swimming Pool


Die Krimiautorin Sarah Morton – benannt nach Ramplings Schwester Sarah, die sich 1966 selbst tötete – zieht den Sommer über in eine Villa, um zu schreiben. Bald trifft Julie ein, die sich als Tochter ihres Verlegers ausgibt. Sarah beginnt sich für die junge Frau zu interessieren, die ein Geheimnis um ihre Herkunft macht.


Freitag, 22.03.2013
18:00Uhr

Sonntag, 24.04.2013
20:30 Uhr

LEMMING

Frankreich 2005. R: Dominik Moll. D: Laurent Lucas,
Charlotte Gainsbourg, Charlotte Rampling. 129 Min. 35mm. OmU

Lemming
Alain und seine Frau Bénédicte ziehen in eine neue Wohnung. Zur Einweihung laden sie Alains Chef Richard und dessen Frau Alice ein. Während des Abendessens offenbart sich die Ehe der Gäste als zerrüttet und Alice als hasserfüllte Intrigantin, die das harmonische Leben der Gastgeber zu stören sucht.


Mittwoch, 27.03.2013, 20:30 Uhr

CAÓTICA ANA

Spanien 2007. R: Julio Medem
D: Manuela Vellés, Charlotte Rampling, Bebe. 118 Min. 35mm. OmU

Caotica Ana
Die 18-jährige Malerin Ana lebt mit ihrem Vater auf Ibiza in einer entlegenen Höhle. Als die Kunstmäzenin Justine (Rampling) sie entdeckt, folgt Ana ihr nach Madrid, wo sie sich in einen jungen Künstler verliebt, ihn aber bald wieder verliert. In der Hypnose sucht sie einen Ausweg aus ihrem alptraumerfüllten Kummer.


Freitag, 29.03.2013
18:00 Uhr

Sonntag, 31.03.2013
20:30 Uhr

VERS LE SUD In den Süden

Frankreich/Kanada 2005. R: Laurent Cantet
D: Charlotte Rampling, Karen Young. 108 Min. 35mm. OmU

Vers le sud
Cantets intelligent konstruierter Film ist im Haiti der 1970er Jahre angesiedelt, wo drei Frauen ihren Urlaub verbringen; darunter die von Rampling gespielte Bostoner Professorin Ellen. Junge Einheimische bieten am Strand für ein Entgelt ihre Gesellschaft an, was die sich nach sexueller Erfüllung sehnenden Frauen ausnutzen.


Samstag, 30.03.2013
20:30 Uhr

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